«

»

Beitrag drucken

Linksverkehr KW 47/2011

Dieses Mal im Linksverkehr: Schwul sein wird einem nicht leicht gemacht und ein bedauerlicher aber verständlicher Rückzug aus der Blogosphäre: Beide Beiträge befassen sich mit Mitmenschen, die aus unserer Gesellschaft ausgeschlossen werden. Außerdem: Guttenbergs Comeback Strategie, Verfassungsschutz-Satire und Pfefferspray.

“So, wie ich bin” | ZEITonline

Schwul zu sein, bringt immer noch schwere Lasten mit sich. “So, wie ich bin” ermöglicht einen kleinen Einblick in das Leben eines schwulen Lehrers an einer Kölner Gesamtschule.

Andreas sagt: In meiner Timeline schrieb jemand “mehr Filmförderung an Schulen, wenn sowas dabei raus kommt”. Dem kann ich mich nur anschließen. Ich wünschte, einige angehende Journalisten hätten den selben Ehrgeiz mit ihren Stories.

Guttenberg will nicht gelogen haben – und handelt damit strategisch richtig” | beim wort genommen

Jonas Schaible betrachtet die jüngsten Aussagen von Karl-Theodor zu Guttenberg und kommt zum Schluss: Strategisch macht er alles richtig.

Andreas denkt: Langsam werden mir diese Medien-Gemachten Politik-Stars unheimlich. Steinbrück, zu Guttenberg… Kann man in den Mainstream-Medien nicht hauptsächlich die anschauen, die wirklich Politik machen? Dann gibt es auch weniger “taktisch” klug und mehr politisch gut…

Titelbild des Titanic-Satiremagazins Nr. 12/2011 | TITANIC – Das endgültige Satiremagazin

Daniel meint: 10 Jahre rechter Terror in Deutschland – niemand konnte die Macher stoppen – zu Fall brachten sie sich zuletzt selbst. Aber aus welchen Gründen? Verfassungsschutz-Bashing wird mir zu sehr gehyped – bitte Hirn wieder einschalten: Auch diese Behörde arbeitet nach den Vorgaben der Politik. Ich befürchte, wir suchen an der falschen Stelle nach Verantwortlichen.

Pascal meint: Auch die Beamten, die beim Verfassungsschutz tätig sind, können sich ihres Menschenverstandes bedienen. V-Leute und alle möglichen anderen direkten und indirekten Verstrickungen des Staates mit der rechten Szene müssen offengelegt und gekappt werden. Oft hilft Satire am besten, das zu verstehen. ;-)

Der Vorhang ist gefallen! | Julia Probst – meinaugenschmaus

Julia Probst beendet ihre Blog und Twitter-Aktivitäten. Zu groß sei der Frust. In Sachen Barrierefreiheit und Inklusion renne die TaubstummeGehörlose gegen Windmühlen.

Andreas sagt: Schade und traurig. Mehr bleibt mir nicht zu sagen. Ich hoffe die Autorin bleibt weiter engagiert auch wenn ich den Ärger nur zu gut verstehen kann.

Pascal meint: Dass Julia Probsts aktives öffentliches Eintreten für die Belange Gehörloser sie innerlich anfrisst, ist klar. Vor allem, weil die Zahnräder die sie zu stellen versuchte, blockiert sind. Ich hoffe Julia Probst hat durch ihre Präsenz im Netz neue Kontakte knüpfen können, die sie jetzt offline weiter einsetzen kann, um unsere Gesellschaft zu verändern.

Interview with a pepper-sprayed UC Davis student | BoingBoing

Ein Student berichtet von der Gewalt, die die Polizei gegen friedlich demonstrierende Stundenten in den USA anwendet.

Pascal meint: Friedlich protestierende Studenten auf ihrem Campus brutal von der Polizei misshandeln zu lassen, ist ein Armutszeugnis für jedes politische oder gesellschaftliche System. Pfefferspray ist eine Waffe und ihr Einsatz war in diesem Fall in keiner Form gerechtfertigt. Schockierend ist vor allem mit welcher Gelassenheit und welch überheblicher Körperhaltung der Polizist hier zur Misshandlung schreitet. Nachdem seine Dose leer ist, fordert er mit einem kurzen Wink einen Kollegen auf, weiter zu machen. Dieser schreitet zur Tat, wie als wäre das Vorgehen so im Voraus längst abgesprochen. Die Tat und die Absprache der Polizisten sind auf vielen Videos zu beobachten. Ich habe eine kleine Auswahl zusammengestellt.

Ähnliche Beiträge

Über den Autor

Pascal Tannich

Ich studiere Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt. Zurzeit schreibe ich mit Martin an unserer Bachelorarbeit zum Thema Integration sozialer Medien in öffentlich-rechtlichen Nachrichtenredaktionen. Mich interessieren alle Arten von Kommunikation. Denn ohne sie geht nichts und mit ihr manchmal noch viel weniger. Bisher habe ich berufliche Erfahrungen in der Redaktion der Cannstatter Zeitung, bei der Locanta GmbH, bei Sympra (GPRA) und in der Redaktion der heute-show beim ZDF gemacht.: Hier geht's zu meinem Blog. - Twitter: @freilichthirn

3 Kommentare

  1. Julia Probst

    Danke für den Blogeintrag über mich, aber ein kleiner Fauxpas ist euch unterlaufen – ihr habt mich im Artikel als taubstumm bezeichnet, aber komischerweise ist im Schlagwort das korrekte Wort: “Gehörlose” drinnen.

    Ich bin nicht taubstumm, sondern gehörlos. Und es heißt auch nicht “Gebärden”, sondern “Gebärdensprache” wenn es um die Gebärdensprache als solche geht.

    Da hilft übrigens der Artikel hier in meinem Blog weiter:

    http://meinaugenschmaus.blogspot.com/2009/05/ein-wichtiger-hinweis-fur-die.html

    1. Pascal Tannich

      Hallo Julia,

      ich habe das geändert, danke für die Hinweise. Die Tags stammen von mir, den beschreibenden Absatz zum Link hat Andreas geschrieben. Daher geht das mit der Gebärdensprache auf meine Kappe.

      Liebe Grüße

      Pascal

    2. Andreas Grieß

      Hallo Julia und danke für den Kommentar. Pascal hat es ja dankbarer Weise bereits korrigiert. Sorry nochmal von mir

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


vier + eins =

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>