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	<title>YOUdaz.com &#187; Gastautor</title>
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		<title>Journalist werden? So läuft es in der Schweiz</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 07:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Journalistenschule, Volontariat oder einer der noch recht frischen Medien-Studiengänge? Welcher Weg in den Journalismus der “beste” ist, darüber streiten sich in Deutschland gerne mal die Geister. Doch wie sieht die Situation eigentlich in anderen Ländern aus? Andreas Wullschleger, Student im Bereich Journalismus und Organisationskommunikation am IAM in Winterthur, fasst die Ausbildungssituation in der Schweiz zusammen. &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2012/05/07/journalist-werden-so-lauft-es-in-der-schweiz/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Journalistenschule, Volontariat oder einer der noch recht frischen Medien-Studiengänge? Welcher Weg in den Journalismus der “beste” ist, darüber streiten sich in Deutschland gerne mal die Geister. Doch wie sieht die Situation eigentlich in anderen Ländern aus? <strong>Andreas Wullschleger</strong>, Student im Bereich Journalismus und Organisationskommunikation am IAM in Winterthur, fasst die Ausbildungssituation in der Schweiz zusammen.</em></p>
<p>Lehrer, Polizist, Politologiestudentin, Geschichtsstudent, sind häufig Antworten, wenn man Schweizer Journalisten, die über 30 Jahre alt sind, nach ihrem Werdegang fragt. Die jüngeren haben meistens eine Ausbildung auf Fachhochschulbasis. Kurz zum höheren Ausbildungssystem in der Schweiz, ab Bachelorstufe: Es gibt die Universitäten, die sich auf die Theorie konzentrieren. Journalismus, oder Kommunikation gibt es nur indirekt, zum Beispiel mit dem Studiengang Publizistik. Direkt mit Journalismus in Berührung kommt man etwa bei Fachhochschulen. Diese bieten Praxisfächer an, in denen man dann verschiedene journalistische Textsorten lernt, über die Rechten des Journalisten aufgeklärt wird oder Tipps für gute Recherchetechniken erhält. Auch hier wird der Unterricht mit einer Prise Theorie angereichert.</p>
<p>Abseits der akademischen Welt gibt es noch spezielle Journalisten-Ausbildungen. Die Ringier-Journalistenschule ist eine davon. Sie ist die In House-Ausbildungsstätte des Medienunternehmens Ringier. Die Boulevardzeitung Blick gehört diesem Haus und so ist die Schule eher etwas verpönt. Allerdings wird dort schon seit längerem der Newsroom-Ansatz praktiziert und gelehrt. Hier gibt es aber keinen Bachelor. Eine weitere Lehranstalt ist das Medien-Ausbildungs-Zentrum MAZ. Sie ist eine der angesehensten Journalistenschulen der Schweiz. Hier gibt es ein Diplom oder später einen Master.</p>
<p>Die Kommunikations-Studiengänge der Fachhochschulen gibt es noch nicht so lange. So wurde etwa das Institut für Angewandte Medienwissenschaft in Zürich, eine der bekannteren Fachhochschulen in der Schweiz, erst im Jahr 2000 gegründet. Es wundert also nicht, wenn jemand vorher vor einer Schulklasse stand oder Strafzettel verteilte. Eine Radiomoderatorin bei SRF 3, einem öffentlich-rechtlichen Radiosender, war vor ihrer Karriere die Nachbarin eines Moderators, der dort arbeitet. Dieser war von ihrer Stimme so begeistert, dass er sie einlud, ein Praktikum zu machen. Heute ist ihre Stimme in der ganzen Schweiz bekannt.</p>
<p>Diesen Weg gibt es tatsächlich immer noch. Mit einem Praktikum oder Volontariat &#8211; in der Schweiz etwa dasselbe &#8211; öffnet sich die Tür in den Journalistenalltag einwenig. Mit viel Glück wird gerade eine Stelle frei und man rutscht rein. Man muss aber bereit sein, ein solches Praktikum zu machen, denn häufig sind sie schlecht bezahlt. In der Schweiz wurde der Gesamtarbeitsvertrag (in Deutschland Tarifvertrag) für Journalisten gekündigt. So kann es sein, dass man nicht mehr als 450 Franken pro Monat verdient. 3800 Franken wäre der schweizweite Mindestlohn. Wenn man sich dies nicht leisten kann, kommt ein Praktikum natürlich gar nicht in Frage. Trotzdem gibt es immer noch zahlreiche Bewerber auf Praktikumsplätze. Ganz nach dem Motto: Wenn du nicht willst, stehen noch andere an.</p>
<p>Mit dem Aufkommen der Fachhochschulen ändert sich dieser Trend aber langsam. Ein Bachelor in Kommunikation ist heute fast schon Standard. Ein grosser Vorteil daran ist, dass gerade bei der Qualitätssicherung im Journalismus früh angesetzt werden kann. Ein Thema, das zurzeit heiss diskutiert wird in der Schweiz. Print-Journalisten werfen den Onlinern vor, sie würden zu ungenau und zu boulevardesk arbeiten. Von Radioredaktoren reden wir schon gar nicht. So geht es hin und her. Um einheitliche Richtlinien betreffend der Qualität des publizistischen Produktes zu erreichen, gibt es bekanntlich viele theorethische Modelle. In den Schulen wird nun versucht, diese Modelle fit für die Praxis zu machen. Trifft man als Fachhochschulabgänger dann aber in der Arbeitswelt auf einen Chefredaktor, der noch den „alten“ Weg gegangen ist, verfliegen schnell einmal diese Modelle. Da macht es denn auch nicht gross Sinn, mit dem Chef darüber zu diskutieren, denn vielfach sind solche Hochschulmodelle in der Praxis gar nicht bekannt oder verschmäht.</p>
<p>Interessant wird es in ein paar Jahren, wenn es einen Generationenwechsel geben wird. Dann nämlich, wenn die ersten Fachhochschulabgänger den Chefposten übernehmen und theoretische Modelle anwenden könnten. Viele Theoretiker in der Schweiz versprechen sich viel davon. Der quantitative Druck wird allerdings bleiben oder gar noch zunehmen und so wäre es nicht verwunderlich, wenn alles beim Alten bliebe.</p>
<p>Ob Ausbildung „On the Job“, oder mit Bachelor, macht meiner Meinung nach keinen grossen Unterschied. Denn was gibt es schöneres, als von einem passionierten Schreiberling zu lesen, oder von einem redegewandten Moderator zu hören. Hochschulabschluss hin oder her.</p>
<p><div class="important_block message-block"><p class="printonly"><strong>Important!</strong></p><span style="text-decoration: underline;">Über den Autor:</span><br />
Andreas Wullschleger ist Schweizer und studiert im Bereich Journalismus und Organisationskommunikation am Institut für Angewandte Medienwissenschaft (IAM) in Zürich. Ausbildungsstandort ist jedoch die Stadt Winterthur. Andreas Wullschleger twittert als <a href="http://twitter.com/#!/wullipulli" target="_blank">@wullipulli</a> und bloggt unter <a href="http://www.unpluggedonline.ch" target="_blank">unpluggedonline.ch</a>.</div><br />
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		<title>Wir müssen die Pressefreiheit einfordern</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 11:12:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Von Robin Hartmann Die Wahrung der Pressefreiheit in unserer modernen Gesellschaft ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die heute zwar auch den Medien, aber noch viel unmittelbarer jedem einzelnen Bürger obliegt. Denn wenn es stimmt, dass alle Macht vom Volk ausgeht, dann auch die zu entscheiden, welche Medienlandschaft wir in der Bundesrepublik künftig haben wollen. Wenn die &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2012/05/02/wir-mussen-die-pressefreiheit-einfordern/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Robin Hartmann</em></p>
<p>Die Wahrung der Pressefreiheit in unserer modernen Gesellschaft ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die heute zwar auch den Medien, aber noch viel unmittelbarer jedem einzelnen Bürger obliegt. Denn wenn es stimmt, dass alle Macht vom Volk ausgeht, dann auch die zu entscheiden, welche Medienlandschaft wir in der Bundesrepublik künftig haben wollen. Wenn die Presse weiterhin ein Eckpfeiler der Demokratie bleiben und ihre gesellschaftlichen Aufgaben erfüllen soll, müssen ihr die Rezipienten dazu immer wieder den Auftrag erteilen, indem sie selbst ihre Grundrechte der Kommunikationsfreiheiten wahrnehmen und einfordern.</p>
<p>In unserem wirtschaftliberalen System ist Pressefreiheit keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern ein Umstand, den es, nicht zuletzt durch richtungsweisende Urteile und aktive Teilnahme jedes Einzelnen an der Demokratie, immer wieder zu konstituieren gilt. Die Informationsleistung der freien Presse wird auf lange Sicht nur erhalten bleiben können, wenn sie von mündigen Bürgern auch entsprechend nachgefragt und (monetär) entlohnt wird.</p>
<p>Tageszeitungen mögen im Vergleich mit anderen Medien, besonders dem Internet, als wenig innovativ empfunden werden. Kein anderes Medium hat jedoch über einen so langen Zeitraum eine demokratieförderliche Integrationsleistung für die Gesellschaft erbracht. Wer also publizistische Vielfalt statt monopolistischer Einfalt fordert, muss sich darüber im Klaren sein, dass es der Rezipient selbst ist, der bestimmt, wie gut die Pressefreiheit – und damit die Demokratie – ist.</p>
<p>Doch wenn diese Selbstbestimmung in einförmiger, homogener und damit diskursarmer, schlimmer noch, interessengelenkter Berichterstattung resultiert, ist die Aufklärung und damit die Demokratie in Gefahr. Wenn Unterhaltung als wichtiger empfunden wird als Information, gibt der Bürger seine Mündigkeit auf lange Sicht freiwillig auf. Wenn die Vielfalt der Presse durch Konzentrationsprozesse bedroht wird, sind auch die Meinungsvielfalt und ein dynamischer Meinungswandel nicht mehr gesichert. Wenn die Presse und die Medien insgesamt als privatwirtschaftlich organisierte Institutionen immer stärker unter ökonomischen Druck geraten, wird Pressevielfalt – und damit auch Pressefreiheit &#8211; wirkungslos: „Wenn alles Markt ist – ist nichts Journalismus.“ (Leyendecker 2008:27)</p>
<p><div class="important_block message-block"><p class="printonly"><strong>Important!</strong></p>Über diesen Text / über den Autor:<br />
Robin Hartmann studiert Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt und arbeitete unter anderem bereits für <a href="http://www.bild.de/" target="_blank">BILD</a>, <a href="http://www.welt.de/" target="_blank">Welt Online</a> und die <a href="http://www.faz.net/s/homepage.html" target="_blank">FAZ</a>. Aktuell schreibt er seine Diplomarbeit zur Entwicklung der Pressefreiheit in Deutschland. Dieser Text ist ein leicht bearbeiteter Auszug aus seinem Fazit.</div><br />
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 <p><a href="http://www.youdaz.com/?flattrss_redirect&amp;id=3289&amp;md5=7f7f64f95a171d0493d5e21fd5d44807" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.youdaz.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Tablet-Magazin selber machen: App-artig viel Arbeit</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 15:54:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Thomas Strothjohann ist im Rahmen seines Online-Journalismus Studiums an der Hochschule Darmstadt an einem Projekt beteiligt, das ein iPad-Magazin erstellt. Im nachfolgenden Text beschreibt er, wie man mit Hilfe von InDesign auch ohne große Ressourcen ein solches Magazin produzieren kann und welche Hindernisse es gibt. Der Beitrag erscheint mit freundlicher Genehmigung als Crosspost und war &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2012/01/23/ein-tablet-magazin-selber-machen-app-artig-viel-arbeit/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Thomas Strothjohann</em> ist im Rahmen seines Online-Journalismus Studiums an der Hochschule Darmstadt an einem Projekt beteiligt, das ein iPad-Magazin erstellt. Im nachfolgenden Text beschreibt er, wie man mit Hilfe von InDesign auch ohne große Ressourcen ein solches Magazin produzieren kann und welche Hindernisse es gibt. Der Beitrag erscheint mit freundlicher Genehmigung als Crosspost und war zunächst <a href="http://angespielt.posterous.com/wir-bauen-unsere-app-selbst" target="_blank">im Redaktionsblog</a> des Projekts zu lesen.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>InDesign ist ein Layoutprogramm, mit dem viele Redaktionen ihre Magazine gestalten. Dass man mit Adobes Layoutprogramm seit der Version CS 5.5 auch iPad-Magazine erstellen kann, wissen nur wenige, dabei ist die Idee sehr interessant: So lässt sich ein Printmagazin mit demselben Programm als iPad-Version ausspielen.</p>
<p>In diesem Semester testen wir das neue InDesign-Feature und bauen unsere eigene App. Die Basics, also Texte einfügen, formatieren und bebildern funktionieren genauso wie für ein Print-Produkt. Abgesehen vom ungewöhnlichen Seitenverhältnis könnte man Print-Magazine, die nur aus Texten und Bildern bestehen also ziemlich problemlos für iPads aufbereiten. Aber wenn man die Möglichkeiten ausnutzen will, die ein digitales Magazin bietet, wird es aufwändig:</p>
<ol>
<li>iPads werden im Breit- und im Hochformat gelesen. In der App der Frankfurter Rundschau wird diese Funktion so genutzt, dass das Hochformat einen nüchternen Lesemodus bietet, während im Breitformat alle Zusatzinhalte direkt neben dem Text angezeigt werden. Wer ein iPad-Magazin mit InDesign gestaltet, muss alle Seiten im Breit- und Hochformat gestalten, wenn er diese Funktion anbieten will. Leider kann man nicht einzelne Seiten in beiden Formaten anbieten, sondern entweder alle, oder keine. Um den Aufwand überschaubar zu halten, haben wir uns entschieden, vorerst nur das Breitformat zu nutzen.</li>
<li>Das entsprechende Material vorausgesetzt, lassen sich <a href="http://tv.adobe.com/watch/cs-55-design-premium-feature-tour-/build-digital-magazines-with-indesign-cs55-and-adobe-digital-publishing-suite/" target="_blank">Diashows, Panoramabilder, 360°-Ansichten, Zoom-Effekt, Videos und Audios leicht einbinden</a>. Das Problem dabei ist die Programmierung der interaktiven Elemente. Immer wieder kommt es vor, dass die Schaltflächen in der InDesign-Vorschau wunderbar reagieren, auf dem iPad aber nicht. Eine Herausforderung ist auch die Gestaltung der Navigationselemente. Mit seinem Finger drückt der User nicht so genau auf die Buttons wie er das mit dem Mauszeiger auf einer Website macht. Die Folge daraus ist, dass die Schaltflächen größer sein müssen.</li>
<li>Für jeden Artikel legt man ein eigenes InDesign-Dokument an und lädt dieses dann mit dem Folio-Builder-Plugin auf einen Server von Adobe hoch. Um sich Änderungen an einzelnen „Seiten“ auf dem iPad ansehen zu können, muss man die aktuelle Version des Dokuments hochladen und dann am iPad das Magazin aktualisieren. Leider dauert das Up-und Downloaden oft unerklärlich lange und wenn die Datenmengen aufgrund audiovisueller Inhalte wachsen, werden die Wartezeiten unglaublich nervig. Die hochgeladenen Seiten lassen sich nur bearbeiten, wenn man das jeweilige InDesign-Dokument auf dem eigenen Rechner hat. Weil wir zu dritt an verschiedenen Orten an den Seiten arbeiten wollten und auf Elemente wie Logo und Navigationsbuttons regelmäßig zugreifen müssen, haben wir alle Produktionsdateien in eine <a href="http://www.dropbox.com" target="_blank">Dropbox</a> gelegt. Diese Kombination aus InDesign und Dropbox hat sich sehr bewährt.</li>
<li>Wenn das Magazin fertig ist, muss es in Apples Appstore. So weit sind wir noch nicht. Aber schon jetzt ist klar, dass der Weg in den Appstore nicht leicht ist: InDesign gibt nämlich am Ende kein Programm aus, das man in den Appstore einstellen kann. Das Ergebnis ist eine Art multimediales pdf, „.folio“ genannt und diese Datei muss weiterhin auf einem Adobeserver liegen. <a href="http://www.adobe.com/de/products/digital-publishing-suite-family/buying-guide.html" target="_blank">Diesen Service lässt man sich natürlich bezahlen</a>: 436,65€ pro Monat! Der Preis für einmalige Veröffentlichungen steht für den deutschen Markt noch nicht fest.</li>
</ol>
<p>Wenn man bedenkt, dass bis vor kurzem nur Programmierer in der Lage waren, Inhalte in Form einer App auf iPads auszuspielen, ist es toll, dass wir das mit InDesign jetzt auch ohne Programmierkenntnisse können. Mit Zeit und etwas Kreativität kann man mit dieser Lösung ein iPad-Magazin erstellen, das den Angeboten großer Verlage sehr nahe kommt. Die Grenzen stehen allerdings fest: Rechnen kann sich eine mit InDesign erstellte App nicht. Spiele, Zugriff auf die iPad-Kamera oder andere programmierte Inhalte lassen sich höchstens per iframe als Web-Inhalt einbinden.</p>
<p>Allgemein kann man sich natürlich fragen, ob es nicht sinnvoller ist eine Website mit kostenlosen Tools und offenen Standards wie HTML5, PHP und JavaScript zu erstellen und für die Anzeige auf dem iPad zu optimieren.<br />
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		<title>Die „Neue Westfälische“ macht jetzt auf Casting-Versteher</title>
		<link>http://www.youdaz.com/2012/01/17/die-%e2%80%9enw-macht-jetzt-auf-casting-versteher/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 11:19:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Von Timo Niemeier Die „Neue Westfälische“ („NW“) ist eine Regionalzeitung mit lokalen Schwerpunkten in Ostwestfalen-Lippe. Und dabei sollte sie es auch lieber belassen. Manchmal kann die „NW“ aber nicht anders und tut auf staatsmännisch. Dann will man bundesweite Themen den Lesern näher bringen. Besonders plump ist das gerade auf der Online-Seite der Tageszeitung zu bestaunen, wo sich ein &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2012/01/17/die-%e2%80%9enw-macht-jetzt-auf-casting-versteher/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <em>Timo Niemeier</em></p>
<p>Die „Neue Westfälische“ („NW“) ist eine Regionalzeitung mit lokalen Schwerpunkten in Ostwestfalen-Lippe. Und dabei sollte sie es auch lieber belassen. Manchmal kann die „NW“ aber nicht anders und tut auf staatsmännisch. Dann will man bundesweite Themen den Lesern näher bringen. Besonders plump ist das gerade auf der Online-Seite der Tageszeitung zu bestaunen, wo sich ein Redakteur mit deutschen Castingshows beschäftigt und dabei zu einem erschreckend naiven Urteil kommt.</p>
<p>Man kann es sich wahrlich vorstellen: Irgendwo in Bielefeld oder Umgebung sitzen die Lokaljournalisten der „NW“ beisammen und bereden die neuesten Themen. Ein junger Redakteur kommt dann auf das Thema Castingshows zu sprechen, von denen gibt es zur Zeit ja gleich drei im Fernsehen. Darüber könne man ja auch mal was machen – für die jungen Leser natürlich! Den alten Herren in der Runde ist das nicht ganz geheuer, aber sie lassen ihren Kollegen machen. Dieser darf dann einen Artikel zu Castingshows in Deutschland schreiben. Und welche er dabei besonders toll findet. Dabei heraus gekommen ist <a href="http://www.nw-news.de/owl/kultur/5834867_Deutschlands_grosse_Casting-Shows_im_NW-Test.html" target="_blank">dieser Artikel</a>.</p>
<p>Und ganz im Sinne des Web 2.0, welches vor gefühlt 10 Jahren zum ersten Mal aufgekommen ist und inzwischen Web 50.0 oder doch besser Social Web genannt werden sollte, wurde auch eine Umfrage mit beigefügt. Mit dieser wirbt die „NW“ sogar ganz oben in der Dachzeile. „Sagen Sie uns Ihre Meinung!“ Toll, Mitmachjournalismus beim Thema Castingshows – das muss ziehen.</p>
<p>Auf die inhaltliche Bewertung der Sendungen will ich nur kurz eingehen: Der Redakteur bewertet ohne Überraschungen, wie man es wohl von ihm erwartet hat. „The Voice“ bescheinigt er, „fünf Vollblutmusiker“ in der Jury sitzen zu haben. Und natürlich darf der Standardsatz nicht fehlen, dass es bei Nena &amp; Co. um die Stimme geht. Dann wird es kompliziert. Der Redakteur schreibt: „Durch humane Kommentare der Juroren kommt nicht das Gefühl auf, die Kandidaten treten gegen die Jury an. Da sich jedes Jurymitglied ein Team zusammenstellt, entsteht sogar Teamgeist.“</p>
<p>Blöd nur, dass er „Unser Star für Baku“ genau für diese humanen Kommentare kritisiert: „Die Jury hält sich zurück mit Kritik. Selbst totalen Querschlägern versuchen sie noch etwas Gutes abzugewinnen. Die wohlwollende Haltung droht aber in Seichtheit abzudriften.“ Wobei das ja auch nicht ganz stimmt, Kandidat <a href="http://www.unser-star-fuer-baku.tv/videos/player/index.html?contentId=127098&amp;initialTab=related" target="_blank">Jan lag bei „Closer to the Edge“ von 30 Seconds to Mars</a> oft daneben und das haben auch die Juroren so gesehen. Meine Meinung: Es wird oft zu nett geredet und auch schlechte Leistungen als gut dargestellt – das gilt für alle Castingshows im deutschen Fernsehen. Auch für „The Voice“.</p>
<p>„Deutschland sucht den Superstar“ mit Dieter Bohlen kommt im Test übrigens nicht so gut weg, die RTL-Show erreichte nur den letzten Platz. Allerdings bescheinigt der „NW“-Redakteur dem Format doch eine gewisse Daseinsberechtigung: „Beinharte Castingshow im klassischen Stil: Musikalischen Anspruch kann man zu Beginn der Staffel vergessen, dafür darf man sich häufiger fremdschämen.“</p>
<p>Und damit beginnt mein eigentliches Problem mit dem Artikel. Die „NW“ findet also, bei „Deutschland sucht den Superstar“ handelt es sich um eine Castingshow im „klassischen Stil“. Bei RTL muss man sich vor Freude in die Hände klatschen, wenn man den Artikel liest, was vermutlich nicht der Fall sein wird (Oder doch? RTL-Chefin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anke_Sch%C3%A4ferkordt" target="_blank">Anke Schäferkordt</a> kommt immerhin aus Lemgo und damit dem Einzugsgebiet der „NW“. Vielleicht schaut sie ja ab und zu mal auf der Internetseite vorbei). RTL hat es nach Meinung der „NW“ nämlich geschafft, das Geschehen rund um „DSDS“ so dastehen zu lassen, als sei das was dort passiert völlig normal. Klassisch eben. Beleidigungen, peinliche Momente in Zeitlupe, animierte Grafiken die durch Bild zischen – das alles hält die „Neue Westfälische“ für klassisch. So sehr hat der Kölner Sender manche Menschen anscheinend wirklich manipuliert.</p>
<p>Dabei ist die Rechnung einfach: RTL war lange Zeit der Platzhirsch und hatte die einzigen erfolgreichen Castingshows im Programm. Und mit den Jahren ging es bei „DSDS“ und „Das Supertalent“ immer heftiger zur Sache. Warum? Weil die Reichweiten und Marktanteile stimmten. Doch es darf nicht vergessen werden, dass auch „Deutschland sucht den Superstar“ mal als ganz normales Musikcasting startete – damals, 2002. Zu der Zeit gab es noch keine <a href="http://www.20min.ch/life/tv/story/Der--Fickfrosch--mit-dem-Freibrief-zum-Laestern-23433850" target="_blank">Fickfrösche</a> oder einen Bohlen als „Chef-Juror“.</p>
<p>DAS war noch normal und klassisch – würde ich behaupten. „Deutschland sucht den Superstar“ ist seit Jahren die Messlatte im Quotenbereich für andere Castingshows. Doch diese, inzwischen muss man es ja so nennen, Freakshow als „klassisch“ zu bezeichnen, das ist schon reichlich naiv.</p>
<p><strong>Hinweis:</strong> Ich habe keinen Groll gegen die „Neue Westfälische“ oder ihre Mitarbeiter. Ich habe nie bei der „NW“ gearbeitet. Allerdings habe ich für drei Monate ein Praktikum beim „Westfalen Blatt“ absolviert – einer Konkurrenzzeitung der „NW“. Mit den Mitarbeitern dort bin ich weder verwandt noch verschwägert. Dieser Artikel entstand lediglich nach der Sichtung des oben genannten „Tests“ in der Online-Ausgabe der „NW“.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Über den Autor</span>: <em><br />
Timo Niemeier studiert Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt. Timo arbeitete unter anderem bereits für Meedia.de, Quotenmeter.de und das Westfalen-Blatt.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Hinweis</span>:<em><br />
Dieser Artikel erscheint hier mit freundlicher Genehmigung als Crosspost. Der Beitrag erschien zunächst <a href="http://timoniemeier.wordpress.com/2012/01/17/die-nw-macht-jetzt-auf-casting-versteher/" target="_blank">im privatem Blog des Autors</a>.</em><br />
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		<title>Ein Tag ohne Smartphone</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 16:03:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Web]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Nico Stockheim Verrückt. Der Mensch ist wirklich ein Gewohnheitstier – in allen Lebenslagen. Als ich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit war fiel mir auf, dass ich mein iPhone zu Hause vergessen habe. Okay kann passieren, ist ja nicht weiter schlimm. Befremdlich und köstlich amüsant war jedoch, dass ich im selben Augenblick das &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2011/11/03/ein-tag-ohne-smartphone/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Nico Stockheim</em></p>
<p>Verrückt. Der Mensch ist wirklich ein Gewohnheitstier – in allen Lebenslagen. Als ich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit war fiel mir auf, dass ich mein iPhone zu Hause vergessen habe. Okay kann passieren, ist ja nicht weiter schlimm. Befremdlich und köstlich amüsant war jedoch, dass ich im selben Augenblick das Bedürfnis hatte mein Missgeschick auf Facebook mitzuteilen. Ein Dilemma.</p>
<p>Als ich dann auch noch meinen Bus verpasst habe, – gut, dass ich immer versuche einen Bus früher zu nehmen, so dass das nicht weiter schlimm war – habe ich ernsthaft überlegt noch einmal zurückzulaufen um mein Telefon zu holen, denn bereits jetzt war mir klar: Was willst du während den Busfahrten und den Zigarettenpausen bloß tun? Du hast ja nicht einmal Musik!</p>
<p>Die Fahrten Hin und Zurück waren jedenfalls die Längsten, die ich auf dieser Strecke bisher verbracht habe. Im Bus gibt es ja nicht einmal etwas zu beoabachten, weil fast jeder auf sein Telefon oder Tablet starrt! An der Arbeit angekommen war der Entzug weniger schlimm. Allerdings habe ich mich doch mehrmals dazu verleitet gefühlt, meine Mails zu checken. Die Neugier war einfach zu groß.</p>
<p>Klar, die Neugier und das Gefühl etwas zu verpassen sind da, aber der wahre Grund warum ich mein iPhone vermisst habe ist ein anderer.  Ich schaue während einer Bus/Zugfahrt oder in stillen Momenten auf mein Display, weil mir sonst einfach stinklangweilig wird. Der Blick in Facebook, Artikel in Nachrichten- und Magazin-Apps oder eBooks sind einfach ein gut portionierbarer Ersatz für Bücher, Zeitungen und Magazine.</p>
<p>Wenn mich nun jemand fragen würde, ob ich auf ein Smartphone verzichten könnte müsste ich denjenigen fragen, ob er verrückt ist. Ein Leben ohne mobiles Internet kommt für mich nicht mehr in Frage. Wenn ich mein Telefon mal wieder vergessen sollte ist das auch kein Weltuntergang, aber ich versuche es dringlichst zu vermeiden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Über den Autor:</span><br />
<em>Nico Stockheim studiert Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt und arbeitet in der Redaktion von t-online.</em><br />
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		<title>Tick-Tack – Du bist doof</title>
		<link>http://www.youdaz.com/2011/10/10/tick-tack-%e2%80%93-du-bist-doof/</link>
		<comments>http://www.youdaz.com/2011/10/10/tick-tack-%e2%80%93-du-bist-doof/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 08:39:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Geschwindigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Liveticker]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Robin Hartmann „Jeder hat das Recht, …sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten…“ Was da so wunderschön kryptisch in bestem Beamtendeutsch in Artikel 5 unseres Grundgesetzes steht, bedeutet nichts anderes, als dass die Medien uns gefälligst darüber zu informieren haben, wenn irgendwo ein Krieg ausbricht oder Britney Spears sich im Intimbereich seit neustem &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2011/10/10/tick-tack-%e2%80%93-du-bist-doof/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Robin Hartmann</em></p>
<p>„Jeder hat das Recht, …sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten…“ Was da so wunderschön kryptisch in bestem Beamtendeutsch in Artikel 5 unseres Grundgesetzes steht, bedeutet nichts anderes, als dass die Medien uns gefälligst darüber zu informieren haben, wenn irgendwo ein Krieg ausbricht oder Britney Spears sich im Intimbereich seit neustem eine Glatze rasiert.</p>
<p>Und das machen sie ja an sich auch ganz ordentlich, über mangelnde „Unterrichtung“ können wir uns nun wohl wahrlich nicht beschweren. Doch trotzdem bedeutet die Tatsache, dass man das Recht hat, „…sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert…“ und so weiter, leider noch lange nicht, dass man auch die Möglichkeit dazu bekommt. Denn seit einiger Zeit hat das Rauschen im Blätterwald derartig stark zugenommen, dass unbedarftere Leser auf der Suche nach wirklicher Information leicht verzagen mögen.</p>
<p>Die Aufgabe der Medien soll, muss es sein, jeden Einzelnen so umfassend zu informieren, dass er im Idealfall seine Schlafmütze ablegt und loszieht, um, wenn schon nicht gleich unbedingt Autos anzuzünden, seinem Frust über Missstände auf demokratische Weise Ausdruck zu verleihen und den Oberen mal ordentlich Dampf zu machen, wenn ihm etwas nicht passt. Aber wie soll der deutsche Michel das denn bitte bewerkstelligen, wenn die Medien auf ihrer sekundengenauen Jagd nach der nächsten Sensation ihn mit vermeintlichen Informationen derart überschwemmen, dass er völlig den Blick dafür verlieren muss, was nun letztendlich wirklich relevant und was vernachlässigbar ist.</p>
<p>Wenn zu Revolverblättern mutierte Gazetten wie Spiegel Online Firmen wie Apple ihr Marketing abnehmen, indem sie zur Präsentation des neuen Eiertelefons gleich einen Liveticker mit den wichtigsten Banalitäten einrichten, muss man sich schon die Frage gefallen lassen, ob das noch Qualitätsjournalismus ist. Warum sehen Zeitungen im Onlinebereich auf einmal die Notwendigkeit, die Leser <span id="more-1485"></span>im Minutentakt darüber zu „unterrichten“, dass der Sack Reis in China durch die neuesten Entwicklungen langsam umzukippen droht, aktueller Neigungswinkel 08/15 Prozent?</p>
<p>Nun könnte man die Frage nach dem Huhn und dem Ei stellen, denn unzweifelhaft ist der User von heute nervöser denn je und der Fluch des Mobile Web hat seine Nervosität in eine an Epilepsie grenzende Unruhe verwandelt. Zwischen einem hochgereckten virtuellen Daumen auf Facebook für einen Freund, der gerade ein Leberwurstbrot isst und meint, dass jedem mitteilen zu müssen, und der Suche nach den neuesten Schlampen, die sich mit dem unmöglichsten Zeug gegenseitig penetrieren, will der moderne Internetnutzer anscheinend pausenlos über jeden Schwachsinn informiert werden.</p>
<p>Von dieser Rastlosigkeit angestachelte und sich in ihrer Aufklärungsarbeit bestätigt sehende Meinungsmacher setzen deshalb alle paar Sekunden die neueste DPA-Meldung über den Stand der Dinge beim arabischen Frühling oder dem großen und kleinen Geschäft von Z-Promis in die Welt (Pinkel-Prinz: so ungeniert urinierte er. Oder so ähnlich). Wenn Nachrichten aber immer beliebiger werden und wahre News in der Hektik des Internetzeitalters nur allzu leicht das Feld für Randnotizen räumen müssen, nur weil diese eben gerade passieren, wo bleibt dann die Information?</p>
<p>Wie hat der Nutzer noch die Möglichkeit, Nachrichten nach ihrer Relevanz einzuordnen und schlussendlich, warum sollten ihn Nachrichten überhaupt noch interessieren, wenn überall nur noch per Liveticker vermeldet wird, das Lothar Matthäus zum achtzigsten Mal geheiratet hat oder eine von Justin Bieber versteigerte Haarlocke von irgendwelchen Wahnsinnigen für Abertausende aufgekauft worden ist?</p>
<p>Oder müsste die Frage vielleicht umgekehrt lauten, will der moderne Mensch überhaupt noch wirkliche Information oder ist er ihrer durch das ganze Liveticker-Geballer und die sonstige Berieselung schon derart überdrüssig, dass er nur noch Nullnachrichten aufnehmen kann? Leider deuten die Anzeichen auf „Ja“ bei dieser Frage.</p>
<p>Junge Menschen lesen immer weniger Zeitung, besonders wenig in klassischer, gedruckter Form. Der Vorteil im Netz ist ja, dass man einen angefangenen Artikel sofort wieder wegklicken kann, sobald einen ein sprechender Elch dazu auffordert, persönliche Kreditkarteninformationen preis zu geben. Dann noch schnell auf das nächste Pop-Up klicken, weil man als ein millionster Besucher mal wieder ein Ipad gewonnen hat, und schon ist man wieder auf Youjizz, so schnell geht das.</p>
<p>Perverser weise wird aber dieses neuartige Balzgehabe der Zeitungwebsites à la BILD.de von den Usern nicht abgestraft, im Gegenteil. Die Klickzahlen schnellen exorbitant nach oben, und nur um die geht es ja bekanntermaßen. Die PageView-Huren können ein trauriges Lied davon singen. Niemand wird abstreiten, dass auch klassische Zeitungen im Print mit ihrem Bildungsauftrag im Idealfall Gewinn machen möchten, aber im Netz geht es nur noch ums scheffeln. Und wenn die Nutzer dies nicht nur tolerieren, sondern auch noch fördern, dann muss man leider sagen: Jeder kriegt die Medien, die er verdient.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Über den Autor</span>:<br />
<em>Robin Hartmann studiert Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt und arbeitete unter anderem bereits für <a href="http://www.bild.de/" target="_blank">BILD</a>, <a href="http://www.welt.de/" target="_blank">Welt Online</a> und die <a href="http://www.faz.net/s/homepage.html" target="_blank">FAZ</a>.</em><br />
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 14:07:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Daniel Drepper</em></p>
<p>Sogar Usain Bolts jüngster Rekord ist schon drin: Mehr als 2000 Weltrekorde hat der Finne Jens Finnäs &#8211; super Name für einen Finnen &#8211; für sein Projekt verarbeitet und ich finde, es hat sich gelohnt. Finnäs hat alle Leichtathletik-Weltrekorde fast aller Disziplinen handlich visualisiert.</p>
<div id="attachment_1652" class="wp-caption alignright" style="width: 460px"><a href="http://www.danieldrepper.de/wp-content/uploads/2011/09/Screenshot-Weltrekorde-Datenjournalismus.jpg"><img class="size-full wp-image-1652" title="Die Weltrekord-Entwicklung im Vergleich. Hier: 100 Meter und 10000 Meter der Männer. / screenshot von jensfinnas.com/dataist/wr_progression/" src="http://www.danieldrepper.de/wp-content/uploads/2011/09/Screenshot-Weltrekorde-Datenjournalismus.jpg" alt="Die Weltrekord-Entwicklung im Vergleich. Hier: 100 Meter und 10000 Meter der Männer. / screenshot von jensfinnas.com/dataist/wr_progression/" width="450" height="230" /></a><p class="wp-caption-text">Die Weltrekord-Entwicklung im Vergleich. Hier: 100 Meter und 10000 Meter der Männer. / screenshot von jensfinnas.com/dataist/wr_progression/</p></div>
<p>Mit Ausnahme von Marathon und Gehen hat Finnäs <a title="Die Visualisierung von Jens Finnäs" href="http://jensfinnas.com/dataist/wr_progression/" target="_blank">in seiner Anwendung</a> alle Weltrekorde aufgenommen <em>(auf meine Nachfrage hin will Finnäs die beiden vielleicht noch aufnehmen)</em>. Das veranschaulicht die Entwicklung der Weltrekorde sehr gut, man kann Disziplinen vergleichen oder die Veränderungen bei Frauen und Männern.</p>
<p>In seinem Blog erklärt Finnäs, <a title="Lebenslauf von Finnäs - allerdings auf finnisch" href="http://jensfinnas.com/?page_id=61" target="_blank">27 Jahre und aus Helsinki</a>, wie er die Daten verarbeitet hat. Finnäs kopierte die Daten aus dem 2009 zur WM in Berlin erschinenen Statistik-Handbuch der IAAF (hier als pdf) und versuchte sie bei Excel in Form zu bringen. Alle seit 2009 neu erzielten Weltrekorde trug Finnäs nach, auch die Jamaikaner am vergangenen Sonntag.</p>
<p>Finnäs erklärt auch, <span id="more-1209"></span>mit welchen Programmen er die Daten visualisiert. Für mich als Datenjournalismus-Anfänger ist das Fachchinesisch, <a title="Finnäs erklärt sein Vorgehen im Blog" href="http://dataist.wordpress.com/2011/09/05/interactive-athletics-world-record-progression/#comment-103" target="_blank">aber es hört sich an</a>, als könne man sich vergleichsweise schnell einfinden.</p>
<p>Datenjournalismus an sich ist super. Auch wenn Finnäs Vergleich erstmal nur eine Spielerei mit Weltrekorden ist, es lassen sich auch viele andere gute Sachen machen. Wer mehr wissen will, ist bei <a title="Blog von Datenjournalist Lorenz  Matzat" href="http://www.datenjournalist.de/" target="_blank">Lorenz Matzat</a> oder <a title="Blog zu Open Data von Christiane Schulzki-Haddouti" href="http://blog.kooptech.de/" target="_blank">Christiane Schulzki-Haddouti</a> gut aufgehoben.</p>
<p>Der Sport ist für Datanerds eine tolle Spielwiese. Im Gegensatz zu brisanten Daten bei harten Recherchen sind Zahlen und Fakten im Sport sehr leicht zugänglich. Die New York Times hat das 2008 <a title="Webseite der Weltrekordvergleiche der New York Times" href="http://www.nytimes.com/interactive/2008/08/16/sports/olympics/20080816_world_records.html" target="_blank">mit einem Vergleich der Rekordentwicklung</a> schon einmal vorgemacht. Dort sind nicht nur einige Leichtathletik-Rekorde, sondern auch ausgewählte Disziplinen im Schwimmen, Radsport, Schießen und Gewichtheben aufgearbeitet. <em>(Den Link dazu habe ich bei Finnäs gefunden)</em></p>
<p><strong>Und was ist mit Doping? </strong></p>
<p>Achja: &#8220;Die Frage ist, ob man daraus Doping lesen kann&#8221; &#8211; Das war die erste Frage, die ich bei Facebook als Reaktion auf den Link zu Finnäs&#8217; Visualisierung bekam. Und auch bei Finnäs fragt ein Leser, ob die Anzahl der Doping-Tests mit der Entwicklung korreliert. Die Daten laden zu Spekulationen ein. Einige wissenschaftliche Anhaltspunkte bietet das Buch &#8220;Doping im Spitzensport&#8221; von Andreas Singler und Gerhard Treutlein aus dem Jahr 2000, dass es <a title="Das Buch bei Google Books" href="http://books.google.de/books?id=PNY6d5YEv7MC&amp;pg=PA316&amp;lpg=PA316&amp;dq=%22doping+im+Spitzensport%22+singler+treutlein&amp;source=bl&amp;ots=eX5ijDRNwX&amp;sig=F4TywPLRn7z9NMsCuVJNTJMF320&amp;hl=de&amp;ei=ac1lTub9AuTi4QS2gsGjCg&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=1&amp;ved=0CBkQ6AEwAA#v=onepage&amp;q&amp;f=false" target="_blank">kostenlos bei Google Books</a> zu lesen gibt.</p>
<p>Singler und Treutlein befassen sich in ihrem Buch unter anderem mit dem Einfluss von Doping auf die Leistungsentwicklung. Sie schreiben, dass &#8220;Doping und Dopingkontrollen zwar nicht die einzigen, aber spätestens seit den 60er Jahren wesentlichen Ursachen von Leistungsentwicklungen waren&#8221;. Einige Punkte:</p>
<ul>
<li>die stärkste Leistungsentwicklung in der Leichtathletik war in den frühen Siebziger Jahren. &#8220;Sie fiel bei den Frauen stärker aus als bei den Männern, weshalb eine Beschleunigung durch Anabolikadoping anzunehmen ist&#8221; (Seite 52)</li>
<li>besonders auffällig ist laut Singler/Treutlein, wenn in einer ganzen Disziplingruppe wie den Würfen eine gleichzeitige Entwicklung einsetzt. In den USA habe dies Ender 1950er Jahre stattgefunden, was etwa mit der Einführung des fast ausschließlich verwendeten Anabolikums Dianabol zusammenfällt (Seite 85/90)</li>
<li>&#8220;In verschiedenen Disziplinen (&#8230;) sind viele Leistungsentwicklungen im betrachteten Zeitraum (ca. 1960-1990) atypisch (&#8230;). Leistungsaufschwünge können zumindest zum Teil auch auf Doping, Leistungseinbrüche wie nach 1989/1990 auf die Effektivierung der Dopingbekämpfung zurückgeführt werden.&#8221; (Seite 80)</li>
<li>die Leistungseinbrüche um 1990 wurden in Jahren danach laut Singler/Treutlein wieder nach oben korrigiert, was für die verstärkte Verwendung von Epo und Wachstumshormonen spreche. Ein Beispiel ist der Ausdauersport: Die Entwicklung der Langstreckenweltrekorde war nach der Verbreitung von Eop in den 1990er Jahren besonders krass. (u.a. Seite 30)</li>
</ul>
<blockquote><p><strong>Das Fazit von Singler/Treutlein:</strong> &#8220;Leistungsentwicklungen können, wie gezeigt wurde, erste Aufschlüsse vermitteln, die auf Doping (&#8230;) hinweisen. (&#8230;) Für den DDR-Leistungssport kann der Zusammenhang zwischen Doping und Leistungsentwicklung recht deutlich nachgewiesen werden. Für andere Länder ist der Zusammenhang weniger deutlich, zumal auch entsprechende Dokumente fehlen. (&#8230;) Sowohl überragende Einzelleistungen als auch große Leistungsverbesserungen auf breiter Ebene sind meist eindeutig durch solche Formen der Manipulation erklärbar. (&#8230;) Bestimmte Leistungsentwicklungen auf Doping zurückzuführen, bleibt jedoch weiterhin problematisch, und dies umso mehr, je individueller solche Zuwächse zu Stande gekommen sind.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das Buch von Singler/Treutlein kann ich nur empfehlen, dort finden sich zahlreiche spannende Infos und Interpretationen zu Doping im Spitzensport.</p>
<p>Aufmerksam geworden bin ich auf die Seite von Finnäs übrigens durch den <a title="Link zum Twitter-Account von zeitonlinesport" href="http://twitter.com/#!/zeitonlinesport" target="_blank">Twitter-Account der Sportredaktion von Zeit-Online</a>.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Über den Autor</span>:<br />
<em>Daniel Drepper ist freier Journalist und bearbeitet besonders gern kritische und rechercheintensive Themen. Seit Februar 2011 ist er auch Reporter für das Recherche-Ressort der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Mehr über ihn gibt es auf seiner Homepage <a href="http://www.danieldrepper.de/" target="_blank">www.danieldrepper.de</a>.</em></p>
<p>Dieser Artikel erscheint auf YOUdaz.com mit freundlicher Genehmigung als <a href="http://www.danieldrepper.de/entwicklung-leichtathletik-weltrekorde-datenjournalismus/" target="_blank">Crosspost</a>.<br />
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		<title>Kinderparadies Frankfurt?</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 09:49:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von  Robin Hartmann, Natalie Schwarzkopf, Thomas Strothjohann, Katharina Tron und Beatrice Tzschentke In Frankfurt ist es für Eltern ein Leichtes ihre Kinder im Kindergarten unterzubringen. Denn hier stehen sogar mehr Kindergartenplätze zur Verfügung als es überhaupt Kinder gibt – zumindest theoretisch. Praktisch sieht das Ganze da schon anders aus. Auch wenn Kindern zwischen 3 und 6 Jahren gesetzlich ein Kindergartenplatz zusteht, so &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2011/09/05/kinderparadies-frankfurt/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von  Robin Hartmann, Natalie Schwarzkopf, Thomas Strothjohann, Katharina Tron und Beatrice Tzschentke</em></p>
<p>In Frankfurt ist es für Eltern ein Leichtes ihre Kinder im Kindergarten unterzubringen. Denn hier stehen sogar mehr Kindergartenplätze zur Verfügung als es überhaupt Kinder gibt – zumindest theoretisch.</p>
<p>Praktisch sieht das Ganze da schon anders aus. Auch wenn Kindern zwischen 3 und 6 Jahren gesetzlich ein Kindergartenplatz zusteht, so bedeutet das noch lange nicht, dass sie auch wirklich einen bekommen. Und gerade in einer Großstadt wie Frankfurt können Eltern bei der Suche nach einem Betreuungsplatz für ihre Kleinen leicht den Überblick verlieren. Eine zentrale Vergabestelle gibt es nicht, aber um den Eltern die Suche zu erleichtern, hat sich die Stadt Frankfurt etwas anderes ausgedacht: <a href="http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=4400" target="_blank">den so genannten Kita-Wegweiser</a>. Dabei handelt es sich um eine Website, auf der sich Eltern vom heimischen PC aus über Kindergärten in ihrem Stadtteil informieren können.</p>
<p>Wo gibt es Kindergärten? Welche Betreuungsangebote bieten sie? Wie viele Kinder werden dort betreut? All diese Fragen soll das Tool beantworten. Nur die wichtigste Frage beantwortet das Tool nicht: In welcher Kita gibt es freie Plätze? Angezeigt wird dort nämlich nur, wie viele Kinder insgesamt in der Einrichtung betreut werden können. Aber auch diese Zahlen werfen einige Fragen auf. Denn unsere Analyse zeigt, dass es in Frankfurt angeblich 20.857 Plätze für Drei- bis Sechs-Jährige gibt. Laut Melderegister der Stadt gibt es aber nur 18.659 Kinder in diesem Alter. Theoretisch also 2.189 überschüssige Kindergartenplätze!</p>
<p>Ein Scraping-Programm macht es möglich, Zahlen wie diese zu vergleichen. Man kann es so einrichten, dass es Daten wie die vom Kita-Wegweiser automatisch ausliest und die Daten mit Analyse-Tools auf weitere interessante Sachverhalte stoßen. Denn schaut man noch genauer hin, auf die Stadtteile nämlich, sieht man, dass die Plätze sehr unterschiedlich verteilt sind. So stehen im Westend 731 Kindern 1.416 Betreuungsplätze zur Verfügung – 685 Plätze zu viel! In Hausen sollen es aber 135 Plätze zu wenig sein. Bei 95 Plätzen auf 233 Kinder hieße das, dass rund 60 Prozent der Hausener Kinder ohne Kindergartenplatz dastehen.</p>
<p>Monika Hoffmann vom Caritas Kindergarten “Charlotte Schiffer” in Hausen bekommt von dieser theoretischen Problematik jedoch nichts mit: „Nach Abstimmung im Stadtteil scheinen mir doch recht viele versorgt. Die Zahl erscheint mir zu hoch. Ich habe derzeit etwa acht bis zehn Kinder auf der Warteliste.&#8221; Ob ihr persönlicher Eindruck aber der Realität im Stadtteil entspricht, kann Monika Hoffmann nicht sagen. Dafür fehle ihr der Überblick über den gesamten Stadtteil, „da die Plätze in Kooperation mit den Stadtschulamt vergeben werden.&#8221;</p>
<p>So einen Überblick könnte eigentlich der Kita-Wegweiser der Stadt im Internet geben. Aber der braucht dringend ein Upgrade.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Über die Autoren</span>:<br />
<em>Die Autoren sind alle Online-Journalismus Studenten an der Hochschule Darmstadt. </em><br />
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		<title>Unfallstatistik Frankfurt &#8211; Die Rechercheergebnisse</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 11:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Thea Anders, Lena Sarika Feriduni, Yvonne Raßbach, Jan Schneider und Fabian Seidl Unsere ursprüngliche Frage, ob der Einsatz von Blitzern an vielen Stellen nur Abzocke ist, konnten wir nicht beantworten. Der Grund: Die Daten ließen sich bislang nicht nach Stadtteilen aufschlüsseln und somit nicht kombinieren. Wir bleiben jedoch dran und sind für Vorschläge offen. &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2011/08/03/unfallstatistik-frankfurt-die-rechercheergebnisse/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Thea Anders, Lena Sarika Feriduni, Yvonne Raßbach, Jan Schneider und Fabian Seidl</em></p>
<p><a href="http://www.youdaz.com/2011/08/02/auf-schatzsuche-im-datendschungel-der-frankfurter-unfallstatistik/" title="Auf Schatzsuche im Datendschungel der Frankfurter Unfallstatistik">Unsere ursprüngliche Frage, ob der Einsatz von Blitzern an vielen Stellen nur Abzocke ist</a>, konnten wir nicht beantworten. Der Grund: Die Daten ließen sich bislang nicht nach Stadtteilen aufschlüsseln und somit nicht kombinieren. Wir bleiben jedoch dran und sind für Vorschläge offen. Dafür haben wir aber interessante bis verblüffende Ergebnisse rund um Unfälle im Jahr 2010 im Frankfurter Stadtgebiet, wie folgt, generiert:</p>
<ul>
<li>insgesamt gab es 20.252 (von der Polizei registrierte) Unfälle, davon ¼ mit Fahrerflucht</li>
<li>2.092 Leichtverletzte, 371 Schwerverletzte und 25 Tote</li>
<li>Gesamtschaden: 52.918.998 Euro</li>
<li>230 mal ist jemand abgehauen, obwohl es einen Personenschaden mit Leichtverletzten gab</li>
<li>bei Personenschaden mit Schwerverletzten gab es 31 Unfallflüchtige</li>
<li>bei 501 Unfällen war Alkohol im Spiel (aus der Datei geht allerdings nicht hervor, ob Alkoholeinfluss die Unfallursache war</li>
<li>Der unfallreichste Tag des Jahres 2010 war mit 262 Unfällen der 28.09.2010.</li>
</ul>
<p>Unfallbeteiligte pro Jahr / Wochentag:</p>
<p><iframe width="500px" height="300px" scrolling="no" frameborder="no" src="http://www.google.com/fusiontables/embedviz?gco_chartArea=%7B%22top%22%3A%2230%22%7D&#038;containerId=gviz_canvas&#038;q=select+col0%2C+col1+from+1199349+&#038;qrs=where+col0+%3E%3D+&#038;qre=+and+col0+%3C%3D+&#038;qe=+limit+7&#038;viz=GVIZ&#038;t=PIE&#038;width=500&#038;height=300"></iframe></p>
<p>Ach ja: Es gibt 3,8 mal so viele Unfälle in Frankfurt mit &#8220;Sonstigen&#8221;, also zum Beispiel Tieren, wie mit Radfahrern:</p>
<p><iframe width="500px" height="300px" scrolling="no" frameborder="no" src="http://www.google.com/fusiontables/embedviz?gco_chartArea=%7B%22top%22%3A%2230%22%7D&#038;containerId=gviz_canvas&#038;q=select+col0%2C+col1+from+1199505+&#038;qrs=where+col0+%3E%3D+&#038;qre=+and+col0+%3C%3D+&#038;qe=+limit+3&#038;viz=GVIZ&#038;t=BAR&#038;width=500&#038;height=300"></iframe></p>
<p><strong>Wie sieht der durchschnittliche Unfallbeteiligte aus?</strong></p>
<p><strong></strong>Wir haben unserer Phantasie freien Lauf gelassen und die Daten rein statistisch gesehen auf den typischen Unfallbeteiligten umgerechnet. Dabei handelte es sich im Jahr 2010 um einen braunhaarigen 41-jährigen Mann, der knapp 9 Jahre den Führerschein besitzt, mit einem PKW ohne Beifahrer im nüchternen Zustand unterwegs war (falls alkoholisiert, dann mit durchnittlich 1,17 Promille) und in einen Sachschaden in Höhe von 829,50 Euro verwickelt wurde.</p>
<p>Also: Machen Sie lieber im Straßenverkehr einen großen Bogen um braunhaarige Männer im mittleren Alter. Ok, die Haarfarbe war ein kleiner Scherz am Rande, aber ansonsten geht die Rechnung auf.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Über die Autoren</span>:<br />
<em>Die Autoren sind alle Studenten an der Hochschule Darmstadt. Fabian Seidl studiert Wissenschaftsjournalismus. Thea Anders, Lena Sarika Feriduni, Yvonne Raßbach und Jan Schneider Online-Journalismus, die drei erstgenannten mit Schwerpunkt PR.</em><br />
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		<title>Auf Schatzsuche im Datendschungel der Frankfurter Unfallstatistik</title>
		<link>http://www.youdaz.com/2011/08/02/auf-schatzsuche-im-datendschungel-der-frankfurter-unfallstatistik/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 10:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Thea Anders, Lena Sarika Feriduni, Yvonne Raßbach, Jan Schneider und Fabian Seidl Das Suchen und Finden von Schätzen ist so eine Sache, denn die mühsame Jagd nach verborgenen Kostbarkeiten führt oft in unbekanntes Terrain. Findet sich die sagenumwobene Schatztruhe dann doch, stellt sich gleich das nächste Problem. Wie bekomme ich die verdammte Kiste auf? &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.youdaz.com/2011/08/02/auf-schatzsuche-im-datendschungel-der-frankfurter-unfallstatistik/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Thea Anders, Lena Sarika Feriduni, Yvonne Raßbach, Jan Schneider und Fabian Seidl</em></p>
<p>Das Suchen und Finden von Schätzen ist so eine Sache, denn die mühsame Jagd nach verborgenen Kostbarkeiten führt oft in unbekanntes Terrain. Findet sich die sagenumwobene Schatztruhe dann doch, stellt sich gleich das nächste Problem. Wie bekomme ich die verdammte Kiste auf?</p>
<p><strong>Erste Geistesblitze </strong></p>
<p>Ein riesiger Datensatz hat uns, fünf angehende Journalisten, vor genau diese Frage gestellt. Unsere ursprüngliche Idee zu Beginn: Wir recherchieren und korrelieren Daten von Blitzern, Unfällen und Geschwindigkeitszonen in Frankfurt, um herauszufinden, ob Blitzer wirklich an Unfallschwerpunkten eingesetzt werden oder einfach nur da, wo Geld gemacht werden kann.</p>
<p>Begonnen haben wir mit der Recherche von mobilen Blitzern im Netz. Diese Daten zu bekommen war noch recht einfach: blitzer.de stellte sie uns ganz unkompliziert zur Verfügung. Nach einigem Hin und Her bekamen wir außerdem vom ADAC die Abschleppdaten aus dem Jahr 2010. Parallel dazu fragten wir beim Polizeipräsidium in Frankfurt am Main nach einer Unfallstatistik für den Raum Frankfurt an. Die erste Auskunft ergab: Es gibt von der Polizei Hessen eine Art elektronische Steckkarte in der alle Unfälle aus dem Jahr 2010 verzeichnet sind. Und Bingo: Nach ein paar Wochen erhielten wir eine riesige Datei (190 MB) von der Verkehrsüberwachung. Das Dateiformat beinhaltete sogar die GPS-Koordinaten der Unfälle.</p>
<p><strong>Sackgasse Bürokratie</strong></p>
<p>Unseren Recherchen führten uns aber auch <span id="more-860"></span>in die ein oder andere Sackgasse. Einige Institutionen erwiesen sich als sehr unbeweglich, hatten Bedenken, was den Datenschutz anging oder konnten bzw. wollten uns keine Auskunft geben. Außerdem versuchten wir, an die Tempolimits im Stadtgebiet Frankfurt  zu kommen. Die Idee: Wir scrapen die Daten aus einer Open-Street-Map. Aber auch hier kamen wir nicht weit: Da nicht für jeden Stadtteil bzw. jede Straße Tempolimits hinterlegt waren, konnten wir die Daten leider nicht gebrauchen.</p>
<p>Auch von den auf den ersten Blick vielversprechenden Daten vom ADAC mussten wir uns leider verabschieden. Zwar wären damit viele interessante Ansätze möglich gewesen: Welches Autofabrikat bleibt am häufigsten liegen? Oder: Müssen Offenbacher öfter abgeschleppt werden, als Frankfurter? Allerdings beinhaltete die Datei nur etwa 10% aller Unfälle von Motorrädern und PKW im Frankfurter Stadtgebiet &#8211; und somit waren die Ergebnisse nicht repräsentativ.</p>
<p><strong>Wie im Märchen: mehr als 1001 Datensätze</strong></p>
<p>Dagegen entpuppte sich die Datei von der Frankfurter Polizei bei genauerem Hinsehen als wahre Fundgrube: Tausende Datensätze warteten darauf, ausgewertet zu werden. Das war schwieriger, als wir zunächst dachten. Als Erstes mussten wir die für uns kryptischen Polizeikürzel entschlüsseln, um überhaupt zu wissen, welche Informationen wir genau vorliegen haben. Auch war der Umgang mit einer derart großen Anzahl von Datensätzen sehr schwierig &#8211; vor allem, da diese ja eigentlich noch mit weiteren Daten kombiniert werden sollten. Sogar die diversen Google-Tools gingen unter der riesigen Datei in die Knie.</p>
<p>Wir blieben dennoch hartnäckig, haben nicht aufgegeben und den Datenschatz schließlich geknackt. Was genau wir heraus gefunden haben, erfahren Sie Morgen an gleicher Stelle. Um keine falschen Erwartungen aufzubauen: Unsere Ausgangsfrage konnten wir nicht beantworten. Aber wir fanden andere, interessante Dinge heraus.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Über die Autoren</span>:<br />
<em>Die Autoren sind alle Studenten an der Hochschule Darmstadt. Fabian Seidl studiert Wissenschaftsjournalismus. Thea Anders, Lena Sarika Feriduni, Yvonne Raßbach und Jan Schneider Online-Journalismus, die drei erstgenannten mit Schwerpunkt PR. </em><br />
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