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Spiegel Online und Co nur 5,45 Euro im Monat wert?

Spiegel Online will im kommenden Jahr auch Bezahlinhalte anbieten, FAZ und Sueddeutsche.de schmieden ebenfalls Pläne, bei den Springer-Medien sind diese bereits weiter vorangeschritten. Rund 75 Nachrichtenseiten bieten derzeit Bezahlinhalte an.

Infografik: Paid-Content-Modelle deutscher Zeitungen | Statista

Dennoch: Gezahlt wird in Deutschland zurzeit wenig – womit die Bundesbürger sich weltweit jedoch in guter Gesellschaft befinden.

Infografik: Zahlungsbereitschaft für Online-News bleibt gering | Statista

Im Rahmen meiner Tätigkeit bei Statista war ich an der Auswertung eine Umfrage zum Thema Bezahlinhalte beteiligt. Wir fragten „Wie viel Geld wären Sie bereit, monatlich für die Nutzung einer Nachrichten-Seite (beispielsweise spiegel.de, bild.de oder zeit.de etc., in Euro) zu zahlen?“ Die überwiegende Antwort: nichts. Fast 60 Prozent gaben null Euro in das Umfragefeld ein. Eine Überraschung für mich: Der geringste Anteil derjenigen, die nichts zahlen würden, findet sich in der Altersgruppe der 20 bis 29-Jährigen (53 Prozent), am höchsten ist er bei den 40-49 Jährigen (64,6 Prozent), der ältesten Gruppe der Befragung.

Infografik: So viel würden die Deutschen für Online-Journalismus zahlen | Statista

Im Schnitt würden die zahlungswilligen 5,45 Euro pro Monat zahlen (Männer 5,84 Euro, Frauen 5,07 Euro). Da Einige sich die besagten Seiten mehr als zehn Euro kosten lassen würden, heben diese Personen deutlich den Schnitt. Betrachtet man die Zahlungsbereitschaft nach Abschnitten, zeigt sich, dass der größte Teil der Deutschen einen Betrag zwischen 2 Euro und 5 Euro für Seiten wie Spiegel Online, Zeit Online oder Bild.de für angemessen hält.

Ob das den Planern in den Verlagen jedoch reichen würde? Wohl kaum.

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Autor:

Andreas ist überwiegend in Hamburg als Daten- und Medienjournalist tätig. Von Oktober 2008 bis Juli 2012 studierte er an der Hochschule Darmstadt Online-Journalismus. Andreas ist Gründer von YOUdaz und initiierte Elbmelancholie.de mit, dessen Redaktion er aktuell leitet. Er beschäftigt sich besonders mit Innovationen im Journalismus, Redaktionsmanagment und journalistischen Start-Ups.

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