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StudiVZ als Exfreundin

Soso, StudiVZ wird also verkauft. Wenn es den Käufer überhaupt gibt. Die ganze Sache mit StudiVZ ist ohnehin reichlich obskur. Vergessen wir mal das ökonomische. Fast noch interessanter ist doch, wie die Internetnutzer über StudiVZ (und mit Abstrichen auch ICQ und andere untergegangene Angebote) sprechen und schreiben.

Ihr Verhalten gegenüber StudiVZ ähnelt dem Verhalten, das viele ihrer Ex-Freundin entgegenbringen. Man sagt sich, man hätte eine schöne Zeit gehabt und damals sei alles gut gewesen. Nun habe man sich aber weiter entwickelt, habe eine Neue und die sei viel besser.

Für die Ex, sprich StudiVZ, hat man aber kein Gefühl von Dankbarkeit übrig, sondern nur Spott und Häme. Schau mal, die will keiner mehr! Haha! Die hat auch kaum noch was mit den Leuten von damals am Hut. Dass sie aber so einsam ist und es ihr so schlecht geht, weil man selbst es war, der sie verlassen hat – darüber spricht keiner.

Nur: Was sagt uns das?

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Über den Autor

Andreas Grieß

Andreas lebt in Hamburg und ist dort als freier Online- und Medienjournalist tätig. Zuvor hat er von 2008 bis Juli 2012 an der Hochschule Darmstadt Online-Journalismus studiert. In seinem Praxissemester war er bei Spiegel Online und taz.de aktiv. Andreas ist Gründer von YOUdaz.com. Homepage: www.andreasgriess.de Twitter: @youdaz

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