Letzte Woche hatte Lorenz Matzat in Darmstadt bei der “Data Stories”-Konferenz bereits angekündigt, dass in Kürze bei der taz etwas “größeres datenjournalistisches” erscheinen würde, woran er beteiligt sei. Heute war dieser Tag: Auf taz.de (und Morgen in der Sonntaz) veröffentlicht die tageszeitung ihr “Parteispenden-Watch“. In einer Suchmaschine können die Nutzer nach Spendern Suchen. Die Spenden aus dem Wahljahr 2009 sind sogar auf einer Karte einsehbar.
Leider geben beide Funktionen nur Spenden ab einer Höhe von 10.000 Euro an, da die Gesetzeslage nicht mehr hergibt, wie Martin Frank beschreibt. Trotzdem konnten die Redakteure bereits erste Ungereimtheiten ausmachen, wie den Fall einer Klinik in Hessen.
Interessant ist, dass das Open Data & Datenjournalismus Projekt, welches die taz mit eben jener Firma von u.a. Lorenz Matzat (OpenDataCity) verwirklicht hat, den Nutzer gleich mehrfach mitnehmen will: Im taz-Hausblog ruft Sebastian Heiser die Leser dazu auf, in den Daten selbst nach möglichen Ansatzpunkten für Recherchen zu suchen und diese der taz mitzuteilen. Zudem stellen die Macher die Rohdaten zur freien Weiterverwendung zur Verfügung. Last but not least macht die taz die Kosten für dieses Projekt zumindest grob transparent und ruf zum freiwilligen Bezahlen via Flattr und “taz zahl ich” auf.
Wir sind gespannt zu erfahren, ob das Projekt sich auf diese Weise (zumindest teilweise) refinanzieren lässt und sagen auch so schon: Gute Idee und gute Umsetzung!
- Jüngst bei uns: Interview mit Lorenz Matzat: „Bei Redaktionen gilt häufig der Glaubenssatz „Keine Experimente“.






1 Ping
Die deutschen Flattr-Charts Juni 2011 – Was haben wir gelacht … » YOUdaz.com
30/06/2011 von 14:12 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
[...] Parteispenden-Watch auf taz.de kommt hingegen “nur” auf Platz 11 – trotz Aufruf, das Produkt freiwillig zu bezahlen. Ungewiss ist jedoch, wie viel die taz hier über andere Kanäle (taz zahl ich) [...]