Ein Bericht über ein Format – “Ich bin ein Star, holt mich hier raus!” – bei dem angeblich jeder mitreden will. In der Anmoderation munter verquickt mit der Kampagne, zu der momentan wohl auch jeder eine Meinung haben soll.
Daniel sagt: Nein, ich möchte niemanden dazu animieren, diese Show zu verfolgen oder das Video bis zum Ende an zu schauen. Wirklich sehenswert ist nur die Anmoderation von Maria Gresz, die von B-Prominenz in Deutschland erzählt. Anzutreffen sei diese im Schloss Bellevue und habe ähnlichen Unterhaltungswert. Muss unser Bundespräsident immer noch so dringend aus dem Amt gedrängt werden?
Bild mit einer Auflage von 41 Millionen
Logistisch spannend. Und wenn die Anzeige-Kunden gefunden werden womöglich sogar rentabel: Zum Geburtstag der Bild am 23.06. soll jeder Haushalt eine Bild bekommen.
Andreas sagt: Ich las auf Facebook davon. Der Kollege kommentierte den Link mit “Am 22. Juni wird der Briefkasten abmontiert.” Andererseits: Einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul…Und wenn die Bild schon endlich auch logistisch auf “Anzeigenblättchen” umschaltet… Vielleicht wird dann an dem Tag auch der Wulff-Anruf abgedruckt. Das wäre doch was bei der Reichweite
Pascal ergänzt: Wer sich fragt, was man tun kann, um verschont zu bleiben? Hier die Antwort!
Martin denkt: Wenn die Bild im Briefkasten landet, muss meine Oma sie wenigstens nicht kaufen. Ich bin gespannt, ob die Bild ihre Aktion auch außerhalb des Webs kommuniziert. Das wird wahrscheinlich unterlassen, damit ahnungslose Leser sich die Bild trotzdem noch ein zweites Mal kaufen. Oder werden Zeitungstände und Kiosks am 23. Juni nicht beliefert?
Daniel trauert: Was für eine sinnlose Verschwendung von Ressourcen! Ich bin gespannt, was zu dieser Gelegenheit für Propaganda gemacht wird. Ich würde mich über jedes Unternehmen freuen, dass für einen guten Zweck spendet, anstatt mit einer Anzeige in dieser speziellen Ausgabe vertreten zu sein! Fundraising einmal anders herum!
Der Bundesliga-Effizienzrechner
Zeit Online mit einem datenjournalistischem Projekt: Schießt Geld Tore?
Andreas sagt: In etwa so ernst zu nehmen wie Sebastians und meine Untersuchung vergangene Saison, als wir Tore mit den Eintrittspreisen oder Zuschauern aufwogen. Immerhin waren unsere Texte bei der taz und FAZ aber mit einem Augenzwinkern, während ich bei diesem Projekt den Eindruck habe, die Sache sei ernst gemeint. Dafür ist sie mir aber zu oberflächlich. Spielen nicht auch die Ausgaben für Trainingslager, Trainer, Trainingsbedingungen und medizinisches dann eine entscheidende Rolle? Muss man alle Spieler betrachten, oder nur die eingesetzten? Ich denke einfach, der Ansatz ist falsch. Sorry, weil ansonsten schön gemacht.
Rückgrat zeigen – die ORF-Redakteure protestieren (Video)
Das erinnert irgendwie an die Causa Brender. Im Gegensatz zu der Absetzung des ehemaligen ZDF Chefredakteurs, gibt es beim ORF in Österreich jedoch Protest. Diesen äußerten die Redakteure in einem Video, dass sie am 16. Januar auf YouTube veröffentlichten. Ihre Botschaft: Politische Einflussnahme auf die Redaktion ist unerwünscht.
Welchen Erfolg die Aktion hatte, hat ORF-Redakteur Dieter Bornemann Daniel Fine und Herrn Pähler im aktuellen “wasmitmedien” – Podcast berichtet.
Martin meint: Die Redakteure des ORF machen mit ihrem Protest deutlich, dass sie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als unabhängiges und objektives Medium erhalten wollen. Von der Politik beeinflusste Postenvergaben haben dabei nichts zu suchen. Ich drücke den Redakteuren die Daumen.
Paul Lewis, Live-Reporting via Twitter during the London riots 2011 (Video)
Paul Lewis, Special Projects Editor von “The Guardian”, berichtete auf der Konferenz “Der Ort des Politischen in der digitalen Medienwelt”, wie er Twitter als Recherchetool während der Aufstände in London im Sommer 2011 nutzte.
Martin empfiehlt: den Videomitschnitt anzusehen. In feinstem British English demonstriert Paul Lewis, dass der Guardian im Netz angekommen ist und Twitter lebt, anstatt Twitter nur zu nutzen. Da ist es auch nicht schlimm, dass er seinen Vortrag nicht mit Folien unterstützt hat.
Last – but not Least
Diese Woche wurde im Internet gegen SOPA protestiert. Was das ist und was es bedeutet- hier ein paar lesenswerte (bzw. sehenswerte) Beiträge dazu:
Daniel meint: Ähnliche Argumentationen, wie in “Digital ist Besser” geäußert und aufgezeigt. Der Beitrag sehenswert – das Buch lesenswert!
- Opalkatze: Kleine Bilanz des #SOPA-Blackouts
- Gutjahr: SOPA ist das neue Schwarz
- Basic Thinking Blog : SOPA-Protest in Zahlen: Revolutionär Mark Zuckerberg
und natürlich ganz viel von Markus Beckedahl auf netzpolitik.org dazu:





