Datenjournalismus: Bilanz 2011 und Ausblick
Lorenz Matzat fasst das Jahr 2011 im Hinblick auf Datenjournalismus zusammen und stellt einen Ausblick auf 2012. Dabei widerspricht er explizit der Aussage von Christian Jakubetz im YOUdaz-Interview, Datenjournalismus sei womöglich bald wieder ein kleineres Thema.
Andreas sagt: Zunächst Danke für den Ping. Darüber hinaus stimme ich Matzat in diesem Punkt zu. Schade ist bislang aber vor allem, dass die meisten bekannten Projekte aus seinem Umfeld kommen. Das ist für ihn finanziell vermutlich nützlich. Soll sich dieses Format wirklich durchsetzen, wird es mehr Player bedürfen, die herausragende datenjournalistische Formate erstellen.
Die kreativen Köpfe hinter der BBC Comedy “Misery Bear” haben wieder zugeschlagen. Allerdings nicht in Form einer neuen Episode des depressiven Bären. Diese Mal steht Nat Saunders vor der Kamera und entdeckt ungeahnte Fähigkeiten eines Bürokopierers.
Martin findet: Das Misery Bear Duo Chris Hayward und Nat Saunders hat Potential. Ich freue mich auf weiter Filme mit deren feinen britischen Humor.
TEDxThessaloniki – Paul Lewis – Citizen Journalism
Paul Lewis vom Guardian sprach in Thessaloniki bei einem TEDx-Talk über zwei Recherchen zu Todesfällen, bei denen er mit seinen Kollegen Twitter nutzen, um die offiziellen Versionen zu überprüfen. Beide Male kamen Lewis und seine Kollegen zu einem anderen Ergebnis, als die offiziellen Behörden. Lewis sagt, diese Recherchen wären vor zehn, vermutlich auch vor fünf Jahren nicht möglich gewesen.
Andreas findet: Ein sehr interessanter Vortrag. Vor allem bemerkenswert finde ich, dass Lewis sagt, man müsse teilweise bewusst spekulativ und mit offenen Fragen schreiben. Etwas, was viele Journalistik-Professoren ablehnen würden.
taz.de Das Fenster zur Revolution
Taz-Redakteurin Meike Laaff über Al Jazeera, dessen Rolle im Arabischen Frühling und vor allem das Image des TV-Senders im Westen.
Andreas sagt: Interessante Zusammenfasung. Ich halte Al Jazeera für eine der spannensten Entwicklungen auf dem (konventionellem) Medienmarkt. Natürlich gibt es eine Agenda, aber wo gibt es die nicht? Und wie stark kann sie bei so vielen Mitarbeitern wirklich beibehalten werden? Handwerklich jedenfalls können viele noch etwas von den Kollegen aus Doha lernen.
USA rüsten Verbündete in Nahost massiv auf
31 Milliarden Euro an Rüstungsgütern in Form von Panzern und Kampfjets sollen an Saudi Arabien und den Irak verkauft werden.
“Das langfristige Ziel der USA, den Irak als regionales Gegengewicht zu Iran aufzubauen, ist gefährdet, wenn die Regierung in Bagdad näher an den schiitischen Gottesstaat in Teheran heranrückt.”
Daniel kann’s nur ironisch kommentieren: Tja so ist das, wenn nach Weihnachten noch viel Geld übrig ist – schwups geht man einkaufen (Auch, wenn Weihnachten ist in dieser Region eher nicht gefeiert wird). Die eigentliche Meldung ist ja auch der Verkäufer. Region befrieden, aber bitte nicht mit eigenem Blut. Sollen sich andere um das Problem Iran kümmern. History Repeating, denn das Konzept vom Gegengewicht und “anderen”, die die eigenen Kriege ausfechten scheiterte schon in Afghanistan.
ZDF heute Wie verifiziert man Youtube-Videos
Und noch ein Video. Und noch mal das Thema Arabien. Nicht nur Al Jazeera, auch deutsche Sender sichten Material aus dem Social Web. Nur: Wie verifiziert man dieses? ZDF-Redakteur Dara Hassanzadeh erzählt, wie das geschieht.
Andreas sagt: Super interessanter Einblick.




