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	<title>YOUdaz.com &#187; Martin Krauß</title>
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		<title>ZDFonline im neuen Gewand: Mehr Bild, weniger Text</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 15:21:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Krauß</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 13. April 2012 ließ eine Pressemitteilung der dapd viele Online-Journalisten aufhorchen. Es wurde ein Relaunch von zdf.de, heute.de und zdfsport.de angekündigt, wobei das ZDF laut Eckart Gaddum, Leiter der Abteilung Neue Medien, &#8220;Videotext mit Online&#8221; verknüpfen wolle. Ich kommentierte das im Linksverkehr vom 14. April folgendermaßen: Es ist nicht verkehrt, als Rundfunkanstalt seine Stärken &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2012/04/29/zdfonline-im-neuen-gewand-mehr-bild-weniger-text/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="derwesten.de | Wandel auf den Internetseiten des ZDF" href="http://www.derwesten.de/nachrichten/wandel-auf-den-internetseiten-des-zdf-id6551956.html" target="_blank">Am 13. April 2012 ließ eine Pressemitteilung der dapd viele Online-Journalisten aufhorchen</a>. Es wurde ein Relaunch von <a href="http://www.zdf.de/" target="_blank">zdf.de</a>, <a href="http://www.heute.de/ZDF/zdfportal/web/heute-Nachrichten/4672/3998/f9101d/ZDFheute--Nachrichten---Startseite.html" target="_blank">heute.de</a> und <a href="http://www.sport.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/Sport/4674/4002/564611/ZDFsport---Startseite.html" target="_blank">zdfsport.de</a> angekündigt, wobei das ZDF laut Eckart Gaddum, Leiter der Abteilung Neue Medien, &#8220;Videotext mit Online&#8221; verknüpfen wolle.</p>
<p>Ich kommentierte das <a title="Linksverkehr KW 14/2012" href="http://www.youdaz.com/2012/04/07/linksverkehr-kw-142012/" target="_blank">im Linksverkehr vom 14. April </a>folgendermaßen:</p>
<blockquote><p>Es ist nicht verkehrt, als Rundfunkanstalt seine Stärken besser präsentieren zu wollen. Ob eine Verknüpfung von “Videotext mit Online” (-Videos) noch als guter Online-Journalismus bezeichnet werden kann? Daran zweifle ich. Als angehender Online-Journalist kann ich mir den Mehrwert, den online bisher beim ZDF geboten hat,  in einer Kombination aus Videotext mit Online nicht mehr vorstellen.</p></blockquote>
<p>Seit den frühen Morgenstunden ist der Relaunch nun umgesetzt und ein erster Blick auf die Seiten zeigt deutliche Veränderungen im Weblayout.</p>
<h3><strong>ZDF.de &#8211; aus vertikal mach horizontal<br />
</strong></h3>
<div id="attachment_3090" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.youdaz.com/wp-content/uploads/2012/04/2012_04_27_zdf_de_startseite.jpg" target="_blank"><img class=" wp-image-3090  " title="ZDF.de Startseite (Screenshot 27.04.2012)" src="http://www.youdaz.com/wp-content/uploads/2012/04/2012_04_27_zdf_de_startseite.jpg" alt="2012_04_27_zdf_de_startseite" width="300" height="513" /></a><p class="wp-caption-text">Das alte ZDF.de (Screenshot 27.04.2012); zum Vergrößern anklicken</p></div>
<p>Das elektronische Eingangsportal des Mainzer Senders hat sich grundlegend verändert, wie ein Blick auf die Screenshots der Seite zeigt. Von einer vertikalen Anordnung der Teaserelemente wurde nun zu einer horizontalen Anordnung gewechselt</p>
<p>Im bisherigen Layout gab es eine Menge an Informationen, die unmittelbar von der Startseite aus abgerufen werden konnten. Zudem prägten viele interaktive Elemente das Bild der Seite, wie etwa die jeweiligen Aufmacher.</p>
<p><strong>Übersichtlichkeit überzeugt</strong></p>
<p>Im neuen Layout steht nun jedoch die Übersichtlichkeit im Vordergrund. Die Navigation ist nun voll und ganz auf Tablet-Computer und Mobile Empfangsgeräte ausgelegt.</p>
<p>Es gibt nur noch wenige Navigationselemente auf der Seite und ein durchweg horizontal ausgerichtetes Layout. Alle auf ZDF.de angebotenen Teaser haben nun die selbe Größe. Eine Priorisierung zwischen Aufmachern und normalen Teasern ist nicht mehr vorhanden. Dafür kann man zwischen &#8220;Empfehlungen&#8221;, &#8220;Sendungen und TV-Programm&#8221;, &#8220;ZDF mediathek&#8221;, &#8220;heute.de&#8221; und &#8220;ZDFsport.de&#8221; wählen. Klickt man auf eine dieser Headlines, erscheint für diese der entsprechende Teaserbalken.</p>
<p>Dieses Layout wurde neben zdf.de auch für die Hauptseiten der gesamten ZDF Senderfamilie umgesetzt. Die Gestaltung des Hauptportals und der Unterseiten wirkt fast schon minimalistisch, da nur Informationen angeboten werden, die man auch sucht. In der<a href="http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/Service-und-Hilfe/8075320/21393220/fcc7d3/So-viel-Bild-gabs-noch-nie.html" target="_blank"> Senderinformation zum Relaunch des Online-Auftritts</a> wird dazu mitgeteilt:</p>
<blockquote><p>Reduzierung ist Konzept &#8211; das zeigt sich auch auf den Seiten der einzelnen Sendungen. Sie stellen mit großzügigen Bildern ihre besten Inhalte in den Mittelpunkt. Das können die aktuellsten Videos aus der Mediathek sein, Animationen oder multimediale Beiträge. Letztere sind das Herzstück des Angebots.</p></blockquote>
<div id="attachment_3091" class="wp-caption alignright" style="width: 466px"><a href="http://www.youdaz.com/wp-content/uploads/2012/04/2012_04_29_zdf_de_diigo_capture_cu.png" target="_blank"><img class="wp-image-3091  " title="ZDF.de Startseite (Screenshot 29.04.2012)" src="http://www.youdaz.com/wp-content/uploads/2012/04/2012_04_29_zdf_de_diigo_capture_cu.png" alt="2012_04_29_zdf_de_diigo_capture_cu" width="456" height="218" /></a><p class="wp-caption-text">Das neue ZDF.de (Screenshot 29.04.2012); zum Vergrößern anklicken</p></div>
<p>Die Verbindung zum ZDF Hauptprogramm und den anderen Sendungen wird dabei durch den Programmguide erzielt, der fest am unteren Bildschrimrand verankert ist. So kann man sich durch die Seiten bewegen und hat dennoch am unteren Bildrand immer die Möglichkeiten einen Blick auf das aktuelle Programm zu werfen.</p>
<h3><strong>Heute.de &#8211; Teasern über Bilder</strong></h3>
<div id="attachment_3140" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://www.youdaz.com/wp-content/uploads/2012/04/2012_04_27_heute_de_startseite_top.jpg" target="_blank"><img class=" wp-image-3140    " title="Top heute.de (27.04.2012)" src="http://www.youdaz.com/wp-content/uploads/2012/04/2012_04_27_heute_de_startseite_top.jpg" alt="2012_04_27_heute_de_startseite_top" width="294" height="207" /></a><p class="wp-caption-text">Das erste Drittel der alten heute.de Seite (Screenshot 27.04.2012); zum Vergrößern anklicken</p></div>
<p>Auch für heute.de gilt die Devise &#8220;Reduzierung ist Konzept&#8221;.</p>
<p>Im bisherigen Layout (siehe Screenshot rechts) bekam man in einem interaktiv gestalteten Aufmacherbereich drei Themen angeboten, durch die man sich interaktiv bewegen konnte. Darauf folgten weitere Beiträge, die vor allem über einen Teasertext die Zuschauer zum Klicken einladen sollten.</p>
<p>Nach dem Aufmacherbereich setzte das ZDF bisher auf ein dreispaltiges Layout: Links die Ressorts und die Mediathek, in der Mitte die Teaser zu den Beiträgen und rechts die ergänzenden Angebote (heute journal plus, Weblog Kennzeichen Digital).</p>
<p>Die Seite hatte zwar eine klare Struktur, bot aber zugleich auch eine große Menge an Informationen für die Besucher an.</p>
<p><strong>Jetzt heißt es mit den Gewohnheiten zu brechen</strong></p>
<p>Die neue heute.de-Seite durchbricht bisherige Teaserpraktiken. Nun überwiegen die grafischen Elemente der Seite. Die Mainzer setzen im Internet künftig &#8220;weniger auf Themenbreite&#8221;, sondern auf &#8220;mehr Thementiefe&#8221;. <a href="http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/Service-und-Hilfe/8075320/21393220/fcc7d3/So-viel-Bild-gabs-noch-nie.html" target="_blank">Das ZDF teilt zur neuen heute.de-Seite mit</a>:</p>
<blockquote><p>Kern des künftigen Angebots ist eine sehr deutliche Trennung von Kurznachrichten und den Top-Themen eines Nachrichtentages. Schnell und aktuell und zugleich kritisch, erklärend, einordnend. Den Strom der aktuellen Meldungen spiegelt das neue Nachrichtencenter wider, das prominent oben auf der Seite steht. Hier fließen die frischesten Nachrichten ein. Nutzer verpassen nichts – das ist das Versprechen des Nachrichtencenters. Neben den Textmeldungen werden dort auch passende Nachrichtenvideos der TV-Redaktion zu sehen sein.</p></blockquote>
<p>Die Kurznachrichten werden nach Aufruf der Seite als erstes inhaltliches Element angeboten. Klickt man auf eine der Überschriften, so klappt der darunter liegende Nachrichtentext aus. Interessant ist, dass in dieses Nachrichtencenter auch die aktuellen Tweets des Accounts @ZDF integriert sind. Wer hier auf dem Laufenden bleiben möchte, kann nun den Punkt &#8220;Twitter&#8221; auswählen.</p>
<div id="attachment_3146" class="wp-caption alignleft" style="width: 215px"><a href="http://www.youdaz.com/wp-content/uploads/2012/04/2012_04_29_zdf_heute_de.png" target="_blank"><img class=" wp-image-3146     " title="Die neue heute.de Seite (Screenshot 29.04.2012)" src="http://www.youdaz.com/wp-content/uploads/2012/04/2012_04_29_zdf_heute_de.png" alt="2012_04_29_zdf_heute_de" width="205" height="317" /></a><p class="wp-caption-text">Die neue heute.de Seite (Screenshot 29.04.2012); zum Vergrößern anklicken</p></div>
<p>Unterhalb des Nachrichtencenters folgen die markanten fünf Bildkacheln für die Hintergrundthemen und die ausführliche Berichterstattung. Die oberste Kachel ist zugleich der Aufmacher, da dort das gesamte Bild mit Teaser und weiterführenden Links von Beginn an zu sehen ist.</p>
<p>Die darunterliegenden Kacheln bieten neben der Bildinformation ersteinmal nur die Verschlagwortung des Beitrags und den jeweiligen Titel an. Klickt man auf das Bild, klappt der Teaserkasten unterhalb der Überschrift auf, wordurch nun ebenfalls das gesamte Bild zu sehen ist.</p>
<p><strong>heute.de Beiträge nur noch Videos?<br />
</strong></p>
<p><strong></strong>Das Layout der Beiträge, die sich hinter einer der fünf Kacheln verbergen ist zweispaltig gesetzt. In einer schmalen rechten Spalte werden Beiträge über deren Überschriften angeteasert. Die breitere linke Spalte enthält Videos und interaktive Elemente, die zum Thema des Textbeitrags passen.</p>
<p>Die heute.de Redaktion schnürt ab heute Themendossiers: Über den Textbeiträgen sind in einer Tab-Navigation interaktive Elemente zum jeweiligen Thema verfügbar. Bei &#8220;<a href="http://www.heute.de/ZDF/zdfportal/web/heute-Nachrichten/4672/21500988/5ceedc/Politik-der-Luecke.html" target="_blank">Politik der Lücke</a>&#8220;, einem Beitrag über die Piratenpartei, können ein Video &#8220;Interview mit neuem Piraten-Chef&#8221; und eine interaktive Grafik &#8220;Piraten auf Stimmfang&#8221; ausgewählt werden. Erst dann folgt der ergänzende Hintergrundbericht oder die vertiefende Analyse eines Themas.</p>
<p>Das neue Layout ermöglicht es auch <a href="http://www.heute.de/ZDF/zdfportal/web/heute-Nachrichten/4672/21496012/d03292/Opposition-ist-nur-Aung-San-Suu-Kyi.html" target="_blank">aktuelle Kurzmeldungen auf der Dossierseite zu integrieren und in Informationsboxen gezielt Hintergrundinformationen, </a>etwa in Form eines Lexikonstichworts, bereitzustellen.</p>
<p><strong>Kein Videotext mit Online</strong></p>
<div id="attachment_3168" class="wp-caption alignright" style="width: 286px"><a href="http://www.youdaz.com/wp-content/uploads/2012/04/2012_04_27_zdf_heute_de_artikel_diigo_capture.png" target="_blank"><img class="wp-image-3168       " title="Altes Layout heute.de Artikel (27.04.2012)" src="http://www.youdaz.com/wp-content/uploads/2012/04/2012_04_27_zdf_heute_de_artikel_diigo_capture.png" alt="2012_04_27_zdf_heute_de_artikel_diigo_capture" width="276" height="475" /></a><p class="wp-caption-text">Altes Layout heute.de Artikel (27.04.2012); zum Vergrößern anklicken</p></div>
<p>Meine Befürchtungen, dass sich das ZDF freiwillig in seiner Online-Berichterstattung selbstbeschneidet, scheinen unbegründet gewesen zu sein. Es ist kein 1:1 Transfer des Teletexts bei den Hintergrundberichten vorgenommen worden, sondern eine sorgfältige Aufbereitung der Themen.</p>
<p>Das neue Teaserlayout-System über die fünf Bildkacheln ist gewöhnungsbedürftig, doch nicht so fremd, als dass man sich nicht daran gewöhnen könnte. Für heute.de, bei dem das ZDF nicht auf ein komplett horizontales Layout gesetzt hat, ist der Relaunch aus meiner Sicht geglückt.</p>
<h3>ZDFsport.de &#8211; Die Ergebnisse im Focus</h3>
<p>Das neue Weblayout von ZDFsport.de ähnelt dem der neuen heute.de-Seite, denn auch hier ist kräftig aufgeräumt worden. Ergänzend zu den fünf Teaserkacheln, können hier über ein Tab-Layout die gewünschten Sportarten oder Turniere ausgewählt werden. Zudem gibt es &#8220;<a href="http://www.sport.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/Sport/4674/4002/564611/ZDFsport---Startseite.html" target="_blank">Aktuelle Meldungen</a>&#8221; im Überblick, sowie die aktuellen Ergebnisse Bundesliga in Form einer Tabelle. Die Sportberichte sind im Layout der heute.de Hintergrundberichte gesetzt.</p>
<p>Um eine bessere Navigation zwischen unterschiedlichen Sportarten und Themen zu ermöglichen, wurde ZDFsport.de eine durchgehende Menünavigation am oberen Seitenrand spendiert. Diese bleibt sowohl auf den Themenunterseiten, als auch in den einzelnen Beiträgen stets verfügbar.</p>
<h3><strong>Neu, anders, bereit fürs nächste Jahrzehnt</strong></h3>
<p><strong></strong>Das ZDF hat es mit seinem Relaunch des Online-Auftritts geschafft, sich für das nächste Jahrzehnt aufzustellen. Als positiv empfinde ich auch, dass man die Stärken des eigenen Mediums betont.</p>
<p>Durch die großen Bilder im Nachrichten und Sportbereich steht das im Vordergrund, was Fernsehen ausmacht &#8211; das Bild. Ich bin dem ZDF jedoch dankbar, dass man kein &#8220;Videotext mit Online&#8221; aus seinen Seiten gemacht hat, um den Forderungen der deutschen Verleger entgegenzukommen.</p>
<p>Die für Smartphones optimierten Ansichten der Seiten lassen eigene Apps nicht überflüssig werden, weil diese die Nutzerbindung erhöhen. Aber die App ist nun kein Muss mehr, da die mobile Web-Ansicht bereits gut funktioniert. Wenn die Verlage nun fordern: Keine öffentlich-rechtlichen Apps mit Textinhalten, braucht sich das ZDF vorerst keine Sorgen machen.</p>
<p>Gerade dieser Relaunch zeigt mir, dass die Mainzer Mut haben zur Revolution. Sie wagen Neues. Während der <a title="Zeitungslayout im Internet: FAZ.NET" href="http://www.youdaz.com/2011/10/03/zeitungslayout-im-internet-faz-net/" target="_blank">Relaunch von faz.net </a>im Herbst 2011 eher Unübersichtlichkeit mit sich gebracht hat, ist der Minimalismus des ZDFs gerade zu &#8220;<a title="Erfrischend anders: ZDF.de relauncht im neuen Gewand" href="http://mrtnh.de/erfrischend-anders-zdf-de-relauncht-im-neuen-gewand/" target="_blank">Erfrischend anders</a>&#8220;, wie es Martin Hoffmann in seinem Blog beschreibt. Er hat die Reaktionen zum Relaunch über Storify zusammengetragen.</p>
<p>Bei allem Lob für das ZDF &#8211; an die neue Hauptseite zdf.de kann ich mich noch nicht gewöhnen. Vielleicht liegt das daran, dass ich sie nicht auf einem Tablet nutze. Aber für die Internetpräsenz eines Unternehmens und Fernsehsenders bietet sie mir zu wenig. Zudem trennt sie das ZDF Hauptprogramm für meinen Geschmack zu sehr von den digitalen Kanälen ab.<br />
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		<title>E-Mails, Facebook Gruppen, Foren: Was taugt für die Projektarbeit?</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 20:47:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Krauß</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt zahlreiche Tools, die es uns ermöglichen, gemeinsam an Texten, Beiträgen oder Konzepten zu arbeiten. Der Linksverkehr von Youdaz hat jede Woche seinen Ursprung in einem Textdokument bei Google Docs, Recherchelinks zu meinem neuen Semesterprojekt “Fupp / Journalismus für Kinder” werden in einer Diigo Gruppe gesammelt und bei “Politik. Medien. Öffentlichkeit.” kam ein mit &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2012/04/27/e-mails-facebook-gruppen-foren-was-taugt-fur-die-projektarbeit/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt zahlreiche Tools, die es uns ermöglichen, gemeinsam an Texten, Beiträgen oder Konzepten zu arbeiten. Der Linksverkehr von Youdaz hat jede Woche seinen Ursprung in einem Textdokument bei Google Docs, Recherchelinks zu meinem neuen Semesterprojekt “<a title="OutOfMessel.Wordpress.com | Fupp Update Journalismus für Grundschüler" href="http://outofmessel.wordpress.com/2012/04/17/fupp-update-journalismus-fur-grundschuler/" target="_blank">Fupp</a> / <a title="Weblog: Journalismus für Kinder (Start: ab 1. Mai)" href="http://journalismusfuerkinder.fbmd.h-da.de/" target="_blank">Journalismus für Kinder</a>” werden in einer Diigo Gruppe gesammelt und bei “<a title="Politik.Medien. Öffentlichkeit. | Weblog zur Jubiläumskonferenz des Deutschlandfunks" href="http://dlf50.org/" target="_blank">Politik. Medien. Öffentlichkeit.</a>” kam ein mit Google Sites erstelltes Wiki mit Forenfunktion zum Einsatz.</p>
<p>All diese Tools bieten Möglichkeiten zum Informationsaustausch für Gruppen an, doch in der praktischen Arbeit merkt man schnell, dass es Grenzen gibt. Mit welchem Tool kommuniziert man am besten, wenn man als Gruppe an einem Thema arbeitet?</p>
<p><strong>Im Mail-Bombardement die Übersicht nicht verlieren</strong></p>
<p>Ende der 1980er Jahre begannen E-Mails populär zu werden und seit dieser Zeit ist die E-Mail auch noch immer ein häufig genutztes Mittel, um Absprachen zu treffen. Allerdings leiden aktive Internetnutzer schnell unter der Masse an E-Mails, die sie bekommen. Zwischen wichtige Nachrichten drängen sich Benachrichtigungen aus Sozialen Netzwerken, die neuesten Angebote von Amazon oder Groupon.</p>
<p>Thunderbird oder Outlook bieten zwar Filterfunktionen an, um die Masse an Mails vorsortieren zu lassen. Seit einiger Zeit sind Filterfunktionen auch bei Webmail-Konten möglich. Die vielen kleinen Nachrichten müssen dennoch einzeln geöffnet und gesichtet werden. Da die E-Mail <a title="Zeit.de | Das Ende von @was" href="http://www.zeit.de/2011/45/E-Mail" target="_blank">laut einer Umfrage der Marktforschungsfirma Nielsen aus dem Jahr 2011</a> bereits abgeschafft wird, lohnt es sich die moderneren Kommunikationsvarianten anzuschauen.</p>
<p>Skype, ICQ oder die Chatfunktionen von Google Plus oder Facebook eignen sich zwar um sich auszutauschen, eine langfristige Dokumentation der besprochenen Themen ist aber umständlich. Zudem wird ein Chat schnell unübersichtlich, wenn eine große Anzahl an Nutzern daran teilnimmt. Gerade in Großprojekten ist dies ein Nachteil, dennoch werden Messenger auch in großen Online-Redaktionen eingesetzt.</p>
<p><strong>Arbeiten, wo die Teamitglieder sind</strong></p>
<p>Einen Facebook-Account haben die meisten Menschen, warum nicht eine Gruppe für ein Projekt anlegen, die Teammitglieder einladen und dann losdiskutieren? Abgesehen davon, dass Facebook und Datenschutz nicht so recht zueinander passen wollen, gibt es rein von der Funktionsweise der Gruppen auch Argumente, die den Vorteil alle Teammitglieder sowieso im Netzwerk zu haben gegenüberstehen. Diese gelten in ähnlichem Maße auch für Google+-Kreise.</p>
<p>Das gewichtigste Argument ist das Social Network an sich. Setzt man auf eine Facebook Gruppe, so bedeutet das für die Teamleiter oder Moderatoren der Gruppe einen 24-Stunden Job. Facebook wird häufig sowohl privat, wie auch beruflich genutzt. Das kann je nach Teamzusammensetzung und Teamgröße zu Problemen führen. Wenn zuvor keine klaren Absprachen für die Nutzung der Facebook-Gruppe festgelegt wurden, können Teammitglieder verstimmt reagieren, wenn die Teamleitung auf ihre Posts nicht unmittelbar reagiert.</p>
<p>Facebook bietet in Gruppen zwar die Möglichkeit Dokumente anzulegen und diese gemeinsam zu pflegen und zu kommentieren. Die Inhalte dieser Dokumente sind jedoch nicht in gängige Dokumentenformate exportierbar. Einzig die Tastenkombinationen STRG+C und STRG+V ermöglichen den Transfer der Daten.</p>
<p><strong>Vorsicht Timeline</strong></p>
<p>Positiv ist, dass die Dokumente nicht in der Timeline der Gruppe verschwinden und immer weiter nach unten rutschen, wenn neue Diskussionspunkte aufkommen. Sie können gezielt unter “Docs” abgerufen werden.</p>
<p>Doch bei mehreren Diskussionen wird die Timeline trotzdem schnell zum Problem, dann ist Scrollen gefragt und wehe die gesuchte Information versteckt sich in den von Facebook verborgenen Kommentaren. “Alle 87 Kommentare anzeigen” zu lassen und das bei möglichwerweise über 50 Diskussionsbeiträgen wird dann zur Katastrophe.</p>
<p>Facebook und Google+ sind eben nicht dazu ausgelegt, Informationen zu verwalten. Sie bieten eine Möglichkeit zur schnellen Kommunikation und zur Speicherung dieser. Zudem bleiben Antworten zum jeweiligen Urspungspost zugeordnet. Zusammenhängende Posts lassen sich jedoch nicht verknüpfen oder manuell thematisch sortieren.</p>
<p>Außerdem lassen sich nicht mehrere Kommunikationsstränge für unterschiedlich spezialisierte Untergruppen des Teams anlegen. Dazu sind weitere eigenständige Facebook-Gruppen notwendig. Zudem kann Facebook jederzeit Einfluss auf die Gruppen nehmen oder Gruppen ganz löschen. <a title="Spiegel.de | Euer Internet ist nur geborgt" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,827995,00.html" target="_blank">Es gibt immerhin bereits Berichte über Facebook Seiten, die vom US-Konzern gelöscht wurden</a>. Auch durch technische Neuerungen können bisher genutzte Funktionen nicht mehr benutzbar werden.  Aber gibt es Tools, die die Schwachpunkte von Social Networks nicht haben?</p>
<p><strong>Ein alter Bekannter als Lösung</strong></p>
<p>Klassische Internetforen lassen ebenso die schnelle Abstimmung und Kommunikation zu, die Social Networks bieten. Sie haben zudem den Vorteil, dass sich mehrere Diskussionslinien in einem Forum kombinieren lassen und Kommentare chronologisch oder umgekehrt chronologisch, wie in Blogs, sortiert werden können.</p>
<p>Die Navigation zwischen unterschiedlichen Themen wird zudem nicht durch den Veröffentlichungszeitpunkt wie in einer Timeline erschwert, sondern durch eine alphabetische, thematische oder individuelle Auflistung der Themenschwerpunkte erleichtert. So können Fragen zum Layout einer Internetseite in dem dazu gehörigen Thread gesammelt werden, während inhaltliche Diskussionen in einem anderen Thread geklärt werden können. Neue Kommentare in einer der Diskussionen sorgen dabei nicht automatisch für die Verdrängung der älteren Kommentare der anderen Diskussion.</p>
<p>Foren haben jedoch den Nachteil, dass sie eine Pushfunktion der Nutzer benötigen. Diese müssen sich gezielt im Forum anmelden, um neue Informationen zu erhalten. Einige Forensoftwareanbieter haben inzwischen E-Mail Benachrichtigungsfunktionen ergänzt, doch diese sind meist nicht bis ins Detail konfigurierbar, sodass schnell das E-Mail Postfach wieder zu ist.</p>
<p>Viele Foren haben zudem noch ein weiteres Problem: Sie sind optisch nicht sehr ansprechend, häufig gar langweilig gestaltet. Funktionalität ohne angenehmes Design? Selbst bei Google scheint dies zu stimmen, denn die bei Google Sites integrierbare Forenfunktion lässt ebenfalls im Design zu wünschen übrig.</p>
<p><strong>Vitamin P mit Tücken</strong></p>
<p>Für welches Kommunikationstool man sich entscheidet, hängt maßgeblich von der Gruppengröße des Teams und von der Art des Projekts ab. Doch die optimale Lösung scheint es noch nicht zu geben.</p>
<p>Für Studenten gibt es die <a title="Vitamin P | Projektmanagement für Studenten" href="http://www.vitap.de/" target="_blank">Plattform Vitamin P</a>, die sich noch in der Beta-Phase befindet. Vitamin P vereinigt die To Do-Funktion mit einem Forum, sowie mit Milestones, einem Kalender, einem Mail-Formular und einer Datei Up- und Downloadfunktion. Doch was nützt die Kombination all dieser Projekttools, wenn für Vitamin P gesonderte Anmeldedaten benötigt werden, eine E-Mail Benachrichtigungsfunktion nicht angeboten wird und die Kommunikation deswegen doch auf anderem Wege stattfindet?</p>
<p><strong>Was bleibt ist Realität</strong></p>
<p>Das Beispiel von Vitamin P zeigt, dass es weniger auf das worüber kommuniziere ich ankommt. Das Team muss sich für eine Plattform oder ein Tool aus Überzeugung entscheiden, denn nur dann wird es auch genutzt.</p>
<p>Mir ist noch kein für alle freies Projekttool, das Vitamin P ähnelt, über den Weg gelaufen. Bei YOUdaz nutzen wir Google Docs zum Arbeiten an den Beiträgen, Mails für ein Update und Facebook oder Skype für die direkte Kommunikation zwischen den Autoren. Zudem haben wir in einem Google Sites Wiki unsere Beitragsplanung und Tutorials festgehalten. Wie sieht es bei euch aus? Kennt ihr ein solches Tool? Welche Erfahrungen habt ihr in der Nutzung von Tools bei der Projektarbeit gemacht?</p>
<div class="important_block message-block"><p class="printonly"><strong>Important!</strong></p>
<h6 style="padding-left: 30px;"><strong>Tools und Plattformen</strong></h6>
<p style="padding-left: 30px;" class="first-p"><strong><a href="http://www.mozilla.org/de/thunderbird/" target="_blank">Thunderbird</a>:</strong> Ein frei verfügbarer Desktop Mail-Client<strong></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><a href="http://www.skype.com/intl/de/home" target="_blank">Skype</a>:</strong> Ein Voice over IP Dienst mit dem sich Gruppentelefonate und Gruppenchats einfach realisieren lassen.<strong></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><a href="http://www.facebook.com" target="_blank">Facebook</a>:</strong> Das bekannte Social Network bietet Gruppen für die kollaborative Arbeit an einem Projekt an.<strong></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><a href="http://plus.google.com/" target="_blank">Google+</a>:</strong> Googles Social Network bietet zwar keine Gruppen an, dafür lassen sich über die Hangouts auch Videotelefonate mit mehreren Teammitgliedern umsetzen.<strong></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><a href="http://docs.google.com/" target="_blank">Google Docs</a>:</strong> Das Office in der Cloud, neben Textdokumenten lassen sich Präsentationen, Kalkulationen, Grafiken und Formulare online erstellen und durch mehrere Nutzer bearbeiten.<strong></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><a href="http://sites.google.com/" target="_blank">Google Sites</a>:</strong> Google Sites ermöglicht das Erstellen von Wikis und Webseiten.<strong></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><a href="http://www.bboard.de/" target="_blank">BBoard</a>:</strong> Eine kostenlose Forensoftware.<strong></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><a href="http://piratepad.net/front-page/" target="_blank">PiratePad</a>:</strong> Das Pad erlaubt es mehreren Personen in Echtzeit einen Text zu bearbeiten und neben der Textbearbeitung im Bearbeitungsfenster zu chatten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><a href="http://www.vitap.de/" target="_blank">Vitamin P</a>:</strong> Eine Projektmanagement &#8211; Plattform für Studentenprojekte.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><a href="http://www.diigo.com/" target="_blank">Diigo</a>:</strong> Ein Social Bookmarking Dienst, der das Teilen und Kommentieren von Links in öffentlichen und privaten Gruppen erlaubt. Zudem sind Screenshots von Seitenausschnitten und das Cachen einzelner Seiten möglich.</p>
<p></div><br />
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		<title>Ein Gottschalk kann noch keine Sendung retten</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 19:29:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Krauß</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Einschaltquoten]]></category>
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		<category><![CDATA[Richard Gutjahr]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 7. Juni 2012 gehen im Berliner Humboldt-Carré die Lichter aus. Dann ist Schluss für “Gottschalk live”, dass bereits seit Anfang April nicht mehr live ist. Die ARD-Vorsitzende Monika Piel bedauert: “Ich finde es schade, dass “Gottschalk live” beim Publikum nicht den Zuspruch gefunden hat, den wir diesem Format alle gewünscht haben.” Dass der Talk &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2012/04/19/ein-gottschalk-kann-noch-keine-sendung-retten/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 7. Juni 2012 gehen im Berliner Humboldt-Carré die Lichter aus. Dann ist Schluss für “Gottschalk live”, <a title="DWDL.de : Schnipsel TV Nichts Mehr Live Bei Gottschalk Live" href="http://www.dwdl.de/nachrichten/35546/schnipseltv_nichts_mehr_live_bei_gottschalk_live/" target="_blank">dass bereits seit Anfang April nicht mehr live ist</a>. Die ARD-Vorsitzende Monika Piel bedauert: “<a title="ARD Pressemitteilung: Gottschalk live Ende" href="http://www.ard.de/intern/ard-gottschalk-live-ende/-/id=1886/nid=1886/did=2441576/1pro60c/index.html" target="_blank">Ich finde es schade, dass “Gottschalk live” beim Publikum nicht den Zuspruch gefunden hat, den wir diesem Format alle gewünscht haben</a>.” Dass der Talk nicht den Zuspruch bekam, den er verdient hätte, ist jedoch hausgemacht. Gottschalk konnte die Sendung nicht retten. Die ARD hat die Premierenfolge zum Experimentierfeld gemacht und damit einen tödlichen Fehler begangen. Das Format konnte nach Folge eins nur noch Scheitern.</p>
<p>Der Sendeplatz um 19.20 Uhr ist bei der ARD nicht einfach. Das müsste in der ARD eigentlich schon lange bekannt sein. Dort hat man ja bereits viel ausprobiert. Bereits im Februar 2008 titelte Spiegel Online “<a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,535234,00.html" target="_blank">Bruce Darnell schmiert ab</a>” &#8211; wir erinnern uns kurz an den Versuch eine Beauty-Tipp-Show am ARD Vorabend etablieren zu wollen.</p>
<p>Die Styling Show kam schlicht von Anfang an nicht auf einen grünen Zweig, weil sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk an einem Format versuchte, das die Fernsehzuschauer nicht vor der Tagesschau erwarten. Thomas Gottschalk ist jedoch öffentlich-rechtlicher Rundfunk und an Gottschalk könnte man sich auch vor der Tagesschau gewöhnen. Der erste Eindruck muss überzeugen, das ist für eine neue Sendung entscheidend.</p>
<p><strong>Interviews brauchen Zeit und keine Werbung</strong></p>
<p>Dank großer PR- und Marketinggeschütze erreichte die erste Ausgabe von “Gottschalk live” auch entsprechende<a href="http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&amp;p2=54544&amp;p3=" target="_blank"> 4,3 Millionen Zuschauer und 14,6 Prozent Marktanteil </a>beim Gesamtpublikum. Doch die Programmierung der Werbepausen war katastrophal und nicht auf das Konzept abgestimmt. Die ARD begriff nicht, dass man ein Talkformat nicht durch Werbung zerstückeln kann. Ein Gespräch muss sich entwickeln können, dass war auf Grund der Rahmenbedingungen nicht möglich. Spannung lässt sich in einem live Gespräch nicht durch einen 20 Sekunden Clip steigern.</p>
<div id="attachment_3015" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Gottschalk_Live_Einschaltquoten.png&amp;filetimestamp=20120418145927" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-3015" title="800px-Gottschalk_Live_Einschaltquoten" src="http://www.youdaz.com/wp-content/uploads/2012/04/800px-Gottschalk_Live_Einschaltquoten-300x225.png" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">(c) Luthermütze, Wikipedia.org / Stand 12. April 2012</p></div>
<p>Der Verlauf der Einschaltquoten <em>(siehe Grafik)</em> macht deutlich, dass “Gottschalk Live” innerhalb der ersten Woche rund drei Millionen Zuschauer verloren hat und sich der eine-Million-Zuschauer-Marke näherte, die mit Folge 12 in der dritten Sendewoche erstmals unterschritten wurde. Der Marketingeffekt ist nach Folge 1 verpufft. Der Zuschauer wurde schlicht abgeschreckt.</p>
<p>Psychologisch gesehen ist es nur natürlich, dass danach aus dem Format nichts mehr wurde. Wer nach Folge 1 überzeugt ist, das kann ich mir nicht anschauen, der wird nach drei Wochen und auch nach drei Monaten nicht plötzlich sagen: Das schaue ich mir jetzt doch wieder an. Da half es dann auch nicht, dass während des Rettungsversuchs im März die gleichen Radiospots geschaltet wurden, die Gottschalk live bereits im Januar als neue ARD Sendung angekündigt hatten.</p>
<p><strong>Auf dem Zweiten wirbt man besser</strong></p>
<p>Nun kehrt die ARD wieder zum Programmschema der Prä-Gottschalk-Ära zurück und setzt auf Kopien der erfolgreichen ZDF Serien, anstatt ein eigenes Profil zu entwickeln. Wenn man etwas vom ZDF abgucken kann, dann wie die Mainzer in der Zeit zwischen 19 Uhr und 20 Uhr mit Werbeunterbrechungen umgehen.</p>
<p>Der Ansatz die Sozialen Netzwerke in eine Sendung zu integrieren war bei Gottschalk live zu zaghaft. Aber der Versuch war spannend. Wenn Gottschalk über Skype mit Zuschauern gesprochen hat, war das ein Plus &#8211; Element der Sendung. Leider verschwand es mit der Neukonzeption im März.</p>
<p>An der Kombination aus Online und linearem Fernsehen wird die ARD langfristig nicht mehr  vorbei kommen. Warum dann nicht mutig experimentieren? Richard Gutjahrs Rundshow &#8211; Idee taugt für die ARD. <a title="Rundshow Blog: Arabischer Frühling, Todesstrafe, iPhone - Die Themen der Rundshow" href="http://rundshow.gutjahr.biz/2011/09/arabischer-fruhling-todesstrafe-iphone-die-themen-der-rundshow/" target="_blank">Sie soll zwar auch keine reine Talksendung werden, für die es am frühen Abend keine Konkurrenz gibt, aber die Menschen schon den ganzen Tag über das Netz fesseln</a>.</p>
<p><strong>Wer nicht experimentiert wird abgeschaltet?</strong></p>
<p>Netzaffine Menschen, das sind nicht nur Teens und Twens, ließen sich so zur ARD locken und mit einem genau geplanten Werbekonzept auch dort halten. Wer dazu eingeladen wird tagsüber das Programm mitzugestalten, schaut nach Feierabend auch, wie das Endprodukt aussieht.</p>
<p>Der Senderverbund muss nur Mut zeigen, dann wird er auch belohnt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist nicht primär der Quote verpflichtet. Das zeigen die Experimente auf den digitalen Spartenkanälen, auf denen viele intelligent und gut gemachte Formate gezeigt werden. Ohne die Lust für Experimente heißt es sonst im Hauptprogramm auch bei den “Heiter bis tödlich” -Serien und  “Null gewinnt”: Grund für die Absetzung ist die geringe Publikumsresonanz.<br />
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</ul>
 <p><a href="http://www.youdaz.com/?flattrss_redirect&amp;id=3012&amp;md5=c01c4e2431dcd1ec6b20c77d7738d04f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.youdaz.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Augsburger Puppenkiste nicht mehr zeitgemäß? &#8211; Doch!</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 13:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Krauß</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Augsburger Puppenkiste]]></category>
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		<category><![CDATA[zeitgemäß]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Kinderkanal stufte im Herbst 2011 die Sendungen der Augsburger Puppenkiste als &#8220;nicht mehr zeitgemäß ein&#8220;: Den Kindern heutzutage ist das Marionettenspiel zu langsam erklärte die Kika-Sprecherin Gabriele Noll im Herbst die Entscheidung des Senders keine weiteren Ausstrahlungen der Puppenkiste vorzunehmen. Man habe bei der zuletzt gezeigten Reihe der Augsburger Puppenkiste Einschaltquoten erreicht, die okay &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2012/03/21/augsburger-puppenkiste-nicht-mehr-zeitgemaes-doch/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kinderkanal stufte im Herbst 2011 die Sendungen der Augsburger Puppenkiste als &#8220;<a title="DWDL.de: BR-Intendant macht sich für Urmel - Rückkehr stark" href="http://www.dwdl.de/nachrichten/35264/brintendant_macht_sich_fuer_urmelrueckkehr_stark/" target="_blank">nicht mehr zeitgemäß ein</a>&#8220;:</p>
<blockquote><p><a title="Augsburger Allgemeine: Jim Knopfs traurigste Reise" href="http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Augsburger-Puppenkiste-Jim-Knopfs-traurigste-Reise-id17120531.html" target="_blank">Den Kindern heutzutage ist das Marionettenspiel zu langsam</a></p></blockquote>
<p>erklärte die Kika-Sprecherin Gabriele Noll im Herbst die Entscheidung des Senders keine weiteren Ausstrahlungen der Puppenkiste vorzunehmen. Man habe bei der zuletzt gezeigten Reihe der Augsburger Puppenkiste Einschaltquoten erreicht, die okay gewesen seien. Allerdings hätten nicht die Kinder eingeschaltet, sondern Erwachsene.</p>
<p>Nun möchte der Intendant des BR, Ulrich Wilhelm, die Augsburger Puppenkiste wieder ins Fernsehen bringen.<img title="Weiterlesen..." src="https://outofmessel.wordpress.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /> In einem Interview erklärte Wilhelm laut dpa:</p>
<blockquote><p>Die Figuren sind Klassiker [...] und die liebevolle Umsetzung spricht meiner Meinung nach auch die Kinder von heute an. (Quelle: <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Augsburger-Puppenkiste-bald-wieder-im-TV-id19280591.html" target="_blank">Augsburger Allgemeine</a>)</p></blockquote>
<p>Zudem wurde in der dpa Meldung vom br betont: &#8220;Es sei jedoch wichtig, dass die möglichen Ausstrahlungen zeitgemäß seien&#8221; (Quelle: <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Augsburger-Puppenkiste-bald-wieder-im-TV-id19280591.html" target="_blank">Augsburger Allgemeine</a>).</p>
<p><strong>Zeichentrick ist &#8220;zeitgemäß&#8221; ?</strong></p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 262px"><img title="Augsburger Puppenkiste" src="https://outofmessel.files.wordpress.com/2012/03/augsburger_puppenkiste.jpg" alt="" width="252" height="188" /><p class="wp-caption-text">Logo der Augsburger Puppenkiste, Foto: Martin Krauß</p></div>
<p>Die Klassiker der Augsburger Puppenkiste sind damit nun auch vom Bayrischen Rundfunk als &#8220;nicht mehr zeitgemäß&#8221; abgestempelt worden. Es ist zwar gut, dass über neue Projekte mit der Augsburger Puppenkiste nachgedacht wird, aber zeitgemäße austauschbare Serienware, wie sie derzeit überwiegend im Kinderkanal gesendet wird, kann ich mir von der Puppenkiste nicht vorstellen.</p>
<p>Waren noch zu Beginn des neuen Jahrtausends viele Realfilmserien und -filme im Kinderkanal zu finden, ist dieser inzwischen durch Zeichentrickserien und -Reihen dominiert. Hier hat über Jahre hinweg eine Anpassung an die private Konkurrenz stattgefunden.</p>
<p>Als Konstante, was Serien und Filme mit Realfilmcharakter betrifft, ist im Kinderkanal noch die 20 Uhr bis 21 Uhr Schiene geblieben. Im Tagesprogramm ist vor allem <em>Schloss Einstein</em> noch der Fels in der Brandung. Doch sowohl das Abendprogramm, als auch <em>Schloss Einstein</em> richtet sich an eine ältere Zielgruppe.</p>
<p>Für Kindergartenkinder und Grundschüler wird vor allem Zeichentrick gezeitg, der zum Teil wenig mit der Realität zu tun hat und austauschbar ist. Anzeichen deutscher Kultur sind in der Inszenierung dieser Serien kaum erkennbar.</p>
<p><strong>US-Studie: Zeichentrickfilme beeinflussen Kinder im Vorschulalter negativ</strong></p>
<p>Aktuelle Studien aus den USA beschäftigen sich mit den Auswirkungen von temporeichen und reizüberflutenden Zeichentrickprogrammen:</p>
<blockquote><p>Researchers from the University of Virginia showed 60 4-year olds a 9-minute chunk of what they call an &#8220;animated kitchen sponge&#8221; cartoon. The experts then tested the children&#8217;s memory and thinking skills and compared their scores to other youngsters, who had watched a slow-paced educational cartoon or drew pictures with crayons and markers. (Quelle: <a href="http://thechart.blogs.cnn.com/2011/09/12/study-some-cartoons-are-bad-for-childrens-brains/" target="_blank">http://thechart.blogs.cnn.com</a>)</p></blockquote>
<p>Die Wissenschaftler der Universität Virginia zeigten 60 vier Jahre alten Kindern einen neun Minuten dauernden schnell geschnittenen und nichtbildenden Zeichentrickfilm. Anschließend wurde das Gedächtnis der Kinder und ihre kognitiven Fähigkeiten mit Kindern verglichen, die einen langsam geschnittenen und bildenden Zeichentrickfilm gesehen hatten, oder Bilder mit Bunt- oder Filzstiften gemalt hatten.</p>
<blockquote><p>The pre-schoolers who watched the fast-paced shows did much worse on the thinking tests than those in the  two other groups. (Quelle: <a href="http://thechart.blogs.cnn.com/2011/09/12/study-some-cartoons-are-bad-for-childrens-brains/" target="_blank">http://thechart.blogs.cnn.com</a>)</p></blockquote>
<p>Die Kinder im Vorschulalter, die den schnellen, hektischen Zeichentrickfilm gesehen haben, hatten mehr Probleme bei den anschließenden Tests, als die beiden anderen Gruppen.</p>
<blockquote><p>The researchers suspect that the brain gets overtaxed or tired from all of the stimulation from the fast-paced cartoons leading to lower scores. (Quelle: <a href="http://thechart.blogs.cnn.com/2011/09/12/study-some-cartoons-are-bad-for-childrens-brains/" target="_blank">http://thechart.blogs.cnn.com</a>)</p></blockquote>
<p>Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Gehirn von den temporeichen Zeichentrickfilmen überfordert und müde wird, sodass es weniger leistungsfähig ist.</p>
<p>Die Studie ist ein Pro-Argument für die Mehrteiler der Augsburger Puppenkiste.</p>
<p><strong>Augsburger Puppenkiste fördert Kreativität und Fantasie</strong></p>
<p>&#8220;Jim Knopf&#8221;, &#8220;Urmel aus dem Eis&#8221; oder &#8220;Das Sams&#8221; überzeugen die Kinder auch heute noch. In den Zeichentrickfassungen sind sie häufig hektisch und mit visuellen Reizen überfrachtet. Die Inszenierungen der Augsburger Puppenkiste lassen den Kindern dagegen die Freiheit zu träumen.</p>
<p>Die Mehrteiler der Puppenkiste sind zum Kulturgut der BRD geworden. Sie vermitteln Werte, die noch immer aktuell sind. Sie regen die Kinder zur kreativen Auseinandersetzung mit den Figuren an und lassen Zeit und Raum für Fantasie.</p>
<p>Genau das vermisse ich bei den aktuellen Produktionen für Kinder. Häufig sind diese an die Trends der Erwachsenen anbiedernd. Auch bei Kinderproduktionen wird auf eine Steigerung des Tempos gesetzt und der öffentlich-rechtliche Kinderkanal macht da leider mit.</p>
<p>Warum sind bei all dem Tempo die Zeichentrickfilme von Walt Disney so erfolgreich? Sie lassen ebenfalls Zeit für Fantasie. Das macht den Zauber von Walt Disney aus und auch den Zauber der Augsburger Puppenkiste. Zeit zum Träumen ist doch ein Schlüssel zum Glück in der temporeichen Welt.</p>
<p><strong>Weniger Tempo, spannende Geschichten</strong></p>
<p><strong></strong>Auf die Ausstrahlung der Klassiker aus Augsburg sollte der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht verzichten. Zugleich müssen neue Geschichten gefunden werden, die Kinder heute ansprechen. Diese müssen jedoch nicht wie <em>Lilalu im Schepperland</em> auf 13 Folgen ausgebreitet werden, die dazu noch zwanghaft modernisiert wirken.</p>
<p>Macht die Augsburger Puppenkiste wieder zu einem Event, zu einem einzigartigen TV-Erlebnis, dass zum Beispiel an den vier Adventssonntagen zum Träumen einlädt.</p>
<p>Die zahlreichen ausverkauften Theatervorstellungen in Augsburg beweisen doch, dass Kinder von dem Puppentheater noch immer fasziniert sind.</p>
<p><div class="notice_block message-block"><p class="printonly"><strong>Notice</strong></p><em></em></p>
<p class="first-p"><em><a href="http://outofmessel.wordpress.com/2012/03/20/augsburger-puppenkiste-nicht-mehr-zeitgemas/" target="_blank">Dieser Beitrag wurde zuerst im Blog von Martin Krauß veröffentlicht</a>. </em></div><br />
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		<title>Diskurs: Internet-Kurzsprint des Deutschlandfunks</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 10:39:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Krauß</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Öffentlich-Rechtliche im Internet: Das bedeutet Entscheidungsprozesse in Marathon-Länge. Dies ist zumindest das Bild, das Außenstehende im Kopf haben &#8211; meist zurecht. Bei Diskurs@Deutschlandfunk soll es anders gewesen sein. “Das Projekt ist sehr schnell entstanden”, sagt Markus Heidmeier, Projektleiter des Portals. Zwischen den Vorbereitungen und der Realisierung des Portals seien nur wenige Wochen vergangen. Diskurs@Deutschlandfunk ist &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2012/02/10/diskurs-internet-kurzsprint-des-deutschlandfunks/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Öffentlich-Rechtliche im Internet: Das bedeutet Entscheidungsprozesse in Marathon-Länge. Dies ist zumindest das Bild, das Außenstehende im Kopf haben &#8211; meist zurecht. Bei <a href="http://diskurs.dradio.de/" target="_blank">Diskurs@Deutschlandfunk</a> soll es anders gewesen sein. “Das Projekt ist sehr schnell entstanden”, sagt Markus Heidmeier, Projektleiter des Portals. Zwischen den Vorbereitungen und der Realisierung des Portals seien nur wenige Wochen vergangen.</p>
<p>Diskurs@Deutschlandfunk ist der Versuch die Themen der DLF-Jubiläumskonferenz <a title="Begleitblog zur Konferenz" href="http://dlf50.org/" target="_blank">“Der Ort des Politischen in der digitalen Medienwelt”</a> mit einem breiteren Publikum zu diskutieren. Die Konferenz “war eine Veranstaltung auf der wir viele Fragen gestellt haben, ohne dass wir ausreichende Antworten bekommen haben”, erklärte Willi Steul, Intendant des Deutschlandfunks, zu Beginn der <a href="http://diskurs.dradio.de/2012/02/08/wie-das-netz-die-demokratie-verandert-die-erste-berliner-debatte-digital-heute-ab-17-uhr-mit-livestream/" target="_blank">Kick-off Veranstaltung in Berlin</a>. Er ist überzeugt: “Wer heutzutage behauptet, er weiß, wie sich die Kommunikation und die Massenkommunikation über die modernen Medien entwickelt, lügt. Es gibt keine Antwort.&#8221;</p>
<p>Mit Diskurs@Deutschlandfunk wollen sich die <a href="http://www.dradio.de/" target="_blank">Deutschlandradio &#8211; Sender</a> den Herausforderungen der Zukunft stellen. Der Programmdirektor des Deutschlandradios, Andreas-Peter Weber, erklärt in einem <a href="http://diskurs.dradio.de/about/" target="_blank">Videointerview zum Start des Portals</a>: “Wir müssen uns auch Gedanken darüber machen: Wie erreichen wir Personen in einem Zeitalter, in dem eben das Radio kein klassisches Medium mehr ist, was jeder automatisch hört.”</p>
<p>Erfolgreich kann das neue Debattenportal jedoch nur sein, wenn der Deutschlandfunk damit nicht die Lösung für die eigene Arbeit im Internet suchen will. Webers Hoffnung, Erfahrungswerte sammeln zu können ist nachvollziehbar. Es ist auch legitim, dass er wissen will, ob das Debattenportal von den Hörern akzeptiert wird. Der Deutschlandfunk muss jedoch aufpassen nicht zu vorsichtig zu agieren.</p>
<p><strong>Ein Portal bringt noch keine eigene Rolle im Netz</strong></p>
<p>Die <a href="http://diskurs.dradio.de/2012/02/06/die-internetrevolution-ist-dramatisch-auch-aus-historikerperspektive/" target="_blank">derzeit auf Diskurs@Deutschlandfunk verfügbaren Videos</a> wurden Anfang Januar auf der Jubiläumskonferenz aufgezeichnet. In der Netzszene sind die Debatten darüber, wie das Internet den Journalismus verändert, jedoch fast schon überholt. Die Suche nach der eigenen Rolle im Internet kann nicht allein durch ein Portal erfolgreich sein.</p>
<p>ACTA, Datenschutz und die <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/media/facebook381.html" target="_blank">Datengier von Facebook</a> und Google sind die aktuell prägenden Themen im Netz und sollten es auch im Journalismus sein. Deren Auswirkungen auf die Internetnutzer und somit auch auf die Arbeit von Journalisten sind es wert diskutiert zu werden. Der Deutschlandfunk hat im Januar zumindest angekündigt auch über eDemocracy, Open Data und Open Government diskutieren zu wollen &#8211; wenn diese Themen bereits bald angegangen werden, kann Diskurs@Deutschlanfunk ein Erfolg werden.</p>
<p>Auch die <a href="http://carta.info/41340/schoner-debattieren-vocer-und-diskursdeutschlandradio/#comment-27661" target="_blank">Einladung an Carta-Autor Matthias Schwenk einen Beitrag für das Portal zu schreiben</a>, <a href="http://carta.info/41340/schoner-debattieren-vocer-und-diskursdeutschlandradio/" target="_blank">in dem er seine geäußerte Kritik noch einmal aufgreift,</a> zeigt eine für die Öffentlich-Rechtlichen ungewohnte Offenheit.</p>
<p><strong>Mit Frauen gegen einen drohenden Shitstorm</strong></p>
<p>Das Portal krankt derzeit noch daran, dass es vor allem Beiträge von Männern aus der Politik, dem Journalismus und der Medienbranche anbietet. Markus Heidmeier versuchte während der Kick-off Veranstaltung in Berlin zu beruhigen: “Bevor jetzt ein gewaltiger Shitstorm über die Macher der Seite niederregnet: Wir haben bereits mit mehreren Autorinnen über Debattenbeiträge verhandelt.”</p>
<p>Als Gastautorin wurde unter anderem Jeanette Hofmann, Gründungsdirektorin des <a href="http://hiig.de/" target="_blank">Institut Internet und Gesellschaft</a>, gewonnen. Matthias Schwenk kann also getrost seinen Gastbeitrag schreiben, ohne dem Portal als weiterer männlicher Autor zu schaden.</p>
<p>Den Verantwortlichen in Köln und Berlin bleibt zu wünschen, dass Diskurs@Deutschlandfunk ein Erfolg wird. Die Offenheit für neue Beiträge und für Kritik, zeigt, dass der Diskurs ernst gemeint ist.<br />
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		<title>Podcast, DABplus &#8211; Das Radio der Zukunft?</title>
		<link>http://www.youdaz.com/2012/01/29/podcast-dabplus-das-radio-der-zukunft/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 10:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Krauß</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Daniel Fiene ist Journalist und moderiert bei DRadio Wissen und Antenne Düsseldorf. Auch im Netz ist er aktiv: Zusammen mit Herrn Pähler macht er das „Was mit Medien. Medienmagazin“. Dorothee Frey, Pascal Tannich und Martin Krauß haben mit ihm in dieser Woche über Podcasting, Radio und deren Zukunft gesprochen. Das Interview ist eine gekürzte Version &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2012/01/29/podcast-dabplus-das-radio-der-zukunft/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Daniel Fienes privates Blog" href="http://www.mywebwork.de/fiene.tv/" target="_blank">Daniel Fiene</a> ist Journalist und moderiert bei <a title="DRadio Wissen" href="http://wissen.dradio.de/" target="_blank">DRadio Wissen</a> und <a title="Daniel Fiene bei Antenne Düsseldorf" href="http://www.antenneduesseldorf.de/web/sender/standards/team/danielfiene.php" target="_blank">Antenne Düsseldorf</a>. Auch im Netz ist er aktiv: Zusammen mit Herrn Pähler macht er das <a title="Was mit Medien.Medienmagazin" href="http://www.wasmitmedien.de/" target="_blank">„Was mit Medien. Medienmagazin“</a>. <a title="Blog von Dorothee Frey" href="http://goldnautumn.wordpress.com/" target="_blank">Dorothee Frey</a>, <a title="Blog von Pascal Tannich" href="http://openairbrain.wordpress.com/2012/01/28/projektende-wintersemeste/" target="_blank">Pascal Tannich</a> und <a title="Blog von Martin Krauß" href="http://outofmessel.wordpress.com" target="_blank">Martin Krauß</a> haben mit ihm in dieser Woche über Podcasting, Radio und deren Zukunft gesprochen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Das Interview ist eine gekürzte Version des geführten Skype-Interviews. Das vollständige Gespräch gibt es zum Anhören auf <a title="Daniel Fiene: Das Radio der Zukunft | Audio auf dlf50.org" href="http://dlf50.org/2012/01/daniel-fiene-podcast-dabplus-das-radio-der-zukunft-audio/" target="_blank">dlf50.org</a><em>.</em></strong></p>
<p><strong>Herr Fiene, Sie machen Was mit Medien. Was machen Sie da genau? Worum geht es da?</strong></p>
<p><em>Was mit Medien</em> ist ein Audio-Medienmagazin, das es schon seit Ende 2004 gibt. <a title="Was mit Medien | Über das Projekt" href="http://www.wasmitmedien.de/uber-das-projekt/" target="_blank">Wir </a>haben damals beim Campusradio in Münster bei <a title="Radio Q" href="http://www.radioq.de/" target="_blank">Radio Q</a> zusammen diese Abendsendungen gestartet und mittlerweile sind wir schon bei <a title="Was mit Medien Podcast Nr. 268" href="http://www.wasmitmedien.de/2012/01/27/folge-268/" target="_blank">Ausgabe 268</a>. Zunächst ging es eigentlich hauptsächlich darum, wie man in die Medien rein kommt und wie das funktioniert. Es hat sich aber so weiterentwickelt, dass wir zwar auch diese Fragen beantworten, aber uns jede Woche auch fragen: Okay, was war noch in dieser Woche wichtig? Den Podcast gibt es natürlich schön auf die Ohren, bei uns auf der Webseite, allerdings transkribieren wir viele Interviews noch. Dann haben auch die Leute, die nicht so gerne Audio hören, noch was davon.</p>
<p><strong>Was unterscheidet denn einen Podcast von einer Radiosendung? Können Podcaster mit ihren Live-Streams Radio ersetzen?</strong></p>
<div id="attachment_2428" class="wp-caption alignright" style="width: 200px"><img class=" wp-image-2428  " title="Daniel Fiene" src="http://www.youdaz.com/wp-content/uploads/2012/01/mz8rspyf.bmp" alt="" width="190" height="184" /><p class="wp-caption-text">Foto: Daniel Fiene</p></div>
<p>Es ist erst mal natürlich ein ganz anderer Verbreitungsweg. 2007/2008, da gab es so einen richtigen Hype. Es gibt ja immer eine gewisse Aufmerksamkeitskarawane, die durch die großen Medien wandert, und da hieß es eine Zeit lang: Podcasting, das ist das neue Radio. Das ist natürlich völliger Quatsch. Podcasting ist einfach ein Distributionszweig. Das ist eine Technik, die aber dank dieses Hypes viele Hörer kennen und schätzen gelernt haben, sodass das eigentlich eine sehr gute Alternative ist.</p>
<p>Bei uns ist das sogar so, dass wir eigentlich nur wegen des Podcasts bekannt geworden sind. Wir haben in Münster unsere Radiosendung gemacht und die Version ohne Musik dann als Podcast zur Verfügung gestellt. Da haben wir dann natürlich nicht nur die medieninteressierten Leute in Münster erreicht, sondern auf einmal weltweit alle deutschsprachigen medieninteressierten Leute.</p>
<p><strong>Sie moderieren bei DRadio Wissen den Online-Talk. DRadio Wissen sendet nicht, wie die meisten anderen Radiosender, über UKW. Dafür ist er im Internet mit Podcasts präsent. Wie beurteilen Sie diese Strategie?</strong></p>
<p>Diese Strategie ist ja nicht ganz unfreiwillig, das hat wirklich auch medienpolitische Gründe. Aber ich glaube, das ist nicht die schlechteste Strategie. DRadio Wissen muss sich jetzt mit diesen Gegebenheiten auseinandersetzen. Ich glaube, dass sie da einen verdammt guten Job machen, denn im Prinzip ist das schon eine Vorbereitung auf die Radiosender der Zukunft. Diese werden sich viel stärker an gewissen Themenzielgruppen orientieren.</p>
<p>Da die UKW-Technologie immer weniger interessant wird für den Radiomarkt, weil sie in einigen Jahren irgendwann vielleicht sogar abgeschaltet wird, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Ich glaube es geht dahin, dass so ungefähr jeder Livestyle seinen eigenen Radiosender bekommen wird. Das man sozusagen nicht mehr vertikal, sondern horizontal durch die Radiolandschaft denken muss.</p>
<p><strong>Sie haben mal gesagt, dass Radiosender dann besonders gut sind, wenn sie sich speziell an ein Publikum richten. Sehen Sie solche Sender in der deutschen Senderlandschaft?</strong></p>
<p>Ja, ich glaube wenn ein Sender weiß, wie das Lebensgefühl seiner Hörer aussieht, dann ist der Sender wirklich richtig gut. Ein massenkompatibles Konzept hat glaube ich <a title="radioeins" href="http://www.radioeins.de/" target="_blank">radioeins</a> – radioeins ist eigentlich für Berlin und Brandenburg da. Allerdings sprechen sie ganz eindeutig den Metropolbürger in Berlin an. Das merkt man daran, wie sie Musik machen und wie sie Themen setzen. Also, dass nach Amy Winehouse direkt ein 5-minütiges politisches Gespräch mit irgendeinem Bundesvorsitzenden einer Partei kommt und das auch noch live. Das ist eigentlich total unüblich in einer normalen Pop-Welle, die sonst Amy Winehouse spielen würde. Eine gewisse Metropolklientel in Berlin liebt diesen Sender einfach abgöttisch und ich glaube, das ist auch ein gewisses Zeichen.</p>
<p><strong>Auch Podcasts richten sich ja an ein sehr spezifisches Publikum. Sehen Sie hier eine Parallele?</strong></p>
<p>Absolut und das ja auch nicht ganz unerfolgreich &#8211; wenn man sich zum Beispiel anschaut, was da das Team von <a title="Podcastseite von bitsundso" href="http://www.bitsundso.de/" target="_blank">Bits und so</a> rund um Timo Hetzel macht, der ja mittlerweile sogar von seinem Podcasting lebt. Das ist ein wöchentlicher Mac-Podcast der irre hohe Abrufzahlen hat. So viele Zuhörer haben einige Radiosendungen nicht und die können da richtig von leben. Also, das ist ziemlich spannend. Es ist natürlich eine sehr nerdige Zielgruppe, aber warum nicht? Es funktioniert.<br />
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		<title>Echo online: User vor der Paywall</title>
		<link>http://www.youdaz.com/2011/12/16/echo-online-user-vor-der-paywall/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 22:20:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Krauß</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anfang Dezember wurde dem Online-Portal der Echo-Zeitungen von den Verlegern eine Paywall verordnet. Regionale Informationen aus Südhessen und lokale Nachrichten aus Darmstadt sind ab sofort nicht mehr frei abrufbar. Der Chefredakteur Jörg Riebartsch schrieb dazu in der Printausgabe vom 06. Dezember: Technisch orientiert sich das Nachrichtenportal Echo-Online an einer Lösung, die in den USA von &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2011/12/16/echo-online-user-vor-der-paywall/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang Dezember wurde dem <a title="Online-Portal der Echo-Zeitungen | Medienhaus Südhessen" href="http://www.echo-online.de" target="_blank">Online-Portal der Echo-Zeitungen</a> von den Verlegern eine Paywall verordnet. Regionale Informationen aus Südhessen und lokale Nachrichten aus Darmstadt sind ab sofort nicht mehr frei abrufbar.</p>
<p>Der Chefredakteur <a title="Jörg Riebartsch | kress.de" href="http://kress.de/kresskoepfe/kopf/profil/11582-joerg-riebartsch.html" target="_blank">Jörg Riebartsch</a> schrieb dazu in der Printausgabe vom 06. Dezember:</p>
<blockquote><p>Technisch orientiert sich das Nachrichtenportal Echo-Online an einer <a title="'New York Times' Unveils Metered Online Pay Wall | NPR" href="http://www.npr.org/2011/03/17/134621239/new-york-times-unveils-metered-online-paywall" target="_blank">Lösung, die in den USA</a> von der “<a title="Online-Portal der NY Times | The New York Times" href="http://www.nytimes.com/" target="_blank">New York Times</a>” praktiziert wird. Andere renommierte Blätter in Europa wie die “<a title="NZZ Plant Bezahlschranke für erste Hälfte des nächsten Jahres | Neunetz.com" href="http://www.neunetz.com/2011/11/25/nzz-plant-bezahlschranke-fuer-erste-haelfte-des-naechsten-jahres/" target="_blank">Neue Züricher Zeitung</a>” planen für ihren Internetauftritt ein solches Bezahlmodell ab kommenden Frühjahr.</p></blockquote>
<div id="attachment_2140" class="wp-caption alignright" style="width: 252px"><img class="size-full wp-image-2140 " title="Echo_premium_info" src="http://www.youdaz.com/wp-content/uploads/2011/12/Echo_premium_info.jpg" alt="" width="242" height="241" /><p class="wp-caption-text">Info-Box über den Premiuminhalt</p></div>
<p>Das Medienhaus Südhessen, zu dem die Echo-Zeitungen gehören,  wagt sich damit an ein Experiment, dessen Ausgang ungewiss ist. &#8220;Es gibt bisher relativ wenig Erfahrung in dem Bereich&#8221;, erklärt <a title="Profil von Prof. Dr. Peter Schumacher | Hochschule Darmstadt" href="http://journalismus.h-da.de/profil/prof-dr-peter-schumacher/" target="_blank">Peter Schumacher, Professor für Journalistik an der Hochschule Darmstadt</a>, in einem Gespräch mit youdaz.com. Es könne gut sein, dass das Echo mit seinem Konzept Erfolg habe, sagt Schumacher.</p>
<p>Echo Online hat eine wesentlich softer gestaltete Paywall, als zum Beispiel das <a title="Springers Pay-Wall - Gewinner und Verlierer | media.de" href="http://meedia.de/internet/springers-pay-wall-gewinner-und-verlierer/2010/04/13.html" target="_blank">Hamburger Abendblatt</a>. Während die zur Axel Springer AG gehörende Hamburger Zeitung auf eine <a title="Aussichtslos, Selbstmörderisch, Unverschämt | stefan-niggemeier.de" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/aussichtslos-selbstmoerderisch-unverschaemt/" target="_blank">strikte Paywall</a> setzt, bleibt bei den Südhessen die Grundversorgung noch gesichert.</p>
<p>In Darmstadt stufte man vergangene Woche die beiden Top-Artikel des Tages als frei lesbar ein. Inzwischen sind daraus drei freie Artikel innerhalb eines regionalen Ressorts geworden. Das Politik-, Wirtschaft- und Sport-Ressort bleiben von der Paywall jedoch verschont. Weitere zehn Artikel sind nach der Registrierung frei lesbar.</p>
<p>Bei den Usern kommt dies unterschiedlich an. <a title="Kommentare: Premium Inhalte für Abonennten" href="http://www.echo-online.de/freizeit/multimedia/medienpublizistik/Premium-Inhalte-fuer-Abonnenten;art2550,2418130,F" target="_blank">Hier zwei Kommentare, die auf dem Online-Portal veröffentlicht wurden</a>:</p>
<blockquote>
<div>Endlich | Von:  Angieodw | 07.12.2011, 09:56 Uhr:</div>
<p>Endlich kann ich das DE frühmorgens lesen und nicht erst am Nachmittag wenn die Post die Papierausgabe bringt. Gratulation an das gesamte Team für diesen Fortschritt.</p></blockquote>
<blockquote>
<div>happyhippo | Von: happyhippo | 07.12.2011, 15:04 Uhr:</div>
<p>Dann werden die Werbeeinnahmen mit Popups &amp; Co aber drastisch in den Keller gehen&#8230;.<br />
(Wobei der Vergleich von DE mit NYT schon etwas überheblich anmutet)</p>
<p><em>[Anm. d. Red.: Es ist kein Vergleich. Sondern die Erklärung, dass ein anderes Online-Portal einer anderen Zeitung mit einem ähnlichen Modell arbeitet. Das ist eine Tatsache.]</em></p></blockquote>
<p>Leider ist inzwischen die Kommentarmöglichkeit unter der redaktionellen Mitteilung über die Premium-Artikel geschlossen worden.</p>
<p>Wer auf die regionalen Informationen der Echo-Zeitungen langfristig nicht verzichten möchte, hat auf <a title="Echo Online Premium | Medienhaus Südhessen" href="http://www.echo-online.de/premiumartikel/Echo-Online-Premium;art27281,2412606" target="_blank">echo-online.de drei Möglichkeiten</a>:</p>
<ul>
<li>Ab <del>Ende des Jahres</del> Januar können Interessenten sich die &#8220;ePaper&#8221;-Ausgaben (PDF) des Darmstädter Echos abonnieren <em>(<del>Preis nicht bekannt</del> ePaper-Abo: 18,90 € pro Monat; Einzelpreis: entspricht der gedruckten Ausgabe )</em>.</li>
<li>Leser, die keine Papierausgabe abonniert haben, können ein Abonnement für den Online-Zugriff erwerben <em>(8,90 € pro Monat)</em>.</li>
<li>Wer nur einzelne Artikel lesen möchte, kann auch individuell für die gewünschten Artikel zahlen <em>(0,79 € pro Artikel)</em>.</li>
</ul>
<div id="attachment_2141" class="wp-caption alignleft" style="width: 284px"><img class="wp-image-2141   " title="Echo_premium_Loginaufforderung" src="http://www.youdaz.com/wp-content/uploads/2011/12/Echo_premium_Loginaufforderung.jpg" alt="" width="274" height="332" /><p class="wp-caption-text">Zum Weiterlesen bitte registrieren</p></div>
<p>Schumacher betonte in dem Gespräch: &#8220;Man muss auch die Seite des Verlages sehen.&#8221; Man könne schließlich nicht verlangen, dass alle Beiträge kostenlos angeboten werden.</p>
<p>Eine Paywall könne zwar dazu führen,<a title="Pay-Wall bei der New York Times | taz.de" href="http://www.taz.de/!68313/" target="_blank"> dass die Nutzerzahlen und somit auch die Werbefinanzierung sinken</a>. &#8220;Aber auch die klassische Bannerwerbung ist schwierig&#8221;, erklärt Schumacher, der regelmäßig im Studiengang Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt <a title="Lokaljournalismusprojekt der Hochschule Darmstadt im Sommersemester 2011 | STRABADA.DE" href="http://strabada.de" target="_blank">Lokaljournalismusprojekte</a> initiiert.</p>
<p>Echo Online wurde im November 2011<a title="IVW Auswertung zu www.echo-online.de für November 2011" href="http://ivwonline.de/ausweisung2/i.php?s=2&amp;a=104372" target="_blank"> laut IVW von 955.520 unique visitors</a> besucht und generierte 5.389.833 Pis, beziehungsweise Klicks. Wie sich diese Zahlen in den nächsten Monaten entwickeln werden ist nun die spannende Frage. Sollte sich das Konzept des Verlages als tauglich erweisen, ist damit zu rechnen, dass weitere Verlagshäuser darauf zurückgreifen werden.</p>
<p>Im Medienhaus Südhessen, wollte man jedoch nicht auf den Google-Traffic verzichten. Wenn man einen Artikel nämlich von Google aus aufruft, ist dieser frei lesbar. <a title="Liebe Paywall, du kannst mich mal | Blog von Christian Sickendieck" href="http://www.fixmbr.de/liebe-paywall-du-kannst-mich-mal/" target="_blank">Dieser Weg ist auch beim Hamburger Abendblatt den Usern schon bekannt und sorgt für Häme in der Netzgemeinde.</a></p>
<p><em>Ein Dank an <a title="Blog von Prof. Dr. Peter Schumacher" href="http://www.peter-schumacher.net/blog/" target="_blank">Professor Dr. Peter Schumacher</a> von der Hochschule Darmstadt für das Gespräch zum Thema Lokaljournalismus Online.</em></p>
<p style="text-align: right;"><em><em>(aktualisiert am 17.12.2011)</em><br />
</em></p>
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		<title>Storify: Die Geschichte seid ihr!</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 13:36:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Krauß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogpost]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einem Monat habe ich mich bei Storify.com angemeldet und meine erste Geschichte geschrieben. Damals war Storify noch in der Public-BETA Phase. Im Folgenden möchte ich euch das Tool genauer vorstellen und meine Erfahrungen in einem mit Storify erstellten Beitrag weitergeben. (läd ggf. etwas länger: Mobilnutzer können den Beitrag hier lesen. ) View the story &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2011/11/20/storify-die-geschichte-seid-ihr/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einem Monat habe ich mich bei Storify.com angemeldet und meine erste Geschichte geschrieben. Damals war Storify noch in der Public-BETA Phase. Im Folgenden möchte ich euch das Tool genauer vorstellen und meine Erfahrungen in einem mit Storify erstellten Beitrag weitergeben.<br />
<span id="more-1906"></span><br />
<em>(läd ggf. etwas länger:  <a href="http://storify.com/martin_krauss/storify-die-geschichte-seid-ihr" target="_blank">Mobilnutzer können den Beitrag hier lesen.</a> )</em><br />
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		<title>Linksverkehr KW 45/2011</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 18:03:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Krauß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linksverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Castortransport]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[social network]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Woche geht es um Trends, digitalen Selbstmord und die Unterscheidung zwischen Blogger und Journalisten. Selbstmord 2.0: Die Flucht aus Facebook In diesem Leserartikel berichtet Aiko Kempen, wie ihm der Austritt aus Facebook zu mehr eigener, aktiver Entscheidungsfähigkeit verholfen hat. Er fühlt sich jetzt nicht mehr dem Zwang ausgeliefert, regelmäßig die Unmengen an Daten und &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2011/11/12/linksverkehr-kw-452011/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche geht es um Trends, digitalen Selbstmord und die Unterscheidung zwischen Blogger und Journalisten.</p>
<p><a title="Zeit.de Leserartikel: Die Flucht aus dem sozialen Netzwerk" href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-11/leserartikel-facebook-abgemeldet" target="_blank"><strong>Selbstmord 2.0: Die Flucht aus Facebook</strong></a></p>
<p>In diesem Leserartikel berichtet Aiko Kempen, wie ihm der Austritt aus Facebook zu mehr eigener, aktiver Entscheidungsfähigkeit verholfen hat. Er fühlt sich jetzt nicht mehr dem Zwang ausgeliefert, regelmäßig die Unmengen an Daten und Statusaktualisierungen lesen zu müssen. Im Vordergrund seiner Kritik stehen das gesunkene Niveau und die Inhaltslosigkeit der zahllosen Posts auf dieser Plattform.</p>
<div><em>Inga findet:</em> Am Beispiel einiger Freunde wird mir deutlich, dass Kempen durchaus Recht hat mit seinem Gefühl, ohne Facebook etwas zu verpassen und dem Zwang ausgeliefert zu sein, es regelmäßig kontrollieren zu müssen. Aufgrund der vielen Zeit, die sie täglich damit zu brachten, entschlossen sie sich ihr Profil zu deaktivieren. Sie störte jedoch nur der Zeitaufwand. Inzwischen sind sie für eine Seminararbeit in das Netzwerk zurückgekehrt.</div>
<div><em>Martin meint: </em>Der Information-Overflow killt irgendwann jeden, der versucht alles zu lesen. Ich selektiere deswegen und teile meine Freunde bei Facebook in Listen ein und bei Google+ in Kreise. So kann ich, wenn ich keine Zeit habe alles zu lesen, einfach die wichtigen Listen anklicken. Die Mitteilungen der anderen Listen bleiben bei mir dann eben ungelesen.</div>
<div><a title="DJV gegen Castor Akkreditierung" href="http://www.taz.de/%2181560/" target="_blank"><strong>DJV gegen Castor Akkreditierung</strong></a></div>
<div>Der DJV protestiert gegen eine seltsame Empfehlung der Polizei. Demnach sollen sich Journalisten eine entsprechende Akkreditierung ausstellen lassen, wenn sie Ende des Monats über den Castor vor Ort berichten wollen.</div>
<div><em>Andreas denkt:</em> Bitte was? Normal gibt es solche Akkreditierungsverfahren nur, wenn es begrenzte Plätze gibt, etwa bei Bundesliga-Spielen. Im Wendland wird jedoch genug Platz sein&#8230;</div>
<p>&nbsp;</p>
<div><a title="The Huffington Post versucht eine neue Form der Berichterstattung" href="http://www.huffingtonpost.com/2011/10/23/occupy-wall-street-poll_n_1027109.html" target="_blank"><strong>Huffington Post versucht eine neue Form der Berichterstattung</strong> (auf Englisch)</a></div>
<div>The Huffington Post bietet zu den Occupy Wallstreet Protesten eine neue Form der Berichterstattung an. Neben dem traditionellen Nachrichten-Artikel gibt es auch eine Art Live-Bloging mit kuratierten Tweets, Videos und Ausschnitten aus anderen Berichten. Wie dies umgesetzt wird analysiert das <a title="Is The Huffington Post Reinventing The Art of Liveblogging?" href="http://www.niemanlab.org/2011/10/is-the-huffington-post-reinventing-the-art-of-liveblogging/" target="_blank">Nieman Journalism Lab</a>.</div>
<div><em>Martin meint:</em> Die traditionellen journalistischen Artikel sind weiterhin der Weg, um die Leser mit gut recherchierten Berichten zu versorgen. Das Live-Blogging hat zwar den Vorteil aktuell zu sein, die Quellen bleiben dabei jedoch oft ungeprüft. Der Journalist hat nur wenig Zeit die Aussagen von einzelnen Personen zu hinterfragen. Genau an dieser Stelle brauchen wir den traditionellen Journalismus weiterhin. Das Prinzip &#8220;Check and Double Check&#8221; hat also durchaus seine Berechtigung.</div>
<div><a title="Letztendlich eine Frage von Disziplin" href="http://juiced.de/9279/letztendlich-eine-frage-von-disziplin.htm" target="_blank"><strong>Wie unterscheidet man eigentlich Blogger und Journalisten?</strong></a></div>
<div>Die Kollegen von <a href="http://juiced.de"> juiced.de</a> haben in einem Skype-Interview mit Karrierebibel.de-Blogger Jochen Mai über die Unterscheidung zwischen Bloggern und Journalisten gesprochen. Weitere Themen des Interviews sind der Umgang (junger) Journalisten mit Social Media und die Frage, ob man mit Bloggen Geld verdienen kann.</div>
<div><em>Andreas findet:</em> Technisch nett und kurzlebig gemachtes Interview. Jochen Mai äußert dabei interessante Gedanken, wenn auch keine, die man noch nie gehört hat.</div>
<p><a title="Relaunchmonat: Faz.net fällt hinter Zeit online" href="http://www.dwdl.de/zahlenzentrale/33555/relaunchmonat_faznet_fllt_hinter_zeit_online/" target="_blank"><strong>Faz.net fällt bei den Klickzahlen hinter Zeit online zurück</strong></a></p>
<p>Am dritten Oktober vollzog<em> FAZ.Net</em> einen umfangreichen Relaunch (<a title="Zeitungslayout im Internet: FAZ.NET" href="http://www.youdaz.com/2011/10/03/zeitungslayout-im-internet-faz-net/" target="_blank">Wir hatten darüber berichtet</a>). Nach den aktuellen Abrufzahlen des IVW liegt faz.net damit jedoch erstmals hinter <em>zeitonline</em> und <em>stern.de</em>.</p>
<div><em>Martin denkt:</em> Der <a title="Der Internetauftritt der FAZ" href="http://faz.net" target="_blank">Faz.net</a> Relaunch war gewagt. Nach einem so umfassenden Designwechsel ist es normal, dass die Abrufzahlen erstmal in den Keller gehen. Jetzt muss sich aber zeigen, ob sich der Relaunch gelohnt hat. Wenn die Nutzerzahlen wieder ansteigen und faz.net stärker wird als vor dem Designwechsel, hat sich die Arbeit gelohnt.</div>
<p><a title="Wer schreibt wo in die Wikipedia?" href="http://netzpolitik.org/2011/kartographierung-wer-schreibt-wo-in-die-wikipedia/" target="_blank"><strong>Wer schreibt wo in die Wikipedia?</strong></a></p>
<div>Netzpolitik stellt die Visualisierung der Wikipedia vor, die Mark Graham vom Oxford Internet Institute erstellt hat. Sie zeigt, aus welchen Ländern die Beiträge der jeweiligen Sprache kommen.</div>
<div><em>Andreas sagt:</em> Englisch und Französisch &#8211; hier gibt es wenig Überraschungen. Dass die meisten persischsprachigen Texte jedoch aus Deutschland kommen, erstaunt mich. Die Visualisierung ist gut gemacht und auch die Darstellung ist top. Als Meldung ginge es auch, aber so kommt der Leser quasi selbst zur Erkenntnis. Deshalb finde ich die schlichte Form ohne viele Worte auf netzpolitik sogar stärker als die ausführlichere Originalversion.</div>
<div><em>Martin meint:</em> Die Visualisierung von Social Media scheint gerade inn zu sein &#8211; aber nicht immer ist sie so aufschlussreich wie in Andreas Beispiel. Wenn wir aber schon bei den guten Visualisierungen sind, dann will ich noch mal an das New York Times <a title="NY Times: Projekt Cascade" href="http://nytlabs.com/projects/cascade.html" target="_blank">Projekt Cascade</a>  erinnern. Es zeigt die Entwicklung von Tweets in einer eindrucksvollen Animation.</div>
<div>Zum Abschluss bleibt mir noch der <a title="Echo online über das Bloggertreffen in Darmstadt" href="http://www.echo-online.de/freizeit/multimedia/netzwelten/Einen-Abend-offline-Suedhessens-Blogger-treffen-sich-in-Darmstadt;art2561,2337829" target="_blank">Bericht des Darmstädter Echos</a> über das Bloggertreffen. Er ist nach mehreren Wochen jetzt endlich online. Wenn ihr über die Bloggertreffen auf dem Laufenden bleiben wollt, dann könnt ihr <a title="Bloggertreffen Südhessen" href="http://www.youdaz.com/btsh/" target="_blank">hier</a> nachschauen.</div>
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		<title>Unseren täglichen Apfel gib uns heute</title>
		<link>http://www.youdaz.com/2011/10/28/unseren-taglichen-apfel-gib-uns-heute/</link>
		<comments>http://www.youdaz.com/2011/10/28/unseren-taglichen-apfel-gib-uns-heute/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 08:06:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Krauß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogpost]]></category>
		<category><![CDATA[Apfelkind]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsstreit]]></category>
		<category><![CDATA[Steve Jobs]]></category>

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		<description><![CDATA[Steve Jobs ist der Messias. Lasset uns ihm täglich danken. iPod, iPhone, iPad – der Segen für die Welt? Sicherlich nicht. Ich kann diesen Apple-Fanatismus nicht mehr hören. Studenten, die beim Verkaufsstart des neuesten iPhones vor den Apple-Läden stehen und gelangweilten Radioreportern erklären: „Ich bin Student, habe nichts zu tun und kaufe mir deshalb jetzt &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2011/10/28/unseren-taglichen-apfel-gib-uns-heute/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Steve Jobs ist der Messias. Lasset uns ihm täglich danken. iPod, iPhone, iPad – der Segen für die Welt? Sicherlich nicht. Ich kann diesen Apple-Fanatismus nicht mehr hören.</p>
<p>Studenten, die beim Verkaufsstart des neuesten iPhones vor den Apple-Läden stehen und gelangweilten Radioreportern erklären: „<em>Ich bin Student, habe nichts zu tun und kaufe mir deshalb jetzt das neue iPhone.“</em> Das nervt! Gibt es denn nichts anderes mehr?</p>
<p>Apple ist doch bloß ein Haufen von guten Marketingexperten, die wissen, wie sie ihre Produkte möglichst teuer verkaufen können. Ob der Preis dem Wert und den Funktionen der Apple-Geräte entsprechen, ist dabei scheinbar egal. Hauptsache, die Leute können den Apfel in der Hand halten. Wenn ich einen Apfel in der Hand halte, dann beiße ich lieber rein.</p>
<p>Außer den Versions bietet Apple nichts, was mir wirklich einen Mehrwert gegenüber den Konkurrenzprodukten liefert. Die Sprachsteuerung, die beim iPhone 4S als Neuheit angepriesen wurde, gab es vorher beispielsweise schon beim Samsung Galaxy S II. Die Apple-Fanboys werden mir jetzt erklären: „<em>Aber</em> d<em>as Design ist bei Apple viel besser. Die Icons sehen nicht so OpenSource-mäßig aus wie bei Android. Das kann man sich ja nicht ansehen.“ </em></p>
<p>Und dafür bezahlt ihr einen Aufpreis von 300 Euro? Dreihundert Euro, das war gestern die Preisdifferenz zwischen iPhone 4S und Samsung Galaxy S II beim Online-Versandhaus Amazon. Gut, das vor Kurzem vorgestellte iPhone 4S ist ja auch “for Steve”. Das rechtfertigt diesen Preisunterschied natürlich. Das Design erscheint euch jedoch nur besser, weil ihr vermittelt bekommen habt, dass es besser sei. Marketing eben.</p>
<p>Allerdings habt ihr seit dem iOS 5 genau die Update-Sorgen, die ihr bei Microsoft Usern bisher belächelt habt. Aber keine Panik, ich lasse euch euren Kult – auch wenn die Faszination des Apfels schon einmal das Verlassen des Paradieses als Konsequenz mit sich brachte.</p>
<p>Warum ich diesen Vergleich bringe? Sagt euch der “Eipott” noch etwas? Nein, nicht der MP3-Player! Ich meine den Eierbecher der Odenwälder Firma Koziol, gegen die Apple wegen Verletzung des Markennamens vorging. Der Fall war damals schon sehr kurios. Inzwischen hat der US-Konzern schon wieder ein deutsches Unternehmen auf dem Kieker. Das Unternehmen produziert dieses Mal jedoch nichts. Es ist einfach nur ein familienfreundliches Café.</p>
<p>Ende April erfüllte sich Christin Römer in der Bonner Südstadt einen Traum. Sie eröffnete ihr eigenes Café und nannte es „<a title="Homepage: Café Apfelkind" href="http://www.apfel-kind.de/" target="_blank">Apfelkind</a>“. Auf den Namen kam sie durch ihre Vermieter, die eine Apfelplantage besitzen, <a title="Apples absuder Angriff auf das Bonner Apfelkind" href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article13680040/Apples-absurder-Angriff-auf-das-Bonner-Apfelkind.html" target="_blank">erzählt sie gegenüber der WELT</a>. Diese Frucht steht für Gesundheit und Frische. Da Römer jedoch den Aspekt eines familienfreundlichen Gastro-Unternehmens nicht vernachlässigen wollte, entschied sie, dies auch in Namen und Logo aufzugreifen.</p>
<p>Also entwarf die Unternehmerin als Firmenlogo einen roten Apfel, auf dem die in weiß gehaltene Silhouette eines jungen Mädchens zu sehen ist. Römer war von dem Entwurf so überzeugt, dass sie ihn<a title="Apples absurder Angriff auf das Bonner Apfelkind" href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article13680040/Apples-absurder-Angriff-auf-das-Bonner-Apfelkind.html" target="_blank"> laut WELT</a> beim Patent- und Markenamt in München eintragen lassen wollte.</p>
<p>Der Apfel sieht aus wie ein Apfel. Er hat einen Stil und ein Blatt daran – genau so, wie man den Apfel vom Baum kennt. Dieser Apfel scheint dem US-Konzern jedoch nicht zu schmecken. Apples Anwaltskanzlei teilte der Cafébesitzerin in einem Schreiben Folgendes mit:</p>
<blockquote><p>„Nach unserer Einschätzung besteht eindeutig eine Verwechslungsgefahr zwischen dem überragend bekannten Apple-Logo unserer Mandantin und der Wort / Bildmarke Ihrer Mandantin.“ (<a title="Apples absurder Angriff auf das Bonner Apfelkind" href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article13680040/Apples-absurder-Angriff-auf-das-Bonner-Apfelkind.html" target="_blank">Zitat aus der WELT</a>)</p></blockquote>
<p>Um es mit Asterix zu sagen: Spinnen die Appler? Welche „Verwechslungsgefahr“ besteht bitte zwischen Elektronikartikeln, die ein weißer oder schwarzer angebissener Apfel ziert und einem kleinen Café in Bonn, auf dessen Geschirr ein roter Apfel mit der Silhouette eines Mädchens aufgedruckt ist? <a title="Apples absurder Angriff auf das Bonner Apfelkind" href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article13680040/Apples-absurder-Angriff-auf-das-Bonner-Apfelkind.html" target="_blank">Macht euch selbst ein Bild davon, indem ihr euch die Gegenüberstellung beider Logos auf WELTonline anschaut.</a></p>
<p>Christin Römer wird kaum die Absicht hegen, den größten Konzern der Welt mit ihrem Logo vom Markt zu fegen. Außerdem: Wie soll das weitergehen? Soll ich zukünftig einen Telefonanruf in die USA tätigen, bevor ich einen Apfel esse? Apple, das schmeckt mir nicht.</p>
<p>Das Verhalten des Apfel-Konzerns hat nichts Positives oder Überzeugendes an sich. Es ist schlicht überheblich. Aber warum reagiert der Konzern so empfindlich? Was hat er zu verlieren? Hat der Tod von Steve Jobs den Konzern so empfindlich getroffen? Gibt es in dem Unternehmen keine Visionen mehr? Fehlt die zündende Idee für das iPhone 5?</p>
<p>Wenn Apple sich von ihrem Messias so intensiv abhängig gemacht hat, dann steht dem Konzern nach Steve Jobs Tod ein langwieriger und schmerzhafter Entzug bevor. Ob dann auch alle den Weg durch die Hölle mitgehen? Dass ich daran zweifle, werdet ihr sicher verstehen.</p>
<p style="text-align: right;"><em>(aktualisiert am 24.11.2011)</em></p>
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