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Linksverkehr KW 11/2012

Diese Woche haben die YOUdaz-Autoren viel an anderer Stelle veröffentlicht. Unsere Schlecker-Schließungs-Karte etwa wird von taz.de genutzt. Martin und Pascal veröffentlichten zudem interessante Artikel auf ihren Blogs. Dazu mehr in diesem Linksverkehr. Darin außerdem: Informationen über die Einnahmen von Musikern mit Streaming-Diensten, Probleme, die das neue iPad mit sich bringt und ein sehr bemerkenswertes Linktausch-Angebot. Viel Spaß, Andreas.

Dreiste Mercedes-Benz Werbung im “Kinder Echo” | Out of Messel

Eine Mercedes Werbung im Kinder Echo des Medienhaus Südhessen. Kein Problem? Sie ist ein Problem, wenn sie als Artikel getarnt ist und der Vermerk „Anzeige“ zu klein darüber steht. Martin ist über diese Anzeige gestolpert und hinterfragt sie kritisch. Interessant auch welche zum Teil aggressiven Kommentare er erntet.

Katharina findet: Ganz schön daneben! Für mich ist echt unverständlich, wie sich das Echo auf so einen Deal einlassen konnte. Auch glaube ich, dass die Ziele, nämlich, dass die Kinder gängeln, bis es einen neuen Mercedes gibt, nicht erreicht werden. Ehrlich gesagt finde ich es ein bisschen arm über die Tour für sich zu werben.

Pascal ergänzt: Ein ziemliches Armutszeugnis für beide Seiten, wie ich auch bei Martin schon kommentierte.

Kony2012 – veraltet, fragwürdig, … falsch? | freilichthirn

Der PR-Film zu “Kony 2012” wird zurecht hinterfragt und kritisiert. Die Opfer der LRA fühlen sich nicht angemessen vertreten. Ihre Leiden werden nicht berücksichtigt. Im Film sind vor allem Weiße zu sehen. Pascal hat einige Kritikpunkte der Kritiker zusammengestellt.

Martin findet: Gut so, dass die Aktion nicht nur blind unterstützt wird. Kinder zu Soldaten zu machen ist menschenunwürdig, ein Verbrechen. Daher finde ich eine solche Protest-Aktion nicht schlecht. Wenn aber Zweifel an der Seriosität des Vereins und an der Vertretung der für die Kampange ausgewählten Opfer aufkommen, dann sollte man lieber die Finger davon lassen.

FTD.de: Qualität im (Online-)Journalismus | Juiced.de

Dem Kollegen Daniel von Juiced wird per e-mail ein Linktausch angeboten. Soweit noch nichts ungewöhnliches. Doch diesmal bietet die Person in der e-mail eine überraschende Gegenleistung. Zitat: “Als Gegenleistung können wir Sie in einem Artikel über Internet-Startups auf den Seiten der Financial Times (ftd.de) verlinken.” Wurden etwa, wie Daniel schreibt, sämtliche Kontrollinstanzen bei ftd.de ausgehebelt? Juiced.de war übrigens nicht die einzige Seite, die eine solche Mail erhielt.

Andreas findet: Nervige Linktausch- oder SEO-Angebote erreichen auch uns bei YOUdaz leider viel zu häufig – nicht selten in offenkundigen Übersetzungsmaschinen-Deutsch. Und das, obwohl in unserem Impressum steht: “Wir bitten von Anfragen im Bezug auf Linktausch abzusehen.” Dass eine Agentur als Gegenleistung Links auf ftd.de anbietet, ist in zweierlei Hinsicht erschreckend: Zum einen wird hier der Name eines bekannten Online-Auftritts missbraucht, zum anderen wäre, sollte die Agentur dies wirklich vermögen, die FTD nicht mehr Herr ihrer eigenen Seite und würde zu SEO-Zwecken missbraucht. Wir warten gespannt, ob sich die FTD dazu äußert.

0,00164 Euro pro Stream für den Musiker | hr-online

Patrick Abele rechnet auf hr-online vor, wie viel Geld den Künstlern bleibt – je nach Vertriebsweg. Beim Kauf einer CD ist es am meisten, beim Download schon weniger, beim Streaming verschindend wenig. Wobei hier freilich zu beachten ist: Das Geld wird bei jedem Anhören eingenommen. Trotzdem müsste ich ein Album etwa 120 Mal hören, damit beim Künstler so viel Geld ankommt, wie im Fall eines Downloads.

Andreas sagt: Ein sehr aufschlussreicher Artikel. Die Frage ist, wie viel verdienen die Unternehmen an der Musik? Das gilt sowohl für die Streaming-Dienste, bei denen derzeit wenig Zahlen bekannt sind, aber weiterhin auch für Apple und Amazon. Laut Artikel bekommen sie einen ähnlich Prozentsatz wie beim Verkauf von Musik auf Datenträgern im Geschäft. Dabei ist zu vermuten, dass die Personalkosten, bzw. der Personalbedarf deutlich geringer sind. Es zeigt sich das Problem einer Branche, die nicht selbst auf den technologischen Wandel reagiert hat und von z.B. Apple und nun z.B. Spotify „übernommen“ wurde. Nun bestimmen andere die Spielregeln – eine Entwicklung, die auch anderen Branchen noch bevorstehen könnte.

iPad-Magazinen droht der „Retina-Schock“ | Meedia

Das “neue iPad” hat eine deutlich größere Auflösung. Kling gut, bringt aber massive Probleme mit sich: Entweder sehen Magazine und Spiele darauf quasi verpixelt aus und bleiben unter den Möglichkeiten, oder aber sie werden deutlich mehr Speicher verbrauchen. Das wiederrum wird für lange Download- und vor allem auch Upload-Zeiten sorgen. Und nicht zu vergessen: Die iPads selbst haben nur begrenzten Speicher und der ist in Version 3 nicht größer geworden, als bei den Vorgänger-Exemplaren.

Andreas sagt: Ein wichtiger Aspekt, der in anderen Beiträgen bislang sehr kurz kam. Bekanntlich waren auch Sebastian, Katharina und ich zuletzt an der Erstellung eines iPad-Magazins beteiligt. “ausgespielt” hat zwar nicht den Umfang der Wired, aber schon hier wurde deutlich, dass es mitunter sehr lange dauern kann, bis beim Designen ein Update hochgeladen ist. Auch unabhängig von den Datenmengen besteht derzeit auf dem Tablet-Markt ein furchtbares Auflösungs-Chaos. Auf welche Auflösung soll man optimieren? iPad 2, neues iPad oder will man auf den Galaxy Tab auch gut aussehen und lieber einen kleinen Rand beim iPad in Kauf nehmen?

Pascal meint: Ich bin ja nicht so der Techniker. Aber OS-unabhängige html5-Magazine, die sich an die Hardware anpassen, hielte ich für sinnvoll. Umsetzbar müsste das doch auch sein.

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