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Linksverkehr KW 21/2012

Auch in dieser Woche haben wir wieder ordentlich Links für euch gesammelt, um euch heute, am sonnigen Samstag mit einem frischen Linksverkehr erfreuen zu können. Es geht um das umstrittene Thema Doping, die Forderung von Medienschulungen und Facebooks Verbot von Städteseiten. Viel Spaß damit und ein tolles Wochenende wünscht euch Katharina.

„Doping bringt nichts. Das ist ein Märchen“

Daniel Drepper vom WAZ-Rechercheteam beschäftigt sich nun bereits seit geraumer Zeit mit dem heiklen Thema Doping im Fußball. Nun ging Fussballdoping.de online. Hier präsentiert Drepper Ergebnisse der Recherchearbeit und wird dem Thema auch weiter nachgehen.

Andreas sagt: Großes Lob. Das Thema wird leider viel zu wenig betrachtet und vor allem viel zu unkritisch. Ich wünsche Daniel alles Gute bei der weiteren Arbeit.

Ohne Medienkompetenz keine Medienkritik

Medienschulung gehört in den Unterricht! Das fordert nicht nur unserer Autorin Katharina in ihrer Diplomarbeit (über die es in den nächsten Tagen auch einen Blogpost geben wird), sondern auch Fernseh-Talkmaster, promovierter Medienwissenschaftler und Journalismus-Dozent  Hugo Bigi.

Katharina sagt: Endlich findet das Thema ein bisschen mehr Gehör. Medienkompetent wird in so vielen Bereichen des Lebens gefordert, aber viel zu wenig gefördert. Deswegen gehört meiner Meinung nach ein Medienkompetenzunterricht in jede Regelschule.

Arbeitsabläufe in Online-Redaktionen: Viel Gleiches, wenig Experimente

Wie unterscheiden sich die Arbeitsabläufe in Online-Redaktionen von Öffentlich-Rechtlichem Rundfunk und Tageszeitungen? Welche Konsequenzen bringen diese Unterschiede mit sich? Diesen Fragen ist Andreas in seiner Diplomarbeit nachgegangen.

Martin meint: Andreas fasst hier die wichtigsten Punkte seiner Diplomarbeit zusammen: In den Online-Redaktionen gibt es keinen heiligen Gral, kein Patentrezept für den Erfolg des Online-Journalismus. Daher fordert Andreas: “Statt hinter verschlossenen Türen einzeln die gleichen Probleme anzugehen ist es daher sicher besser, dies gemeinsam und offen zu tun.” Ich denke, dass wir das so bald nicht erleben werden. Die Gewohnheiten und die starke Abgrenzung der einzelnen Verlage und Rundfunkanstalten untereinander lassen sich – rein psychologisch betrachtet –  nur schwer auf die Schnelle abbauen. Daher ist es wichtig, dass vorhandene Ressourcen genutzt werden und auch werden dürfen. Das gilt sowohl bei den privaten Medienkonzernen, als auch bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.

Stilkritik: Warum nuttig aussehen ungeil ist

“Stelle fest: Im Sommer fallen Prostituierte im Straßenbild kaum noch auf.” Mit diesem Zitat beginnt der Kommentar von  Annina Luzie Schmid auf ruhrbarone.de. Laufen Frauen zu aufreizend herum?

Andreas findet: Ein sehr guter Kommentar und ein schwieriges Thema. “So wär man früher nicht vor das Haus gegangen”, ist ja ein bekannter Satz. Nur: Irgendwann geht nicht weniger. Die Debatte um Selbstverständnis und Mode sollte in der Gesellschaft nüchtern diskutiert werden, ohne dabei in die Kategorien “selbst Schuld an Vergewaltigung” oder “Burka” zu geraten. Nicht leicht, denn es wird schnell emotional.

Katharina findet: Der Hund liegt doch ganz woanders begraben. Nicht die Kleidung ist das Problem, sondern die Gesellschaft. Aber das dürfte den meisten Bekannt sein. Mode ist und bleibt für viele Menschen eine Möglichkeit sich auszudrücken. Außerdem wird der Beruf der Prostituierten dermaße  Daher finde ich den Artikel eher ein bisschen vergleichbar mit kaltem Kaffee. Man findet ihn ab dem ersten Schluck bitter, schlürft ihn aber trotzdem aus.

Facebook macht Ernst! Städtenamen Ade!

Facebook macht ernst: Städte- und Ländernamen sind künftig tabu. Auch für die Städte selbst. Niemand dürfe (auf Facebook) eine Stadt oder ein Land für sich beanspruchen. Eine Fanseite von München kann es also nicht mehr geben, eine von München.de ginge…

Andreas sagt: Facebook hat nun mal Hausrecht. Wenn es nur darum ginge, dass keine Unternehmen sich die Namen sichern dürfen, fände ich diesen Schritt vollkommen in Ordnung. So erreicht man die meisten deutschen Städte ja auch indem man ein .de an den Namen hängt. Aber die Entscheidung macht auch wieder deutlich: Wer sich auf Facebook einlässt, vor allem auch auf professioneller Basis, macht sich ganz und gar von den Spielregeln des mittlerweile börsennotierten Unternehmens abhängig.

Rundshow – Jeden Tag ein bisschen besser.

Manuel Schubert hat nach zwei Wochen Rundshow im Bayerischen Rundfunk ein Zwischenfazit gezogen: “Die Qualität der Sendung steigt von Tag zu Tag – ein toller Prozess, der vor allem dadurch interessant wird, dass man ihn selbst mit beeinflussen kann.”

Martin denkt: Manuel hat hier eine interessante Beobachtung gemacht. Die Rundshow ist nicht perfekt. Sie war es nicht in der ersten Ausgabe und auch vergangenen Donnerstag noch nicht. Aber genau das macht den Reiz der Sendung aus. Die Rundshow ist ein Experimentierlabor, in dem Erfahrungen gesammelt werden sollen. Erfahrungen, die auch in der Zukunft auf bestehende und neue Sendungen übertragen werden können. Dafür, dass wir alle an dem Testlabor teilhaben dürfen, habe ich die Sendung schnell schätzen gelernt. Ich würde mir eine zweite Testphase wünschen, diese dann aber bitte eine Stunde früher: 23:30 Uhr als Startzeit ist doch etwas spät. Ich bin auf die weitere Entwicklung der Sendung gespannt.

“Iron-Sky”:Crowdfunding und Abmahnungen – unvereinbar?

Der Film Iron Sky wurde zu großen Teilen über Crowd Funding finanziert. Nun gab es Abmahnung für illegale Kopien. Piraten-Kultur trifft auf konservatives Urheberrecht – passt das zusammen?

Andreas meint: Der Kommentar wirft einen wichtigen Gedanken auf. Egal wie man zum Urheber-Recht in jetziger Form steht: Könnte es Sinn machen, die Veröffentlichungs-Intervalle von Kino und (legaler) Privat-Kopie zu ändern?

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