Suche
Suche Menü

Das Surface: Wie sich Microsoft selbst verapplet

Microsoft wird ein eigenes Tablet auf den Markt bringen: das Surface. Es macht den Eindruck, durchdachter und funktionaler zu sein als das iPad.

Mit der bisherigen Produktpräsentation schafft Microsoft es aber nicht, zu zeigen, dass ihr Produkt besser ist als das Apple-Tablet. Wer so auftritt, kann nur verlieren. In den Medien als iPad-Konkurrent gehandelt zu werden, hindert dabei, den Markt neu aufzurollen.

Mit innovativen Ideen und einer einfachen Infrastruktur zeigt Microsoft, was technisch für Tablets längst möglich ist. Kurz genannt seien USB 3.0 in der Pro-Ausführung und die in die Schutzhülle integrierte Tastatur. Mircrosoft entwickelte das Tablet also bei Weitem über einen iPad-Nachbau hinaus. Durch die unglückliche Kommunikation stellt das Unternehmen das Produkt aber trotzdem in die Ecke der iPad-Nachahmer.

Die von Apple bekannte Geheimniskrämerei wirkt bei Microsoft einfach nur peinlich. Wichtig wäre jetzt, eigene Werte zu betonen und besondere Stärken in den Vordergrund zu rücken. Microsoft gerät eben eher selten unter Verdacht, besonders jung und hipp zu sein. Die Metro-Oberfläche, die mit Windows Phone 7 eingeführt wurde, ließ aber erste Hoffnung aufkommen, daran könnte sich etwas ändern. Die neuen und vor allem vom iPad völlig unterschiedlichen Bedienmöglichkeiten wären sinnvolle Merkmale, mit denen das Surface sich abgrenzen könnte.

Wer versucht wie Apple zu sein, wird sein Ziel nie erreichen. Wer neben Apple aber zeigen kann, dass es einfacher und besser geht, hat eine Chance.

Microsofts Stärken liegen im Business-Bereich und beim Otto-Normalverbraucher. Apple ist zwar der Angriff auf diese Bereiche gelungen. Dennoch kann Microsoft diese Kunden eher zurückgewinnen, als Apples Fangemeinschaft von Windows-Tablets zu überzeugen. Das Surface-Tablet zeigt, dass das auch die Gedanken der Techniker und Designer bei der Entwicklung waren. Einfache, aber schöne Ideen wie die Tastatur im Displayschutz erleichtern den Umstieg vom Laptop auf ein Tablet.

Wenn sich das Surface eine eigene Position auf dem Tabletmarkt sichern kann, wird es eine Alternative zum iPad. Leider ist in der Hinsicht der Produktname bislang Programm: Das Microsoft-Tablet heißt nicht nur Surface, bei der Kommunikation kratzt Microsoft leider auch immer noch an Oberfläche der Möglichkeiten. Ständig scheint ein Auge hinüber zu schielen, wie sich der angebissene Apfel verhält.

Ähnliche Beiträge:

Autor:

Pascal studiert an der Katholischen Universität Eichstätt Journalistik mit Schwerpunkt Innovation und Management. Seine Bachelorarbeit zum Thema Integration sozialer Medien in öffentlich-rechtlichen Nachrichtenredaktionen hat er zusammen mit Martin an der Hochschule Darmstadt geschrieben.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Anti-Spam: Bitte diese kleine Rechnung lösen * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.