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Sparkurs beim Darmstädter Echo: Was die IVW-Zahlen zeigen

Echo Medien

Das Darmstädter Echo in der Krise. Echo Medien geben am 22. September Sparmaßnahmen bekannt. | Archivfoto: Martin Krauß

Jetzt trifft es also das nächste Medienhaus. Innerhalb kurzer Zeit sogar das nächste Medienhaus in Hessen. Gerade erst hat die F.A.Z. einen Stellenabbau angekündigt, da stehen nun bei den Echo Medien in Darmstadt die nächsten Entlassungen an. Das Traditionsblatt Darmstädter Echo schwankt.

Ein Blick auf die IVW-Zahlen zur Hauptausgabe „Darmstädter Echo“ zeigt, dass die Regionalzeitung seit der Jahrtausendwende mit Problemen zu kämpfen hat (weitere Titel unterscheiden sich nur im Lokalen: Odenwälder Echo, Starkenburger Echo, Ried Echo, Groß-Gerauer Echo, Rüsselsheimer Echo).

Einzelverkauf – Die Kurve zeigt beim Darmstädter Echo bergab

Der Einzelverkauf sank von 9.351 Exemplaren im 2. Quartal des Jahres 2000 auf 7.450 Exemplare gleichen Quartal des Jahres 2002. Das sind 1.901 Exemplare weniger. Im 2. Quartal 2014 verzeichnete die IVW gar nur noch 3.706 Exemplare im Einzelverkauf. Das sind 5.645 Exemplare weniger als noch 14 Jahre zuvor.

Abo-Zahlen des Darmstädter Echos

Auch bei den Abonnements des Darmstädter Echos zeigt die Entwicklung steil nach unten. Konnte die Regionalzeitung vom Jahr 2000 auf das Jahr 2001 noch Abonnementen hinzugewinnen, verlor die Zeitung von da an Jahr für Jahr Abonnenten. Gab es im Jahr 2001 noch 98.097 Abonnements, sind es 14 Jahre später im gleichen Quartal nur noch 71.596 und damit 26.501 Abonnements weniger. Der Weggang der Abonnementen konnte innerhalb der 14 Jahre nicht gestoppt werden.

Die Neugründung auf dem Darmstädter Zeitungsmarkt, die Wochenzeitung Darmstädter Tagblatt, hat ein Jahr nach Erscheinen der ersten Ausgabe keinen negativen Einfluss auf die Abonnementenzahlen des Darmstädter Echo. Verlor die regionale Tageszeitung von 2012 auf 2013 (jeweils 2. Quartal) 2.781 Abos, waren es von 2013 auf 2014 (jeweils 2. Quartal) sogar nur 2.062 Abos weniger. Der Trend aus den Vorjahren setzt sich beim Darmstädter Echo ohne große Kündigungswelle der Abonnementen fort.

Die IVW-Daten zum Darmstädter Echo im Überblick:
Quelle: IVW.de


Update am 22.09.2014: Mehr als die Hälfte der Stellen sollen entfallen

Die Echo Medien GmbH hat am Montag (22.09.2014) Nachmittag ihre Sanierungspläne in einer Mitarbeiterversammlung vorgestellt und anschließend auch die Öffentlichkeit darüber informiert. Einer Pressemitteilung zu Folge sollen mehr als die Hälfte der rund 300 Arbeitsplätze abgebaut werden. Etwa 140 Stellen will der Verlag erhalten. Das Sanierungskonzept sieht deutliche Umstrukturierungen vor – und die Trennung vom Traditionsstandort. >Weiterlesen

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Autor:

Martin arbeitet als freier Journalist, ist studierter Online-Journalist (B. A.) und beschäftigt sich im Masterstudiengang Medienentwicklung mit der Konzeption von Medien sowie mit der Anpassung von Redaktionsstrukturen. Die Zukunft der Medienlandschaft und des Journalismus gehören zu seinen Interessengebieten, so auch die Integration sozialer Medien in journalistischen Redaktionen. Martin arbeitet seit Oktober 2011 für YOUdaz Media.

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