Das Autorenteam von YOUdaz möchte euch ab heute regelmäßig Klicktipps bereitstellen. Jede Woche bekommt ihr von uns Empfehlungen über interessante Beiträge und Websites, die uns auffielen. Der Titel Linksverkehr hat also nichts mit den Fahrgewohnheiten in Groß-Britannien zu tun.
Daniel Drepper hat bei uns als Gastautor anfang September in seinem Beitrag “Datenjournalismus aus Finnland: Wie entwickelten sich die Leichtathletik-Weltrekorde? über den Finnen Jens Finnäs berichtet. Finnäs hat mehr als 2000 Weltrekorde verarbeitet und die Leichtathletik-Weltrekorde fast aller Disziplinen visualisiert. Inzwischen ist in seine Grafik auch der neue Rekord im Marathon der Männer eingearbeitet.
Andreas sagt: Da kommt jemand daher und macht als Hobby das, was in den Redaktionen nicht passiert: Eine anschauliche und interessante Grafik zu den Rekorden, statt einfacher Tabellen zur “Entwicklung des Weltrekords”.
Denkwürdige Sportberichterstattung
“Deutsche Athleten sind sauber”, diese verherrlichende Sport-Berichterstattung ist uns nur zu bekannt. Häufig ist der deutsch Sportjournalismus durch eine hohe Subjektivität geprägt und könnte zudem eine intensivere Recherche vertragen. Auf diesem Gebiet ist mehr Vorsicht geboten, daher empfehlen wir einen aus unserer Sicht guten Sportartikel von faz.net.
Andreas denkt: Bei allem Patriotismus schadet es nicht, auch im eigenem Land kritisch zu sein. Dieser Artikel der FAZ zeigt, dass dies mehr als angebracht ist, und auch die Medien geschlafen haben.
Online-Werbung – sie kann auch schief gehen
Eigentlich eine kreative Werbung: Ein Kind, verkleidet im Darth Vader-Kostüm, schafft es auf magische Weise einen VW Passat zu starten. Die Macht war mit dem Volkswagenkonzern, denn über 42 Millionen Zuschauer klickten den Spot auf youtube.com an. Auch im Fernsehen war er beliebt. Dann startete Greenpeace jedoch eine Kampange, um auf die dunkle Seite des Konzerns zu verweisen. Darth Vader griffen die Umweltschützer dabei gerne auf (VW: The Dark Side 1 | 2).
Martin meint: Auf Kreativität sollte bei den Werbespots nicht verzichtet werden, allerdings müssen die Agenturen auch die Angriffspunkte gegen ihre Kampangen beachten.
Schon GEZahlt? Diesen Spruch verbinden wir dank unzähliger TV- und Kinowerbespots der Gebühreneinzugszentrale mit dem notwendigen Übel, Rundfunkgebühren zu zahlen. Für die nächste Gebührenperiode fordern ARD und ZDF mehr Geld und das ist den privaten Verlagshäusern ein Dorn im Auge. Wie Steffan Niggemeier auf seinem Blog zeigt, wird im Print in dieser Angelegenheit unsauber mit den Zahlen umgegangen. Die Verleger betreiben so aktive Lobbypolitik.
Andreas findet: Wie auch Stefan Niggemeier schreibt kann man zu den GEZ-Gebühren so oder so stehen. Aber wenn man argumentiert, dann doch bitte mit sauber recherchierten und sauber in Kontext gestellten Zahlen. Alles andere ist Propaganda.
Nachwuchsförderung für das öffentlich-rechtliche Ego
Aller Anfang ist schwer, so auch bei den Nachwuchstalenten der Film- und Fernsehbranche. ARD und ZDF fördern daher seit Jahren “Film- und Fernsehmachern von morgen”, wie es auf der Homepage der ZDF-Redaktion “Das kleine Fernsehspiel” heißt. Einem Blogeintrag von Peter Hartig, dem Gründer der Fachzeitschrift cineart, zu Folge, wird jedoch weniger gefördert, als in diesem Bereich gespart. Die Nachwuchstalente würden zu Low-Budget-Produktionen gezwungen und bekämen in der Regel für ihre Filme Sendeplätze erst kurz vor Mitternacht.
Martin sagt: … das ist ein starkes Stück. Gerade im Medienbereich sollte nicht an den Talenten von morgen der Rotstift angesetzt werden.
EZB-Neubau sorgt für Veränderungen in Frankfurt
Die EZB baut im Frankfurt am Main am Ostend ihre neue Zentrale. Zusammen mit boerse.ard.de haben Studenten der Hochschule Darmstadt, die Entwicklung rund um den Neubau in der Mainmetropole beobachtet. An diesem Projekt haben auch die youdaz-Autoren Andreas Grieß und Sebastian Eder mitgearbeitet.
Daniel meint : Neidloses Schulterklopfen für die Kommilitonen – auch für die, die nicht bei youdaz mitmischen. Die innovative Navigation dieser Seiten und der Filmschatz aus dem hr-Archiv sind ihre Klicks wert.
Feedback für den Online-Chef der SZ
Die Süddeutsche Zeitung arbeitet weiter an ihrem Online-Auftritt. Wie bereits beim ersten Schritt des Relaunches der Webseite, stellt sich SZ online-Chef Stefan Plöchinger dem Feedback der Leser via Twitter und Google Plus.
Daniel meint: Herr Plöchinger, das ist der richtige Weg im Web 2.0. Meinen Zugang zu journalistischen Inhalten möchte ich über das Internet haben und nicht von einem Briefkasten abhängig machen, der die meiste Zeit des Jahres nicht dort ist, wo ich gerade bin. Vernünftig kalkulierte Preise für Onlineinhalte zahle ich gern.
Die nächste Ausgabe von Linksverkehr gibt es wieder in einer Woche auf youdaz.com.




