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Linksverkehr KW 13/2012

Die Fragen der Woche: Ist Onlinejournalismus eine eigenständige Journalismus-Form? Entscheidet die Anzahl der Likes auf Facebook bald über die Höhe des Gehaltes? Wie konzipiert man Werbung für Kinder? Und: Sind Nachrichtenageturen noch nötig? Antworten gibt unser Linksverkehr.

Online-Journalismus?

Stefan Plöchinger, Chef von sueddeutsche.de, fragt auf Vocer.de ob es noch Sinn macht Onlinejournalismus als eigenständiger Journalismus-Form anzusehen, wo doch Bild, Video und Text dort verschmelzen. Sein Fazit: Ja, es Online-Journalismus wird eine eigene Disziplin bleiben, weil das Internet mehr ist, als die Summe seiner teile. Auch interessant dieses etwas gewöhnungsbedürftig geschnittene Video mit Stefan Plöchinger

Andreas denkt: Für mich und viele meiner Studienkollegen ist das nicht neu. Für viele, die im Journalismus arbeiten oder ihn managen aber leider ja. Ihnen sei dieser Text besonders empfohlen. Einzig: Ich würde gerne beim Begriff Online-Journalismus bleiben.

Blick in die Zukunft

Richard Gutjahr wirft einen Blick in die Zukunft: Der Euro ist zusammengebrochen und wurde durch Social-Scoring ersetzt. Die Anzahl der Likes bei Facebook entscheiden über das Gehalt, wie schnell man einen Termin beim Arzt bekommt und welchen Lebensstil man führen kann.

Martin wünscht sich: In dieser Zukunft will ich nicht leben. Gutjahr wirft einen Blick in die Zukunft und schafft es dadurch in der Gegenwart den Leser wach zurütteln. Die Fixiertheit auf Likes und plus1-en darf das reale Leben nicht auffressen. Ich kann Richard Gutjahrs Rat nur zustimmen:

“Pflegen Sie Ihre Freundschaften, im Netz wie auch sonst wo. Im Leben begegnet man sich immer zweimal. Bei Facebook rund um die Uhr.”

Sinus-Milieus, jetzt auch für Jugendliche

Die Sinus-Milieus wurden nun auch für die junge Bevölkerung erstellt.

Andreas denkt: Die Sinus-Milieus haben wir im Studium mehr als einmal durchgenommen. Vor allen in der Zielgruppen-Bestimmung sind sie interessant. Für Werbetreibende gilt dies freilich noch mehr. Ob die Werbung für Kinder nun noch gezielter konzipiert wird? Versucht werden wird es womöglich, die Erfolgsausrichten halte ich jedoch für gering bei einer Orientierung an die Sinus-Milieus.

Moderne Nachrichtenagenturen

Cord Dreyer und Daniel Bouhs von der Nachrichtenagentur dapd haben für Diskurs@Deutschlandfunk die Herausforderungen für Journalisten beschrieben, die neue Kommunikationswege mit sich bringen. Im digitalen Zeitalter muss sich der Journalismus auf neue Quellen einstellen. Das ist eigentlich nichts Neues. Interessant ist jedoch, dass das noch immer Thema ist. Die Diskussion unter dem Beitrag dreht sich daher vielmehr um die Frage: Sind Nachrichtenagenturen überhaupt noch nötig?

Martin meint: Twitter, Facebook und Google Plus sind in erster Linie nicht schädlich für den Journalismus, sondern Konkurrenz für Agenturen. Diese müssen sich neu erfinden, um langfristig bestehen zu können. Eine Entwicklung von der Recherche hin zur Kuratierung könnte dabei eine Option darstellen.  Agenturen könnten den Journalisten z.B. im Deutschlandfunk, der FAZ oder dem Spiegel zukünftig helfen Quellen zu selektieren, anstatt selbst Informationen anzubieten, die die Redaktionen längst über die Social-Media Kanäle erreicht haben.

Interview mit  Carta-Herausgeberin Brode

Stefan Mey im Interview mit Tatjana Brode, Herausgeberin von Carta zur Zukunft von eben jenem Mutli-Autoren-Blog.

Andreas sagt: Wir stehen in einer sehr guten Beziehung zu Carta und verfolgen nicht zuletzt deshalb die Entwicklung mit Interesse. Es bleibt zu hoffen, dass die suche nach einer Antwort auf die Frage, wie ein Produkt wie Carta am Markt bestehen kann, auch zu Antworten für die Branche allgemein führen wird.

The Power of Social Media bei DWDL

Das Medienmagazin DWDL.de erreichte heute bei Facebook die Marke von 10.000 Fans und nimmt dies zum Anlass um die Effektivität von Social Media zu hinterfragen.

Martin findet: Der Beitrag von Thomas Lückerath ist lesenswert, weil er deutlich macht, wie effektiv ein Social Media Engagement sein kann. Zudem wird in dem Text deutlich, dass das Vorgehen der Verlage gegen Google am Ziel vorbeigeht. Am Beispiel von Harald Schmidt wird erklärt, welche Power Twitter, Facebook und Co. haben. Social Media birgt die Chance auch kleineren Unternehmen eine große Aufmerksamkeit zu ermöglichen.

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Zur Zukunft der Nachrichtenagenturen:
    Moderation der Community braucht einen individuellen Ton. Das muss schon jede Redaktion selber schaffen – bringt ja in vielen Fällen Themenideen etc.

    Agneturen könnten aber zum Beispiel Tweets und Youtube Videos im Auftrag der redaktionen auf Authentizität prüfen. Für ihre eigenen Dienste machen sie das ohnehin schon, aber als Dienstleister treten sie in dem Bereich so weit ich weiß noch nicht auf.

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