Fragt man in der Medienbranche rum, wie das Jahr 2012 einzuschätzen sei, hört man viel Schlechtes: Auflagen-Rückgänge, eine mindestens mittlere dreistellige Zahl an Entlassungen, Einstellung von Financial Times Deutschland, Prinz, jenseits des Atlantiks auch die des Tablet-Vorzeigeprojekts “The Daily”. Hinzu die Insolvenzen von Frankfurter Rundschau und dapd. Wir im Team von YOUdaz haben uns deshalb gefragt: War wirklich alles so schlecht? Gab es keine gute Nachrichten?
Doch, die gab es und wir sollten sie nicht vergessen. Zum Abschluss des Kalenderjahres präsentieren wir hier deshalb eine positiv-Liste: Gute Nachrichten aus der Medienbranche 2012. Acht Gründe, warum wir durchaus auch zuversichtlich sein dürfen!
- N24 hat die Gewinnzone erreicht
- Ein neuer Jahrgang an Volontären, Journalistenschülern und Hochschul-Alumni ist ausgebildet und hat bereits in der Ausbildung bewiesen, konkurrenzfähige Produkte erstellen zu können, und bringt nun sein Wissen in die Unternehmen ein (wenn man sie lässt)
- Nach sechs Jahren Auseinandersetzungen haben in Belgien französischsprachige Verleger und Google zusammen gefunden. Statt vor Gericht zu streiten will man künftig gemeinsam die Zukunft gestalten
- Informationsfreiheitsgesetze sind weiter auf dem Vormarsch. Hamburg hat mittlerweile ein weitreichendes “Transparenzgesetz”. Auch im Bund steht eine Novelle an, die Journalisten weitere Möglichkeiten einräumen könnte
- Der “Youngster”-Magazinableger zum gedruckten “Welt der Wunder”-Printmagazin war nur eines von einer ganzen Reihe an Printprodukten für junge Leser, die es im Jahr 2012 auf den Markt gebracht haben. Die Verlage entdecken, dass es sich lohnt, auf die jungen Leser zu setzen.
- 2012 sind viele weitere kostenlose oder preiswerte Tools entstanden, die multimediale, interaktive oder kuratierende Darstellung von Inhalten ermöglichen. Auch viele Tools zur Datenauswertung sind verfügbar.
- Carta ist wieder da
- Die taz hat mit ihrem Projekt “taz zahl ich” und der “Pay-Wahl” seit November gezeigt, dass freiwilliges Bezahlen für Online-Inhalte ein Zukunftsmodell sein kann
Und sicher gab es noch vieles mehr. In den Kommentaren ist Platz dafür.
Wir wünschen einen guten Start ins neue Jahr!




